Aktuell
11 Jan

Ehe für alle?

Wenn wir die Entwicklung der Familie in Westeuropa ansehen, dann stellen wir fest, das sie sich im 20. Jahrhundert sehr verändert hat. So hat sich vor allem in der 2. Hälfte  die durchschnittliche Haushaltsgröße stark verringert und auf die „Kern-familie“, die Eltern-Kind-Gruppe beschränkt. Eltern und Verwandte leben heute in der Regel in unterschiedlichen Haushalten.

Auch die Kinderzahlen sind stark zurückgegangen. Heute beträgt die durchschnittliche Anzahl der Kinder 1,7 pro Paar in Österreich, das ist zu wenig um die Anzahl der Elterngeneration aufrecht zu erhalten.

Mit der Zeit wurde weniger geheiratet und die Ehen wurden instabiler. Die Ehescheidungen stiegen immer mehr an, von 15,1 Prozent im Jahr 1955 auf 40,45 Prozent im Jahr 2016. Bei den unverheirateten Paaren ist das Risiko einer Trennung noch um 50 Prozent höher als bei den Verheirateten. Doch die moderne Kleinfamilie ist immer noch die dominante Familienform.

Inzwischen sind die Familienkonstellationen vielfältiger geworden. Mit dem Aufkommen der Gender-Ideologie und der Homo-Agenda um die Jahrtausendwende  kamen zu den „Patchwork-Familien“ noch die „Regenbogen-Familien“ gleichgeschlechtlicher Paar auf, die zunächst um „eingetragene Partnerschaften“ und dann um die Adoption von Kindern kämpften.  

Doch nun gibt es in diesen Entwicklungen einen neuen Höhepunkt, nämlich die „Ehe für alle!“

Das wirft viele Fragen auf. Denn vom Beginn der Menschheitsgeschichte an, durch die Jahrtausende hindurch  wurde die Ehe immer als Lebensgemeinschaft von Mann und Frau verstanden, mit dem Zweck Nachwuchs hervorzubringen und aufzuziehen. Da geht es um biologische Tatsachen. Natürlich gab es auch immer gleichgeschlechtliche Beziehungen, doch sie wurden nie als „Ehe“ deklariert und haben daher auch nicht den rechtlichen Rahmen und Schutz beansprucht.

Die Bibel erinnert daran, dass: die Ehe von Gott im Paradies gestiftet wurde. Er schuf die ersten beiden Menschen als Mann und Frau „zum Bilde Gottes“. (Genesis 1,27). Diese beiden Erscheinungsformen des Menschen finden wir bis heute in dieser Welt. Die Ehe als lebenslange Verbindung von Mann und Frau ist von Gott gewollt und aufgrund ihres besonderen Wesens anders zu behandeln als alle anderen Formen des Zusammenlebens. Auch Gesetzgeber, Staat und Gesellschaft sind gut beraten, sich an solche Tatsachen zu halten.             Ideologisch eingefärbte Argumentationen können nichts an der göttlichen Schöpfungsordnung ändern. Vater, Mutter, Kinder – das ist immer noch die beste und erfolgreichste Familienstruktur!

                                   Ein gutes neues Jahr 2018

                                  Ihr BP-Team

 

02 Nov

Erzieht uns endlich!

Abends sind sie auf den Fernseh-Schirmen zu sehen: die Super–Nannies. Sie werden vor laufenden Kameras in einen Familienalltag eingeschleust, der längst unerträglich geworden ist: außer Rand und Band geratene Kinder mit Eltern, die entweder ausrasten und schreien, oder passiv-resignativ den Horror ihrer Kinder erdulden.

 

Diese Sendungen führen genau jene kleinen Tyrannen vor, die zunehmend Kindergärten und Schulen bevölkern. Sie haben nichts mehr mit den Kindern gemeinsam, die sich Eltern einmal gewünscht haben. Kinder und Jugendliche mit vielfältigen Störungen nehmen immer mehr zu. Nach Ansicht eines erfahrenen Kinderpsychiaters haben wir es bei einem großen Teil der Kinder, die in allen Lebensbereichen Probleme verursachen, mit Menschen zu tun, deren psychischer Reifegrad in etwa auf dem Niveau eines maximal Dreijährigen stagniert. Ihr körperliches und ihr emotionales Alter klaffen weit auseinander. Sie können deshalb keine störungsfreie Beziehung zu ihrer Umgebung aufbauen und terrorisieren ihre Umwelt mit inakzeptablem Verhalten. Diese Kinder und Jugendlichen sind anscheinend auch kaum steuerbar. Aus diesem Grund sind viele Kinder heute auch zu „Erziehern“ ihrer Eltern geworden. Sie steuern sie nach Lust und Laune, ohne dass sie ihre Grenzen aufgezeigt bekommen. Und weil man ihnen keine Grenzen aufzeigt, können sie auch nicht psychisch wachsen und reifen sondern verharren in ihrem frühkindlichen Verhalten, das auch als Narzissmus bezeichnet wird. Wo sind heute die entscheidenden Fehler und Missverständnisse in der Erziehung?

               

So vielschichtig wie die Probleme sind auch die Ursachen. Erziehung ist ein komplexes Geschehen. Erziehung ist heute eine große Herausforderung für alle Eltern geworden. Es beginnt damit, dass heute Mütter durch den sozialen Druck von Politik und Arbeitswelt gezwungen werden, ihre Kinder viel zu früh aus der Hand zu geben. Den vielen Alleinerziehern und nicht nur ihnen fehlt der unterstützende Partner, der ihnen helfen könnte, Widerstände der Kinder zu ertragen und Notwendiges durchzusetzen. Oft ist die Einsicht bei den Erziehern verloren gegangen, dass sich wichtige psychische Funktionen, die für eine Schulreife notwendig sind — wie Sauberkeitserziehung, sitzen bleiben, zuhören können, kleine Aufträge ausführen und Fremdbestimmung aushalten- dass sich diese Fähigkeiten nur durch häufiges Training entwickeln und dass man den Kindern immer wieder etwas abverlangen muss. Außerdem vermitteln manche Eltern ihren Kindern auch heute keine Werte mehr, die früher selbstverständlich waren, weil sie sie selbst vielleicht nie gelernt haben: Ordnung, Höflichkeit, Disziplin, Ehrlichkeit, Selbstkontrolle. Solche Eigenschaften werden oft als Relikt von Gestern gesehen.

 

Hier haben christliche Eltern einen Vorteil. Sie haben im Erziehungsdschungel eine sichere Orientierung, wenn sie sich am Wort Gottes der Bibel orientieren. Wir brauchen heute klare christliche Maßstäbe, wenn wir nach Gottes Auftrag unsere Kinder zu wertvollen Mitgliedern der menschlichen Gesellschaft heranwachsen lassen wollen.

 

Ihr BP-Team 

  

 

Seite 1 von 13