Aktuell

 „Ich traue mich allein nicht mehr vor die Türe. Ich bin ein totales Wrack!“, gibt sie offen zu. Diese traumatisierte Frau war von mehreren Männern in der U-Bahn Station umzingelt und belästigt worden. Zum Glück holten Passanten rechtzeitig die Polizei.

Solche Berichte wie dieser über traumatische Ereignisse füllen immer mehr die Tageszeitungen. Gewalttaten, Bedrohung, Vandalismus und Diebstähle verunsichern uns. Es sind weniger die großen Coups, welche die Leute nerven, sondern vielmehr die Angst, man könnte selbst das nächste Opfer sein.

Wer oder was ist daran schuld, dass unsere Lebensumstände anscheinend immer unsicherer werden? Es sind vorwiegend drei Themen, welche die Österreicher derzeit beschäftigen: das Flüchtlingschaos, die Sorge um einen Arbeitsplatz und die Sicherheit.

Sicherheit ist ein Grundbedürfnis des Menschen. Es geht den Menschen gut, wenn sie sich sicher und wohl fühlen. Ein bekanntes hierarchisches Modell ist die sogenannte Bedürfnispyramide des amerikanischen Psychologen Abraham Maslow. In der untersten Stufe dieser Maslowschen Bedürfnispyramide befinden sich die physischen Grundbedürfnisse wie Essen, Trinken, Schlafen usw. Aber gleich in der zweiten Stufe erscheint die Sicherheit als psychisches Grundbedürfnis, das allen Menschen gemeinsam ist. Sicherheit bedeutet das Bedürfnis nach Fürsorge, Geborgenheit, Beschütztsein, soziale Einbettung, aber auch die Möglichkeit, Vorsorge zu  treffen für die persönliche Zukunft.

Die Sicherheit ist in vielen Gegenden der Welt durch Kriegshandlungen, Terror, Naturkatastrophen, Verfolgung mehr oder weniger stark bedroht. Die Ängste und Sicherheitsbedenken vieler Menschen hierzulande werden aktuell durch das Thema Migration beherrscht. Sind unsere Behörden einem plötzlichen Anstieg der Flüchtlingszahlen gewachsen? Trotz alledem gilt Österreich im Vergleich zu anderen Ländern noch als ein relativ sicheres Land. Und wir wünschen uns auch alle, dass das so bleiben möge!

Bibelleser erkennen, dass Sicherheit vor allem  ein Geschenk Gottes ist. Wer mit Gott eng verbunden ist, der weiß, dass nur von dort wahre Sicherheit kommt, sogar unter unsicheren Umständen. Als David, der später König in Israel wurde, vor seinem größten Feind, dem König Saul fliehen musste und nirgendwo seines Lebens sicher war, konnte er sich nur dem Schutz Gottes anbefehlen. Gerade in dieser Zeit der Bedrängnis machte er die wichtige Erfahrung, wie man mit Gott eine feste, freudige Ruhe erlangt:

 

„Ich liege und schlafe ganz mit Frieden; denn allein du, Herr, hilfst mir, dass ich sicher wohne!“ (Psalm 4, 9)

 

Ihr Blickpunkt-Team