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20 Okt

Psychische Hygiene

Vorwort

„Die Gedanken sind frei, wer kann sie erraten; sie fliehen vorbei, wie nächtliche Schatten. Kein Mensch kann sie wissen, kein Jäger erschießen mit Pulver und Blei. Die Gedanken sind frei!“
Dieses viel gesungene Lied wurde bereits 1780 auf Flugblättern verbreitet und der Text entspricht dem Gedankengut der Aufklärung. Man wollte sich von der geistigen Bevormundung der Herrschenden befreien!

Sind unsere Gedanken wirklich frei oder können sie zu einem Gefängnis werden? Können sie uns quälen und krank machen? Wie viele Menschen sind auf der Flucht vor ihrer eigenen Gedankenwelt, durch Alkohol, Drogen, Filme, Musik… Die Gedanken haben einen immensen Einfluss auf unser seelisches Gleichgewicht. Das Idealziel ist ein ausgeglichenes, stabiles Gemüt, das die täglichen Anforderungen bewältigen kann ohne aus dem Gleichgewicht zu fallen.

Aber ausgeglichene und stabile Menschen sind heute Mangelware geworden. Warum? Weil die Umweltfaktoren, die unsere Psyche schädigen ein besorgniserregendes Ausmaß angenommen haben. Die wenigsten Menschen leben noch im Einklang mit der Natur, sind einem Leben mit Gott entfremdet und übertreten daher die Naturgesetze für Seele und Geist. Unser psychisches Wohlbefinden ist nämlich genauso Gesetzmäßigkeiten unterworfen wie die körperliche Gesundheit.

Wir leben in Großstädten mit Lärm, viel Getriebe und Menschenansammlungen. Wir werden im Straßenverkehr durch Hast und Eile getrieben, durch Massenmedien  und Reklame einer Reizüberflutung ausgesetzt wie keine Generation zuvor! Die Arbeitswelt mit ihrem Leistungsdruck und häufig mit Monotonie verbunden führt in eine seelische Verarmung. Wir werden krank durch Tempo und Zeitdruck. Dauernde Hast verstrickt in ein Netz von Unsicherheit. Zum ruhigen Überlegen und Nachdenken kommt man ja nicht mehr.
Andauernde Hektik und Stress führen zu Konzentrationsstörungen. Mehr als die Hälfte aller Verkehrsunfälle geht auf psychisches Versagen zurück. Aber nicht nur der Straßenverkehr ist gefährlich geworden, auch die Arbeitswelt. Menschen werden durch Termindruck, Leistungsdruck und Hetze reaktionsgestört, ausgelaugt oder übererregbar. Durch Aufputschmittel, Drogen oder Alkohol versucht man die seelischen Defizite auszugleichen. Viele leiden unter Angststörungen und Panikattacken, ein vermehrtes Problem unserer Zeit.

Wie wichtig wäre gerade hier der Ausgleich durch ein Bemühen um ein seelisch gesünderes Dasein!
Psychohygiene bedeutet, an der seelischer Gesundheit zu arbeiten. Dazu gehören alle Maßnahmen die zur Erhaltung und Verbesserung des seelischen Gleichgewichtes beitragen. Vieles können wir selber tun, wenn wir solche Bewältigungsstrategien erlernen und bewusst anwenden. Auch die Bibel enthält viele wertvolle Hinweise, denn das Ziel ist eine gesunde Normalität und innere Stärke. Wer einen christlichen Charakter ausbilden will, muss sich um Ausgeglichenheit bemühen und das Wort Gottes leistet dazu Hilfestellung.

Ihr Blickpunkt2000 

 

 

29 Sep

Warum heute noch Krieg

Krisen; Kriege, Katastrophen. Unsere Tagesthemen sind gleichzeitig von drei Konfliktherden beherrscht. Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS), die im Nordirak Jesiden und Christen systematisch vertreiben und ausrotten. Tausende Menschen mussten sich ohne Wasser und Nahrung auf das Sindschar-Gebirge flüchten, wo viele Menschen, besonders Alte und Kinder bei 45 Grad Hitze umgekommen sind. Hilfsgüter wurden abgeworfen, viele konnten sich durch einen Korridor inzwischen auf sicheres Kurdengebiet retten. Niemand weiß aber, wie es auf die Dauer weiter gehen soll, denn die IS Terroristen verfolgen und töten alle, die nicht so glauben und leben wie sie.

Die Situation zwischen Israeli und Palästinensern ist seit Jahrzehnten schon verfahren. Die einen schießen immer wieder Raketen nach Israel, die anderen antworten mit Bombenangriffen, die unverhältnismäßig viele Opfer fordern. Bei den Bombardierungen wurden fast 2000 Palästinenser getötet, meist Zivilisten. Waffenruhen halten nicht lange, die Forderungen beider Seiten werden von der jeweils anderen Partei nicht akzeptiert. Kein dauerhafter Friede in Aussicht.

Der bewaffnete Konflikt in der Ostukraine dauert ebenfalls schon lange an. Prorussische Separatisten befinden sich im Kampf mit der westlich orientierten ukrainischen Regierung. Seit der Annektierung der Krim fürchtet man sich, dass es zu einem Eingreifen Russlands kommen könnte.
Die zwei großen Städte Doniezk und Lugansk sind unter Dauerbeschuss. Todesopfer in der Zivilbevölkerung und Schäden an der zivilen Infrastruktur werden der jeweiligen Gegenseite angelastet.

Der Schrei „es ist Krieg!“ tönt also aus allen Himmelrichtungen Konflikte mit militärischen Mitteln auszutragen, scheint die einfachste Lösung zu sein. Diese drei aktuellen kriegerischen Konflikte sind ein Beispiel dafür, dass die Kriege niemals aufhören. Jeder dieser Konflikte hätte das Potential, einen dritten Weltkrieg auszulösen.

Doch den möchten wir uns lieber gar nicht vorstellen. Es wäre viel bequemer, sich die zukünftige Entwicklung unserer modernen Welt ohne die durch Krieg ausgelösten Umwälzungen vorzustellen. Leider aber ist Krieg zu jeder Zeit die traurige Realität für die Menschheit gewesen, genauso wie es Jesus prophezeite: „Ihr werden hören Kriege und das Geschrei von Kriegen, aber das ist noch nicht das Ende…!“ (Matth. 24,6)

Was also haben wir in Zukunft zu erwarten? Einen großen Weltkrieg, viele lokale Kriege oder eine lange Friedenszeit, von Menschen geschaffen? Die biblische Prophetie gibt Antwort auf solche Fragen, denn Gott im Himmel kennt die Zukunft und das Ende.

Ihr Blickpunkt2000 Team