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Sarah kommt von Ghana nach Deutschland. Sie freut sich in einem christlichen Land zu sein. Am ersten Sonntag geht sie in die nächstbeste Kirche und ist enttäuscht! Nur wenige Leute sind zum Gottesdienst gekommen! Sie denkt sich: „Na vielleicht ist es in einer anderen Kirche besser!“ Am nächsten Sonntag geht sie in ein anderes Gotteshaus. Doch hier bietet sich das gleiche Bild: Kaum Leute in den Kirchenbänken. „Wie ist das möglich“, sinniert sie, „ich bin doch in einem christlichen Land!“ Oder doch nicht?

 

                In fast allen Ländern Europas nimmt die religiöse Praxis der Christen ab und die Bedeutung der Kirchen in der Öffentlichkeit ebenso. Die etablierten Amtskirchen verwalten ein oft ausgezehrtes Christentum, ein Zustand, der sich seit einigen Jahrzehnten immer mehr zugespitzt hat. Das hat mehrere Ursachen.

 

                Die Kirchen sind immer mehr säkularisiert und ihre Leiter gehen den Weg der Anpassung. Sie üben sich in Asylpolitik, Toleranz gegenüber sämtlichen Minderheiten bis zur Selbstaufgabe und Erbaulichkeiten unreligiöser Art. Das biblische Evangelium hört man fast gar nicht mehr, das wäre ja nicht „politisch korrekt“. Sie wollen nur noch soziale Kirchen, aber keine geistlichen Kirchen mehr sein. Früher hat die Kirche darin versagt, den Menschen einen liebenden Gott nahezubringen und drohte mit einem strafenden Gott. Heute wird er manchmal als schwacher Greis dargestellt, der keinen Einfluss mehr auf unser Leben hat. Vor einem solchen Gottesbild, wie es teilweise vermittelt wird, haben die Menschen keinen Respekt mehr und wenden sich ab. Das Gotteslob ist auf der Strecke geblieben, ebenso auch die Kernaufgabe einer christlichen Kirche, nämlich für das Seelenheil der ihnen anvertrauten Menschen zu sorgen. Diese sind längst dem christlichen Gedankengut entfremdet, in Esoterik und Materialismus abgedriftet und können mit einem bibelorientierten Christentum nichts mehr anfangen. Sie haben es niemals kennen gelernt. 

 

                Eine entchristlichte Gesellschaft hat keine Wurzeln, wird zunehmend orientierungsloser und auch immer werteloser, was heute schon überall beklagt wird. Das Versagen der Kirchen, den Menschen den Heilsweg Gottes nahezubringen, wird als eine Hauptursache der religiösen Wehrlosigkeit Europas genannt. Angesichts der aktuellen politischen Lage ist es kein Wunder, wenn dann eine Religion wie der Islam in dieses selbst verschuldete religiöse Vakuum vorstoßen kann. Die „Islamisierung Europas“ ist kein geflügeltes Wort, sondern bereits vielerorts eine reale Herausforderung geworden. Nur ein starkes und lebendiges Christentum könnte diese Strömung aufhalten.             

 

                Christen haben daher eine doppelte Aufgabe: Sie können dazu beitragen, dass christlicher Glaube wieder stärker ins Bewusstsein unserer säkularisierten Gesellschaft dringt. Und sie können helfen, dass Migranten erfahren und erleben, wie wertvoll der gelebte Glaube an Jesus Christus ist, so ferne sie den Mut haben, damit aufzutreten und sich nicht verstecken.

                                                                                             Ihr „Blickpunkt-2000– Team“

 

Jesus Christus spricht zu seinen Nachfolgern:

„Ihr seid das Salz der Erde. Wenn nun das Salz nicht mehr salzt, womit soll man salzen?  Es ist zu nichts nütze, als dass man es wegschüttet und lässt es von den Leuten zertreten.“  (Matth. 5,13)