13 Feb

Die Welt im Chaos

Welt im Chaos – und warum?

 

Viele meinen auch dass die Zehn Gebote nicht mehr unserer Zeit entsprechen oder dass der Mensch von Natur aus selbst in der Lage ist, zwischen Gut und Böse zu unterscheiden. Aber woher kommen die Zehn Gebote? Gott hat diese zehn Regeln Moses am Berg Sinai übergeben (2. Mose 20), sie betreffen das Verhältnis des Menschen zu Gott und das Zusammenleben der Menschen untereinander. Gott beabsichtigte damit, das Glück der Menschen und den sozialen Frieden zu sichern.

Jesus Christus hat klargestellt, dass die Gültigkeit dieser Gebote Gottes bis ans Ende der Weltzeit bestehen bleibt: „Bis daß Himmel und Erde vergehe, wird nicht zergehen der kleinste Buchstabe noch ein Strichlein vom Gesetz, bis dass alles geschehen ist. Wer nun eins von diesen kleinsten Geboten auflöst und lehrt die Leute also, der wird der Kleinste heißen im Himmelreich...“ (Matth. 5, 18.19.) Das bedeutet, dass sie heute noch gültig sind. Christus macht deutlich, dass im Reich Gottes andere Maßstäbe gelten als auf Erden, denn unsere Maßstäbe ändern sich häufig. Gottes Maßstab dagegen ändert sich nicht, so wie Gott auch immer derselbe bleibt. Was Gott festgelegt hat, kann der Mensch nicht abschaffen oder er beschädigt sich selbst. 

 

Der Schöpfer hat seine Geschöpfe mit einem freien Willen ausgestattet, das bedeutet der Mensch kann sich entscheiden, Gott und seinen Geboten zu gehorchen oder nicht. Doch es gibt einen Widersacher Gottes, auch Satan genannt. Sein Plan ist es, Gottes Gebote für ungültig zu erklären und den Menschen zur Übertretung zu verleiten. Seit dem Sündenfall im Paradies ist der Mensch nicht mehr in der Lage, aus eigenem Antrieb Gottes Gebote zu halten, denn seine moralische Natur ist durch die Sünde beschädigt worden. Darum sagt die Bibel im Römerbrief, dass alle Menschen Gesetzesübertreter sind! Nur der Mensch, der durch Jesus Christus erneuert ist und dessen Gesinnung vom Geist Gottes umgestaltet wurde, wir nennen es auch Bekehrung, dem wird es eine Freude sein, Gottes Gebote zu halten. Hier steckt das eigentliche Dilemma des Menschen und viele sind gescheitert, weil sie glaubten, sie müssten Gottes heiliges Gesetz mit ihrer eigenen Kraft halten. 

 

Der nicht erneuerte Mensch dagegen wird  versuchen, dem Anspruch Gottes auszuweichen. So gab es in der Kirchengeschichte immer wieder Versuche, Gottes Gebote zu verändern, sie zu umgehen oder am Ende gar sie für ungültig zu erklären:

 

Menschengebote anstelle von Gottes Geboten

Als Jesus Christus vor rund 2000 Jahren auf dieser Erde weilte, hätte es die religiöse Leiterschaft der Juden nicht gewagt, Gottes Gebote zu verändern. Unter dem Vorwand dafür zu sorgen, dass Gottes Gebote noch besser gehalten werden, machten sie eine Menge Zusatzgebote und richteten damit Schaden an. Allein zum Ruhetagsgebot wurden über 600 Verordnungen erlassen, die bis ins Kleinste regelten was man tun durfte oder nicht.  Es führte dazu dass die Menschen sich mit zahllosen Vorschriften abquälten und den Sinn des eigentlichen Gebotes gar nicht mehr verstanden. Jesus sagte dazu; „Warum übertretet ihr Gottes Gebote wegen eurer  Vorschriften? Ihr macht Gottes Gebot ungültig durch eure eigenen Vorschriften.“ (Matth.15, 8.9.)  Das kommt dann am Ende heraus. Jesus stellte aber klar, dass im Himmel nur Gottes Gebote gelten, nicht aber religiöse Traditionen, Kirchengesetze, Volksglauben oder Gebräuche. Dieser gewaltige Konflikt, wer hat mehr Autorität – Gottes Gebote oder Menschengebote – zieht sich durch die ganze Kirchengeschichte hindurch.

 

Die erste Änderung der Zehn Gebote

In der biblischen Prophetie wurde vorausgesagt, dass eine politisch-religiöse Macht kommen würde, die Gottes Gebote antastet: „Er wird sich unterstehen, Festzeiten und Gesetz zu verändern“ (Dan. 7, 25)

 

Wer ist der „er“ der so etwas wagt? Diese Macht, die nach dem römischen Weltreich aufkam, und die von sich behauptete, sie hätte die Autorität, Gottes Gesetz zu verändern, ist durch geschichtliche Fakten zu identifizieren: Ein Geschichtsschreiber stellt fest: „Was vom römischen Reich überblieb, das rettete sich in die römische Kirche“ (A. von Harnack)

 

321 n. Chr. erließ Kaiser Konstantin das erste Sonntagsgesetz und die Kirchenlehrer begannen eine neue Lehre zu verbreiten: „Christus hat den mosaischen Sabbat aufgehoben, wir feiern an seiner Stelle den Tag der Auferstehung des Herrn“. In den folgenden Jahrhunderten wurden immer mehr einschränkende Kirchengesetze erlassen, um die Sonntagsfeier zu erzwingen. Man pochte auf göttliche Autorität: So erklärte Papst Nikolaus III (1277-1280): „Ich habe das Recht und die Macht, Zeit und Gesetz zu ändern und von den Vorschriften zu entbinden!“ Papst Johannes Paul II. hat 1998 in seinem Apostolischen Schreiben „Dies Domini“ den Anspruch der Kirche auf den Sonntag bekräftigt. Heute halten fast alle Christen den Sonntag für den richtigen Ruhetag, weil er eine so lange Tradition hat (1700 Jahre). Auch die „Allianz für den Sonntag“ arbeitet auf höchsten politischen Ebenen zur Aufrechterhaltung dieses falschen Ruhetages. Der Sonntag ist nur eine kirchliche Tradition, kein Gebot Gottes, denn das vierte Gebot lautet so: „Gedenke des Sabbattages, dass du ihn heiligst!“ (2. Mose 20, 8) Dieser siebente Tag ist aber der Samstag.

 

Ebenfalls dem päpstlichen Sparstift zum Opfer gefallen ist das zweite Gebot: „Du sollst dir kein Bildnis noch Gleichnis zur Anbetung machen!“ (Textverkürzt) Die Verehrung von Statuen, Bildern und Götzentempeln blühte im Heidentum, lange bevor das Christentum auf der Weltbühne erschien. Der unsichtbare Gott möchte jedoch nicht auf diese gegenständliche Weise angebetet werden: „Die wahrhaftigen Anbeter werden den Vater anbeten im Geist und in der Wahrheit“ (Joh. 4, 24) Die ersten Christen waren sehr schlicht und ohne äußere Schaustellung. Seit dem 4. Jhd. n. Chr. aber kam der ganze heidnische Bilderkult in die Kirche hinein. Offiziell wurde die Bilderverehrung im Jahr 787 n. Chr. im Rahmen einer Kirchensynode eingeführt. Die Reliquienverehrung erwies sich als gutes Geschäft. Seit dem 11. Jhd. ist der Widerspruch gegen den Bilderkult verstummt. Seitdem fehlt das zweite Gebot der Bibel im Katechismus.

 

Welche Gebote sind in der heutigen Zeit besonders gefährdet?

Da wäre in besonderer Weise das erste Gebot hervorzuheben: „Du sollst keine anderen Götter neben mir haben!“ Der ewige und allmächtige Gott, der Schöpfer und Erhalter hat allein Anrecht auf Anbetung. Er möchte seinen Platz mit keinem Ersatzgott teilen. Früher machten sich die Menschen Götzenfiguren aus Holz, Gold oder Silber. Heute sind die Götzen hauptsächlich falsche Lehren und Theorien, die mehr verehrt werden als Gott selbst. 

 

Im 19. Jahrhundert begann man, immer mehr an die Evolutionstheorie statt an die Schöpfung zu glauben. Da begann man den Schöpfergott abzuschaffen. Schließlich wollte der Mensch selbst Gott spielen, mit Hilfe der Wissenshaft und der Gentechnik. Obwohl er Erfolge erzielt, wird er gewisse Grenzen nicht überschreiten können.

Die Selbstvergötterung des Menschen ist die Verführung unserer Tage! Sie hat viele Formen. Besonders die verschiedenen Formen Esoterik basieren auf der „Lüge der Schlange“: „Ihr werdet sein wie Gott!“ (1. Mose 3, 5) Das widerspricht eindeutig dem ersten Gebot.

 

Nach esoterischen Begriffen hat jeder sein göttliches Selbst in sich, das er nur entwickeln muss. Praktizierende Esoteriker lehnen dann das Evangelium von Jesus Christus häufig ab, denn sie brauchen ihrer Meinung nach keinen Gott, der ans Kreuz ging um sie zu erlösen.

 

Der Angriff auf das 5. und 7. Gebot durch

Gender Mainstreaming

 

Gender Mainstreaming, eine neue Ideologie– neue Geschlechter-Theorie, die das christliche Abendland verändern soll. Sie ist eine „verborgene Agenda“, das heißt, es wird nicht in den Medien diskutiert, ist aber bereits überall im öffentlichen Leben verankert. Worum geht es? Gender bedeutet, dass es die Geschlechterrollen Mann und Frau so nicht gibt, dass sie nur eingelernt seien und durch die Erziehung beliebig verändert werden könnten. Weil das der gesunde Menschenverstand nur schwer akzeptieren kann, muss das Ganze in ein „wissen-schaftliches Gewand“ gekleidet werden. Vordergründig geht es um die Gleichstellung oder Gleichberechtigung von Mann und Frau, und dass man andersgeschlechtlich orientierte Menschen nicht diskriminieren dürfe. Das wahre Ziel aber ist die sexuelle Umerziehung der Gesellschaft. Diese Anschauung propagiert, dass die normale Familie ein Hort der Unterdrückung und ein Relikt aus grauer Vorzeit sei, von dem man sich befreien müsse, um wahrhaft glücklich zu sein. Die Wurzeln dieser Ideologie sind übrigens im Radikalfeminismus und im Marxismus zu suchen. Damit diese  „neue Orientierung“ in der Gesellschaft ankommt, muss man schon in Kindergärten und Schulen damit beginnen. Neue Bildungspläne sehen vor, dass z.B. Schülerinnen und Schüler „die verschiedenen Formen des Zusammenlebens von/mit Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Transgender, Transsexuellen und Intersexuellen kennen und reflektieren sollen…“(https://www.openpetition.de/petition/online/zukunft-verantwortung). Das schießt bei weitem über das Ziel der Antidiskriminierung hinaus. Im persönlichen Bekanntenkreis ist ein Fall bekannt, der durch den Schulunterricht so verunsichert wurde, dass er wirklich eine Zeit lang eine andersgeschlechtliche Einstellung hatte.

 

Aus christlicher Sicht werden hier die Gebote Gottes, insbesondere das 5. und das 7. Gebot durch die Hintertür aufgelöst.

 

5. Gebot : „Ehre Vater und Mutter!“ Gott hat die richtige Vater– und Mutterrolle genau definiert. Bei diesem Durcheinander der Beziehungen geht die Orientierung verloren. Sogar aus dem Sprachschatz sollen die Begriffe „Vater und Mutter“ verbannt werden, wenn es nach dem Willen der Gender-Ideologen geht und durch „Elter 1“ und Elter 2“ ersetzt werden. Das Ergebnis: Noch mehr gestörte und entwurzelte Kinder und zerbrochene Familien. Denn Vater und Mutter, die für sie da sind, das ist genau das was Kinder wollen und für ihre gesunde Entwicklung brauchen!

 

 7. Gebot: Du sollst nicht ehebrechen!“ Mit der Anerkennung von Homo-Ehen und ihrer Gleichstellung mit der normalen Ehe, wird die von Gott gewollte und begründete Ehe praktisch zur Karikatur und zum Auslaufmodell erklärt. Es ist ein Generalangriff auf die göttliche Schöpfungsordnung, wenn Geschlechterrollen nun per Dekret abgeschafft werden sollen. Zur Erinnerung: Gott schuf den Menschen ihm zum Bilde; und er schuf sie als Mann und als Frau“ (1. Mose 1, 31).  Es gibt kein drittes Geschlecht!

 

Das Halten der Gebote Gottes bringt dem Menschen Glück und Segen. Doch dieses Wissen geht heute in einem Klima der radikalen Säkularisierung und zunehmenden Religionsfeindlichkeit verloren. Jesus Christus hat alle, die ihm nachfolgen aufgefordert: „Wenn ihr mich liebt, so haltet meine Gebote! (Joh. 14,15)

 

In Zukunft wird die Gottlosigkeit noch zunehmen und der Kampf gegen Gottes Gebote immer härter werden. Das biblisch orientierte Christentum wird schließlich ausgegrenzt werden. Diese Ausgrenzung will verhindern, dass das Evangelium frei und vollumfänglich verkündet wird.

 

Doch Gott wird immer treue Nachfolger bis zum Ende haben, die den Standard des Glaubens auch unter schwierigen Bedingungen aufrecht erhalten: „Hier ist die Standhaftigkeit der Heiligen; hier sind, die da halten die Gebote Gottes und den Glauben an Jesus“ (Offenb. 14,12) Gott selbst wird über seinen Geboten wachen und eingreifen,  wenn ein bestimmtes Maß überschritten wird. Das letzte Wort sprechen nicht die Verfechter einer Ideologie, das letzte Wort spricht Gott!