14 Jul

Wenn das alles soll geschehen

 

 

„Wenn das alles soll geschehen!“
Die Endzeitrede Jesu und die Weltlage heute

 

Noch nie hat es in der vergangenen Geschichte der Menschheit einen Zeitabschnitt gegeben, die dem, was die Bibel als Endzeit beschreibt, wirklich entsprochen hätte. Doch unsere Epoche entspricht  dem, was in der Bibel prophetisch als das Zeitalter vor der Wiederkunft von Jesus Christus beschrieben wird!

Schreckliche Kriege oder große Naturkatastrophen sind an und für sich kein Hinweis auf die Endzeit. Die hat es immer schon gegeben. Aber die Kombination von biblischen Prophezeiungen, die sich alle im gleichen Zeitraum erfüllen und auf einen Höhepunkt zueilen, bieten schon deutliche Hinweise.

Im Kapitel über die Endzeitrede Jesu auf dem Ölberg erkennen wir eine Fülle von Tatsachen mit direktem Bezug zum heutigen Geschehen. Betrachten Sie mit uns die Endzeitrede Jesu, wiedergegeben in Matthäus 24, Markus 13 und Lukas 21. Es soll aber nicht nur Angst erzeugen, sondern auch Mut machen, in schwierigen Zeiten Jesus zu vertrauen.

 

Verführung

Zu Beginn sprach Jesus eine eindringliche Warnung aus: „Sehet zu, dass euch nicht jemand verführe!.....
Denn es werden falsche Christi und falsche Propheten aufstehen und große Zeichen und Wunder tun…“ (Matth. 24,4) Verführung bedeutet in diesem Zusammenhang ein Wegführen vom Erlöser Jesus Christus und dem rettenden Evangelium, dem einzigen von Gott vorgesehenen Weg in das Reich Gottes.
Jesus spricht von falschen Christi (und Christusbildern) und falschen Propheten. Es hat immer wieder falsche Messiasse, falsche Heilsverkünder und falsche Heilslehren gegeben. Heute häufen sie sich besonders.

Wo sind  diese Verführer? In erster Linie verführen christliche Kirchen, die andere Mittler und Heilsbringer neben Jesus Christus stellen, Gottes Gebote verändert haben und ein anderes Evangelium verkündigen, als es die Heilige Schrift lehrt. Sie gründen sich statt dessen auf menschliche Traditionen. Anstatt das Evangelium zu predigen sind sie mehr mit politischen Anliegen (z.B. Rechte von Minderheiten) und guten Beziehungen zur Welt und zu anderen Weltanschauungen beschäftigt. Dem Wort Gottes gehorcht man schon längst nicht mehr. Durch die heute vielfach praktizierte Religionsvermischung kommen unchristliche Elemente z.B. Esoterik, ins volkstümliche Christentum hinein. Infolgedessen hat das Evangelium seine Kraft verloren. Eine „Ökumene aller Weltreligionen“ aller Weltreligionen verkündigt eine „versöhnte Vielfalt“, anstatt christliche Botschaft.  Okkultreligiosität (Mystizismus), die in der Bibel als „unsaubere Geister“ identifiziert wird, hat das Christentum unterwandert. Die Esoterik mit ihren falschen Heilsversprechen, die aus fernöstlichen heidnischen Religionen stammen, ist längst in der Mitte der Gesellschaft angekommen und wird von vielen praktiziert. Harry Potter machte die Zauberei in allen Kreisen salonfähig, so dass die Magie den Charakter des Unheimlichen und Verbotenen verloren hat und als interessant betrachtet wird.

Hinter all dem steckt der große Erzverführer, der Widersacher Gottes, der auch Satan heißt. Sein Ziel ist es, möglichst alle Menschen von Gott abspenstig zu machen!

Schwarmgeistige Bewegungen außer– und innerhalb christlicher Kirchen machen ihren Glauben fest an „Erfahrungen mit dem Übernatürlichen“, anstatt dem Wort Gottes zu glauben. Zeichen und Wunder, übernatürliche Heilungen, und spektakuläre „Aufbrüche“ sind heute gefragt. Hauptsache wir erleben etwas! Ob das wirklich alles von Gott kommt, wird nicht geprüft. 

Telegene Fernsehprediger verkündigen ihre „Heilslehren“ vor riesigen „Megachurches“, doch diese sind ein raffinierter Mix aus Psychologie und Populismus, durchsetzt mit biblischem Vokabular in einer aufgeheizten Atmosphäre. So kann man eine große Versammlung durch gruppendynamische Techniken in eine überzogene Erwartungshaltung hinein stimulieren. Mit dem Heiligen Geist hat das gar nichts zu tun. 

Die nicht religiös Ansprechbaren suchen ihre Messiasse im Bereich der Politik und Wirtschaft, Führer von denen man das diesseitige Heil erwartet und dann eine sichere Enttäuschung nicht ausbleibt! An Gott, den Geber aller guten Gaben, will man ja nicht mehr glauben!

Die wahre biblische Religion und die Gemeinde Jesu Christi ist dagegen verschwindend klein und bleibt heute weitgehend verborgen. Die Bibel spricht von einem „Überrest in der letzten Zeit, den man an zwei Kennzeichen erkennt: Sie halten die Gebote Gottes und haben den Glauben an Jesus!“ (Offenb.14,12)

Zwei großen Gefahren sind die Nachfolger Jesu  zu allen Zeiten ausgesetzt gewesen:
1. Blinde Anpassung an den Zeitgeist.
2. Unterwanderung durch fremde Geister und Philosophien, die im Widerspruch zum Evangelium stehen.
Das gilt besonders heute im endzeitlichen Glaubenswirrwarr, auch Pluralismus genannt. Kein Wunder, dass Jesu größte Sorge der Verführung seiner Nachfolger galt: „Sehet zu, dass euch niemand verführe!“

Ein christlicher Sender berichtete kürzlich, dass immer wieder Menschen anrufen und behaupten, sie wären der Erlöser oder Jesus höchstpersönlich. Sie können am Telefon recht ungehalten werden, wenn man nicht glaubt oder tut, was sie sagen. Ein Kollege  hat deswegen folgenden Text für den Anrufbeantworter vorgeschlagen: „Hallo, hier ist Bibel TV. Tut uns leid, gerade sind alle Leitungen belegt…. Wenn Sie uns mitteilen möchten, dass Sie der Erlöser sind: Diese Stelle ist bei uns leider schon besetzt!“
Dem wäre nichts hinzuzufügen.

 

Kriege, Bürgerkriege, Rebellionen

„Ihr werdet aber von Kriegen und Kriegsgerüchten hören…. Doch es ist noch nicht das Ende. Denn es wird sich ein Volk gegen das andere erheben….“ (Matth. 24, 6.7.)
Das 20.Jhd. war das Jahrhundert mit den meisten kriegerischen Auseinandersetzungen in der Geschichte. Im 1. Weltkrieg, dessen Ausbruch sich heute zum 100sten Mal jährt, kamen 18 Millionen Menschen ums Leben. Der 2. Weltkrieg forderte bereits 60 Millionen. Das Gespenst eines 3. Weltkrieges, der sicher noch viel mehr Opfer fordern würde, steht drohend im Raum. Wir müssen erkennen,  dass die lokalen Konflikte immer mehr zunehmen und bei vielen Menschen Angst erzeugen.

Gegenwärtige Konflikte und Kriege sind in Syrien, im Irak, in der Ostukraine, Kolumbien, Südsudan, in der Zentralafrikanischen Republik und in Nigeria, wo islamistische Terrorgruppen das Leben der Bevölkerung ständig gefährden. „Alles das aber ist der Anfang der Wehen!“ (Vers.8) So wie Geburtswehen immer heftiger werden, so werden Kriege und Konflikte immer mehr zunehmen. Wir sehen die enormen Kosten der nicht enden wollenden Kriege und das
Flüchtlingselend. Es ist die Folge der zahlreichen bewaffneten Konflikte. Laut UNO–Flüchtlingshilfe sind 51,2 Millionen Menschen gegenwärtig auf der Flucht, das sind zum ersten Mal mehr als im 2. Weltkrieg. 6,5 Millionen sind Binnenflüchtlinge nur in Syrien. Sie sind alle auf humanitäre Hilfe angewiesen. Jeder Einzelne verkörpert ein tragisches Schicksal und 50 Prozent davon sind Kinder!

Die Flüchtlingstragödie vor der italienischen Insel Lampedusa nimmt ein immer größeres Ausmaß an. Hunderte Menschen ertrinken, weil sie in desolaten Booten das Mittelmeer überqueren, um das „Eldorado Europa“ zu erreichen. Sie wollen Armut, Bürgerkrieg und Gewalt entfliehen. Aber auf der anderen Seite des Meeres will sie keiner haben….

 

Christenverfolgung

„Alsdann werden sie euch überantworten in Trübsal und werden euch töten. Und ihr müsst gehasst werden um meines Namens willen von allen Völkern. (Matth.24, 10)
Noch nie zuvor in der Geschichte wurden so viele Christen bedrängt und verfolgt wie in unseren Tagen. In 64 Staaten der Erde, in denen mehr als 200 Millionen Christen leben, wurden im vergangenen Jahr 2000 Christen getötet, doppelt so viele wie 2012. Die Lage der Christen hat sich dermaßen verschlechtert , dass vom „weltweiten Krieg gegen das Christentum“ gesprochen wird. In Nordafrika, dem nahen und mittleren Osten entwickelt sich ihre Lage nach dem Sturz der autoritären Regime  zum Schlechteren. Der „arabische Frühling“ (eher Winter) hat neben Anschlägen auf Kirchen und Christen auch zur Flucht zehntausender Gläubiger geführt. Auch in den säkularen Ländern des Westens bläst aktiven Christen, die hohe moralische Wertmaßstäbe vertreten, zunehmend mehr Wind ins Gesicht.

 

...und werden sein Seuchen, teure Zeiten und Erdbeben hin und her…. (Vers7)

Dass die Naturkatastrophen zunehmen, die Überflutungen  immer schlimmer werden, wird wohl jeder inzwischen bemerkt haben. Wetterkatastrophen können Getreidepreise explodieren lassen und zur Verknappung der Nahrungsmittel führen. In Afrika geschehen große Hungerkatastrophen, in Europa besteht die Gefahr, dass wir von weltweiten riesigen Lebensmittelkonzernen abhängig werden. Das wird die Nahrungsmittelpreise noch mehr anheben.  Ein Satz von Henry Kissinger aus den 60er Jahren lautete: „Wer die Nahrung kontrolliert, der kontrolliert die Menschen!“ Das sind keine guten Aussichten.

und weil die Ungerechtigkeit wird überhand nehmen, wird die Liebe in vielen erkalten.“  (Vers12)

Hier werden die Zustände in der heutigen Gesellschaft angesprochen. Immer mehr Mobbing am Arbeitsplatz, ja sogar die Schulkinder haben schon Angst, weil sie von anderen gequält werden. Das weltweite Finanzsystem ist instabil geworden. Euro-Krise und Bankenpleiten haben hoch verschuldete Euro Staaten hinterlassen, die Allgemeinheit darf den Preis dafür bezahlen. Die einfachen Leute kämpfen mit Arbeitslosigkeit, Niedriglöhnen und ausufernden Preissteigerungen. Das kann eines Tages soziale Unruhen hervorrufen.

Eine zunehmende  Überwachung durch Datenspeicherung wird zum Schwinden der bürgerlichen Freiheit führen. Kein Wunder, wenn man mit einem unbehaglichen Gefühl in die Zukunft blickt. Mit Recht.
Wer diese Entwicklungen aufmerksam verfolgt, muss zu dem Schluss kommen, dass bei Zuspitzung aller angeführten Zustände sich diese Erde bald in einen Ort verwandeln wird, auf dem das Leben nur noch schwer erträglich ist. Jesus bestätigt in seiner Endzeitrede: „… und den Menschen wird bange sein auf Erden… Und die Menschen werden verschmachten vor Furcht und vor Warten der Dinge, die kommen sollen auf Erden, denn auch der Himmel Kräfte werden ins Wanken kommen!“ (Lukas 21, 25.26.)
Wer möchte schon gerne auf einer Erde leben, die mehr dem Vorhof der Hölle gleicht, jedenfalls für die meisten Menschen?

 

Die gute Nachricht in der Endzeitrede Jesu

„Wenn aber dieses anfängt zu geschehen, so seht auf und erhebt eure Häupter, darum, dass sich eure Erlösung naht!“  (Lukas 21, 28.)
Die gute Nachricht für die Endzeit gilt für alle, die an Jesus Christus glauben. Leider sie sie heute selbst in den „christlichen Ländern“ nur eine Minderheit. Heute ist noch „Zeit der Gnade“, das bedeutet, jeder Mensch kann sich entscheiden unter den „Rettungsschirm“ des Evangeliums von Jesus Christus zu kommen.

Haben wir uns einmal überlegt, was die Wiederkunft Jesu Christi für diese Welt bedeutet?  Denken wir nicht nur an den Weltuntergang und die Vernichtung. Das ganze Böse auf dieser Welt kommt ein für allemal zu einem Ende: Krieg, Terror, Gewalt, Katastrophen, Hunger, Schmerz, Krankheit, Betrug, Ungerechtigkeit, Bedrohung wird es nicht mehr geben. Im Reich Gottes dagegen herrscht Friede, Freude und Harmonie für immer. Wer danach Sehnsucht hat, der beachte den Rat Jesu Christi zu seiner Rettung:
Bleibt wach und hört nicht auf zu beten, damit ihr alles, was noch kommen wird, durchstehen und zuversichtlich vor den Menschensohn (Christus) treten könnt!“  (Lukas 21, 36.)