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23 Apr

Geht nicht unter

Gibt es Menschen, die immun gegen das Schicksal sind? In der Vergangenheit konzentrierten sich Gesundheitsexperten fast ausschließlich auf die negativen Folgen von traumatischen Erlebnissen, schlimmen Kindheitserfahrungen und zerrütteten Familien. In den letzten Jahrzehnten hat sich aber die Blickrichtung geändert. Immer mehr Studien belegen: Menschen sind keine Marionetten des Schicksals! Viele entwickeln sich gut und positiv– trotz oder gerade wegen widriger Umstände.

Eine Frau muss nach langjähriger Ehe die Scheidung verkraften. Ein Kind wird von den Eltern vernachlässigt und misshandelt. Ein 55-jähriger bekommt von seinem Arbeitgeber die Kündigung. Eine Familie verliert bei einer Naturkatastrophe ihren gesamten Besitz. Die meisten Menschen sind zu irgendeinem Zeitpunkt ihres Lebens mit schwierigen oder bedrohlichen Situationen konfrontiert. Doch nicht jeder bewältigt sie auf die gleiche Weise.        

Manche leiden so sehr unter dem belastenden Geschehen, dass sie aus der Balance geraten und eben diese über lange Zeit nicht mehr finden. Oftmals überschattet das Erlittene ihr Leben dauerhaft.             

Andere arrangieren sich nach einer gewissen Zeit mit dem Leben nach der Katastrophe und wirken wieder stabil. Doch irgendwann entwickeln sie chronische Krankheiten, leiden unter Depressionen, Migräneattacken oder Schlaflosigkeit. Die schrecklichen Ereignisse fordern einen späten Tribut.

Und dann gibt es noch eine dritte Gruppe: Diese Menschen wirken auf seltsame Weise immun gegen die Angriffe des Schicksals, sie bleiben seelisch und körperlich gesund, obwohl ihre Lebensbedingungen alles andere als einfach sind. Wie kann das sein?

Das Zauberwort heißt „Resilienz“. Zunehmend interessieren sich Forscher für jene Menschen, die an seelischen Belastungen nicht zerbrechen, sondern sogar noch daran wachsen.

Was macht eigentlich den krisenfesten Menschen aus? Was unterscheidet resiliente Menschen von anderen? Da gibt es wesentliche Einflussfaktoren, die Krisenfestigkeit beeinflussen wie persönliche Eigenschaften, Umwelteinflüsse, Unterstützung durch Familie, Gemeinschaft oder die eigene Kultur. Letztlich spielt auch der Glaube an Gott eine wesentliche Rolle, wenn es darum geht den Lebensstürmen stand zu halten, ihnen sogar einen Sinn abzugewinnen und persönlich noch daran zu wachsen. In der Bibel finden wir viele wertvolle Hinweise darauf.

Ihr „Blickpunkt“ - Team. 

11 Jan

Ehe für alle?

Wenn wir die Entwicklung der Familie in Westeuropa ansehen, dann stellen wir fest, das sie sich im 20. Jahrhundert sehr verändert hat. So hat sich vor allem in der 2. Hälfte  die durchschnittliche Haushaltsgröße stark verringert und auf die „Kern-familie“, die Eltern-Kind-Gruppe beschränkt. Eltern und Verwandte leben heute in der Regel in unterschiedlichen Haushalten.

Auch die Kinderzahlen sind stark zurückgegangen. Heute beträgt die durchschnittliche Anzahl der Kinder 1,7 pro Paar in Österreich, das ist zu wenig um die Anzahl der Elterngeneration aufrecht zu erhalten.

Mit der Zeit wurde weniger geheiratet und die Ehen wurden instabiler. Die Ehescheidungen stiegen immer mehr an, von 15,1 Prozent im Jahr 1955 auf 40,45 Prozent im Jahr 2016. Bei den unverheirateten Paaren ist das Risiko einer Trennung noch um 50 Prozent höher als bei den Verheirateten. Doch die moderne Kleinfamilie ist immer noch die dominante Familienform.

Inzwischen sind die Familienkonstellationen vielfältiger geworden. Mit dem Aufkommen der Gender-Ideologie und der Homo-Agenda um die Jahrtausendwende  kamen zu den „Patchwork-Familien“ noch die „Regenbogen-Familien“ gleichgeschlechtlicher Paar auf, die zunächst um „eingetragene Partnerschaften“ und dann um die Adoption von Kindern kämpften.  

Doch nun gibt es in diesen Entwicklungen einen neuen Höhepunkt, nämlich die „Ehe für alle!“

Das wirft viele Fragen auf. Denn vom Beginn der Menschheitsgeschichte an, durch die Jahrtausende hindurch  wurde die Ehe immer als Lebensgemeinschaft von Mann und Frau verstanden, mit dem Zweck Nachwuchs hervorzubringen und aufzuziehen. Da geht es um biologische Tatsachen. Natürlich gab es auch immer gleichgeschlechtliche Beziehungen, doch sie wurden nie als „Ehe“ deklariert und haben daher auch nicht den rechtlichen Rahmen und Schutz beansprucht.

Die Bibel erinnert daran, dass: die Ehe von Gott im Paradies gestiftet wurde. Er schuf die ersten beiden Menschen als Mann und Frau „zum Bilde Gottes“. (Genesis 1,27). Diese beiden Erscheinungsformen des Menschen finden wir bis heute in dieser Welt. Die Ehe als lebenslange Verbindung von Mann und Frau ist von Gott gewollt und aufgrund ihres besonderen Wesens anders zu behandeln als alle anderen Formen des Zusammenlebens. Auch Gesetzgeber, Staat und Gesellschaft sind gut beraten, sich an solche Tatsachen zu halten.             Ideologisch eingefärbte Argumentationen können nichts an der göttlichen Schöpfungsordnung ändern. Vater, Mutter, Kinder – das ist immer noch die beste und erfolgreichste Familienstruktur!

                                   Ein gutes neues Jahr 2018

                                  Ihr BP-Team