Aktuell
21 Jan

Solidarität oder Nächstenliebe?

Schlagzeilen, die uns an der Mitmenschlichkeit verzweifeln lassen, sind heute alltäglich geworden. Zum Beispiel diese: Riesengeschäft für Schlepper. Die Flüchtlinge auf dem führungslosen Frachter „Ezadeem“ hatten bis zu 8.000 Dollar für ihre Überfahrt gezahlt. Laut verhaftetem Kapitän hatten die Besatzungsmitglieder stets das Gesicht verhüllt, bevor sie von der Brücke im türkischen Hafen verschwanden und das Schiff führungslos vor Italien im Meer treiben ließen. Auch Kinder und Schwangere wagten die lebensgefährliche Überfahrt. An Bord von alten Frachtern seien in den letzten drei Monaten 10.000 Flüchtlinge in Süditalien eingetroffen, berichtete die Tageszeitung „Corriere della Sera“.

Das ist ein Millionengeschäft. Aus jedem Flüchtling werden mehrere tausend Euro oder Dollar für den Transport auf See herausgepresst. Da lässt es sich ausrechnen, wie viel bei einem Schiff mit mehreren hundert Menschen zusammenkommt. Für die Schmuggler lohnt sich die Rechnung, wenn ein ohnehin bereits ausgemustertes Schiff ohne Crew und Treibstoff auf dem Meer zurückgelassen wird. Im Mittelmeer sterben jährlich tausende Flüchtlinge. 2014 sind weit mehr Flüchtlinge im Mittelmeer ertrunken als in den Jahren davor. Experten schätzen, das Geschäft des Menschenschmuggels sei mittlerweile lukrativer als der Drogenhandel. Die EU Grenzschutzagentur Frontex spricht daher von einem „neuen Grad der Grausamkeit“ von Seiten der Menschenschmuggler.

Natürlich wurde schon immer mit der Not der Menschen Geschäfte gemacht, doch dass man Menschen zu Tausenden in den wahrscheinlichen Tod schickt, nachdem man sie vorher ordentlich abkassiert hat, das ist ein  Zynismus ohnegleichen und das genaue Gegenteil von Nächstenliebe!

Grausamkeiten erleben wir heute in den täglichen Schlagzeilen: wie die Terroristen ihre Geiseln hinrichten, die Gräueltaten von ISIS, Boko Haram oder Taliban, die Terroranschläge in Paris oder wenn in den USA ein weißer Polizist einen unbewaffneten Farbigen erschießt und dafür noch freigesprochen wird. Doch bestimmte Formen der Grausamkeit gibt es auch hier, wenn zum Beispiel ein Mann in einem Fahrstuhl der U-Bahn zusammenbricht und sich stundenlang kein Mensch um ihn kümmert, bis es schließlich zu spät ist.

Wir waren hier in Westeuropa immer stolz auf Demokratie, humanitäre Hilfe und Solidarität mit Menschen, die aus Kriegsgebieten fliehen mussten. Doch wie es scheint wird es immer schwieriger, Hilfe und Mitgefühl zu mobilisieren. Nächstenliebe ist zur Mangelware geworden.

Jesus Christus warnte bereits in seiner Endzeitrede davor dass in dieser unserer Zeit die Mitmenschlichkeit rapide schwindet: „Weil die Ungerechtigkeit überhand nimmt, wird die Liebe in vielen erkalten !“ (Mt. 24,12) 
Welche Zukunftsaussichten haben wir da? Kann man gegensteuern? Damit wollen wir uns heute beschäftigen.

Ein gesegnetes neues Jahr wünscht unseren Lesern

18 Dez

Christentum im Gefahr

Weihnachten bedeutet: Christus der Retter ist da! Das Kind von Bethlehem wird in kunstvollen Weihnachtskrippen ausgestellt, die wir gerne in der Vorweihnachtszeit betrachten. Joseph, Maria, das Kind in der Futterkrippe und die Tiere dazu. Die Hirten knien anbetend davor und die Engel singen: „Ehre sei Gott in der Höhe!“ Doch die Bibel berichtet, dass diese Idylle von Anfang an bedroht war. Warum?

Gott sandte seinen Sohn in menschlicher Gestalt in diese Welt. Diese Menschwerdung Jesu war ein Teil des großen Erlösungsplanes. Der Mensch war noch im Paradies in Sünde gefallen und dadurch von Gott getrennt. Satan der Widersacher Gottes beanspruchte die Herrschaft über diese Erde und über die Menschheit. Aber Gott schlug durch seinen Sohn Jesus Christus endlich die rettende Brücke zur Versöhnung. Weil Jesus als Retter geboren wurde, ist Frieden mit Gott möglich für alle Menschen, die es wollen.

Gott sandte seinen Sohn in der Gestalt eines hilflosen Kindes in eine feindlich gesinnte Welt. Der Evangelist Johannes sagt dazu: „Er kam in sein Eigentum, aber die Seinen nahmen ihn nicht auf!“ (Joh. 1,11).

Satan, der Widersacher Gottes wollte die Menschen ewig in seiner Gefangenschaft halten und versuchte daher, den Erlösungsplan Gottes zu durchkreuzen, wo immer es möglich war.

Er erklärte dem göttlichen Kind von Bethlehem von Anfang an den Krieg. Durch den grausamen König Herodes ließ er alle männlichen Säuglinge in diesem Gebiet - schätzungsweise 2000 Babys - töten, im verzweifelten Bemühen, den Messias zu beseitigen. Aber Gott gab dem Vater Joseph in der Nacht einen Traum, sofort nach Ägypten zu fliehen. Dadurch wurde das Kind rechtzeitig außer Landes gebracht und wunderbar bewahrt. Nach einigen Jahren, als alle gestorben waren, die ihm nach dem Leben trachteten, kehrten Joseph, Maria und das Kind zurück und ließen sich in Nazareth nieder, wo Jesus Christus seine frühen Jahre verbrachte.

Der Kindermord von Bethlehem, der in der Schrift direkt nach der Geburt Jesu genannt wird, enthüllt die Tatsache, dass Jesus in eine Welt der Finsternis, der Angst, des Hasses und des Leidens hineingeboren wurde. Er musste von Anfang an viel Widerstand ertragen und seine Nachfolger müssen es bis heute. Dafür gibt es mehrere Gründe. Er ist anders als alle Menschen! Jesus Christus ist wahrer Gott und wahrer Mensch, die personifizierte Weisheit Gottes, die sich von der Weisheit dieser Welt erheblich unterscheidet. Er sagte von sich: „Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater, außer durch mich!“  Das bedeutet, dass Jesus Christus der einzige Weg ist der zu Gott führt!

Unzählige Menschen haben an ihn geglaubt und durch ihn die Hoffnung auf das ewige Leben empfangen. Aber noch mehr Menschen stoßen sich daran und leisten Widerstand! An Jesus Christus aber kommt niemand vorbei. Jeder Mensch muss sich persönlich für ihn und seine Nachfolge entscheiden!

Ein frohes Weihnachtsfest wünscht Ihnen

Das „Blickpunkt-Team“