Aktuell
14 Jul

Wenn das alles soll geschehen

Vorwort

Gesellschaft und Kirchen sind in Turbulenzen geraten. Die Welt wird zusehends zügelloser, immer neue Konflikte brechen auf. Große Veränderungen gehen in der Welt vor sich – wohin führen diese Entwicklungen, die uns allen nichts Gutes verheißen? Die Welt steht am Rande einer gewaltigen Krise. Apokalyptische Ängste greifen um sich. Wer kann das Geschehen in der Zeit deuten?

Jesus spricht vom Ende. Täglich treten uns Erscheinungen vor Augen, die man als endzeitlich bezeichnen muss. Viele bewegt die Frage: Wie erkenne ich die Zeichen der Zeit? Wann kommt das Ende der Welt? Schon die Jünger Jesu wollten mehr darüber wissen. Jesus antwortete ihnen mit der bekannten Endzeitrede. Die Evangelisten Matthäus, Markus und Lukas berichten weithin übereinstimmend, was Jesus über das Ende der Welt lehrte. Er zeichnete ein anschauliches Bild von dem, was auf uns zukommt.

Die Endzeitrede Jesu dreht sich in erster Linie um die Zerstörung Jerusalems. Für die Jünger war die Zerstörung des Tempels gleich bedeutend mit dem Ende der Welt. Doch diese Prophezeiungen können zweidimensional angewendet werden, für die Juden damals und ebenso für die Menschen der letzten Generationen auf Erden. Der Untergang Jerusalems – ein Vorbild für die Zerstörung am Ende dieser Weltzeit!

Indem er auf die letzte Generation vorausblickte, sah Jesus die Welt befallen von einer gewaltigen Täuschung, ähnlich der, die zur Zerstörung Jerusalems 70 n. Chr. durch die Römer führen sollte. Diese Zerstörung der heiligen Stadt war ein Strafgericht Gottes. Die große Sünde der damaligen Israeliten war die Verwerfung des Messias Jesus Christus, das große Vergehen der christlichen Welt am Ende wäre die Verwerfung der Gebote Gottes, die die Grundlage seiner Herrschaft sind.

Aus der „Jüdischen Geschichte“ von Josephus Flavius kann man ersehen, dass es wachsende Spannungen und wiederholte Aufstände gegen die römische Besatzungsmacht gab. Diese gipfelten in der Belagerung der Hauptstadt Jerusalem, deren religiöse und militärische Führer durch Unglauben und Empörung ihren Untergang besiegelten. Schließlich eroberten die Römer unter Kaiser Titus die Stadt. Sie zerstörten zuerst den kostbaren Tempel, das Nationalheiligtum, dann folgte ein schreckliches Blutbad unter den Bewohnern und zuletzt tobte ein gewaltiger Feuersturm durch die Straßen. Jerusalems. Die stolze Stadt wurde dem Erdboden gleich gemacht. Ihre Bewohner wurden Großteils niedergemetzelt, eine große Zahl in die Sklaverei verschleppt und der Rest ins Exil vertrieben. 

Das Erstaunliche dabei ist, dass in diesem Inferno kein einziger Christ ums Leben kam! Sie beherzigten alle die Warnung Jesu: „Wenn ihr sehen werdet den Gräuel der Verwüstung an heiliger Stätte, so fliehet!“ Während einer Belagerungspause gelang es ihnen, die Stadt unbehelligt zu verlassen, in ein sicheres Gelände zu fliehen und sie waren gerettet.

Wer Jesus  und seinem Wort vertraut, kann dem Verderben auf dieser Welt entfliehen! Wir wollen heute über die Botschaft der Endzeitreden Jesu angesichts der heutigen Weltlage nachdenken.

Ihr „Blickpunkt-2000“ Team

 

 

30 Jun

Die Ich-Gesellschaft und ihre Schattenseiten

Vorwort

Egoistische Partner, überhebliche Arbeitskollegen, eitle Medienstars und Menschen, die ausnahmslos von sich selbst überzeugt sind begegnen uns ständig. Als Einzelerscheinung hat es sie immer gegeben. Doch Narzissmus und Egozentrik sind heute nicht mehr nur ein individuelles Problem. Die gesellschaftlichen Entwicklungen heute fördern scheinbar die Entstehung solcher Persönlichkeitseigenschaften. So meint ein bekannter Psychotherapeut: „Der typische Narzisst, selbstbezogen und rücksichtslos, erfüllt vorzüglich die Bedingungen, die in der Wirtschaft gefragt sind und hat alle Chancen Karriere zu machen!“
Das mag der Grund dafür sein, das der Narzissmus nach Ansicht von Experten in unserer Gesellschaft immer größere Ausmaße angenommen hat. Viele Historiker, Gesellschaftsanalytiker und Soziologen sprechen von einer rasanten Zunahme der Egozentriker in unserer Zeit. „Der Narzissmus hat zugenommen wie die Fettsucht!“

Die Gründe für diese zunehmende Ich-Zentrierung können im Wesentlichen in geänderten Moralvorstellungen und Wertehaltungen gesucht werden. Als Christen sagen wir, es ist die Folge zunehmender Gottlosigkeit. Niemand kann übersehen, dass ehemalige Tugenden wie Zurückhaltung, Bescheidenheit, Genügsamkeit und Hilfsbereitschaft heute keine große Rolle mehr spielen, ja zum Teil als „Schwäche“ angesehen werden. Der Mensch, das Selbst, das Ich und die eigenen Bedürfnisse sind in den Mittelpunkt getreten. Die neuen Ideale heißen vor allem Selbstsicherheit, Konsum und Selbstbezug. „Cool sein“, besonders in der Sprache der Jugend spielt dieses Wort eine bedeutende Rolle. Cool sein ist alles, was Vergnügen bereitet, was befriedigt, sich über andere hinwegsetzt. Wir bewundern nicht mehr den verständnisvollen, anteilnehmenden, mitleidenden, sondern vielmehr den abgebrühten, distanzierten, unberührbaren Menschen.

Diese Kultivierung der Selbstverwirklichung hat eine kaum mehr kontrollierbare Eigendynamik in Gang gesetzt, die sich im Rückgang der Geburtenrate, in vielen Ehescheidungen, in der Zunahme von Single-Haushalten, im verschärftem Gewinnstreben, im bedingungslosen Glauben an Leistung und Wachstum zeigt. Nicht zuletzt ist die Krise der Finanzmärkte eine Folge der narzisstischen Epidemie unter einem Heer von Börsenhaien, Spekulanten, Managern und Spitzenbankern. Rücksichtsloses Profitstreben und grenzenlose Gier sind Ausdruck einer narzisstisch schwer gestörten Gesellschaftsschicht. Die Kehrseite ist das Massenelend, das sie hinterlassen. Spekulanten treiben Lebensmittelpreise in die Höhe, auch wenn Zehntausende deswegen verhungern…...

Die Bibel hat bereits vor 2000 Jahren den vorherrschenden Menschentyp der Endzeit beschrieben:
„Das sollst du aber wissen, dass in den letzten Tagen werden gräuliche Zeiten kommen. Denn es werden Menschen sein, die viel von sich halten, geizig, ruhmsüchtig, stolz, Lästerer, den Eltern ungehorsam, undankbar, lieblos, unversöhnlich, Verleumder, … wild, ungütig, Verräter, Frevler, aufgeblasen, sie lieben mehr die Lüste als Gott.“   (2. Tim. 3,1-4)

Im Ernst: Möchten Sie wirklich einen solchen Menschentyp verkörpern oder auf solche Menschen angewiesen sein? Gott zeigt  einen viel besseren Weg.          

Ihr „Blickpunkt-“- Team