Aktuell
19 Feb

Leben mit Vergänglichkeit

 Ein Blick auf den Kalender erinnert uns daran, dass wir uns der sogenannten „stillsten Zeit des Jahres“ nähern. Spätestens am 31. Dezember besinnen wir uns darauf, dass wieder ein Jahr entschwindet, um nie mehr zurückzukehren. Denn wie heißt es so schön? „Dreifach ist der Schritt der Zeit: Zögernd kommt die Zukunft hergezogen, pfeilschnell ist das Jetzt verflogen, ewig still steht die Vergangenheit“ (Friedrich v. Schiller). Wir sind wieder ein Jahr älter geworden, manches  hat sich verändert, vieles ist geschehen und nicht mehr zu ändern.

 

Dichter und Denker haben sich seit der Antike Gedanken gemacht über die Vergänglichkeit: „Entstehen und Vergehen, das ist das Gesetz der Welt!“ (Publius Syrus) So ein Jahresende soll eine gute Stunde der Einkehr sein.  Ob wir die rechte Stille dazu finden? Wir ersticken zwar im Konsum, doch Stille und Besinnung sind Mangelware geworden. Viele gehen mit Lärm und Ausgelassenheit in ein neues Jahr. Die Sektkorken knallen und die Party rollt, aber ist das nicht ein Verdrängen um sich nicht mit der Sinnhaftigkeit seines Lebens auseinandersetzen zu müssen? Doch das Vergnügen ist nur kurzfristig, langfristig erweisen sie sich als Verlierer.

 

Ungewiss liegen die Tage des neuen Jahres vor uns. Niemand weiß, was das Schicksal bereit hält.

Wir werden Entscheidungen zu treffen haben. Wir müssen wissen, was wir tun sollen im Beruf, im Privatleben, in der Familie. Fehlentscheidungen ziehen Leid, Sorgen und Unkosten nach sich. Deshalb brauchen wir Weisung an jeder neuen Kreuzung: Welchen Weg sollen wir denn nun wählen?

 

So eine Stunde der Besinnung ist wie ein Meilenstein auf der Straße des Lebens. „Wir gehen dahin und wandern von einem Jahr zum andern,“ so spricht der Liederdichter Paul Gerhardt. Dabei wird uns spätestens in den höheren Jahrzehnten des Lebens bewusst, dass das nicht bis ins Unendliche so weiter geht. Eines Tages ist die Reise zu Ende, für manche viel zu bald. Sollte der Tod das einzige Ziel unserer Lebensreise sein und damit den Sinn unseres Lebens erschöpfen? Und wie fällt die Bilanz unserer Lebensspanne aus, die uns gewährt wurde? Können wir damit zufrieden sein?

 

Der Liederdichter gibt zu bedenken: „Ein Tag, der sagt dem andern, mein Leben sei ein Wandern, zur großen Ewigkeit!“ Als Christ hatte er ein Ziel vor Augen. Ohne Ziel versinkt unser Dasein schließlich in der anonymen Masse der Unbedeutendheit oder im Abfallhaufen der Geschichte.

 

Doch die gute Nachricht ist, dass wir auf unserer Lebensspanne, die uns bemessen ist, nicht selbst überlassen sind. Wir  können uns einen himmlischen Begleiter wählen und ihm folgen. Er kennt unser Lebensziel und hilft uns dabei, es zu erreichen. Für alle die ihn lieben und auf ihn hören gilt:

„Siehe ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende!“ (Matth.24,20)

 

Von guten Mächten wunderbar geborgen erwarten wir getrost, was kommen mag:

Gott ist mit uns am Abend und am Morgen und ganz gewiss an jedem neuen Tag.

 

Dietrich Bonhoeffer

13 Feb

Die Welt im Chaos

Der verstorbene Bundeskanzler Bruno Kreisky sagte vor Jahren gegenüber einem jüngeren Gesprächspartner: „Wir sind die letzte Generation, die noch im Selbstverständnis der Zehn Gebote aufgewachsen ist, ganz gleich, ob Christ oder Jude. Wer in der zweiten Jahrhunderthälfte geboren worden ist, hört von den Eltern und in der Schule immer weniger von diesen Grundregeln menschlichen Verhaltens. Wir gehen einem heidnischen Zeitalter entgegen!“


Der Dekalog, die Zehn Gebote Gottes, bildeten in der Vergangenheit die Grundlage, ja das moralische Rückgrat jeder staatlichen und gesellschaftlichen Ordnung. Ohne diesen geistlichen Kompass macht jeder was er will und das Chaos ist die Folge. Natürlich wimmelt es in der Menschheitsgeschichte nur so von Verstößen gegen die Zehn Gebote. Aber zumindest im Prinzip wurden sie von den Menschen anerkannt. Das hat sich heute in der westlichen Welt geändert. Gott wurde aus dem öffentlichen Leben entfernt und zur Privatsache erklärt. Seine Gesetze wollen viele nicht mehr anerkennen bzw.sie sind schon den meisten völlig unbekannt.


Auch die Kirchen, die eigentlich dafür zuständig sind, den Menschen den Willen Gottes zu vermitteln, haben die Zehn Gebote mehr oder weniger in den Hintergrund gedrängt und passen sich immer mehr dem vorherrschenden Zeitgeist an.
Doch niemand bedenkt, welche Folgen das für den Menschen und diese Welt hat. Die Bibel spricht eine schwer wiegende Warnung aus: „Die Erde verdorrt und zerfällt, die Welt vergeht und zerfällt und mit der Erde vergeht auch der Himmel. Die Menschen haben die Erde entweiht, sie haben Gottes Gebote übertreten und sein Gesetz missachtet… Darum vernichtet der Fluch die Erde und die Menschen müssen büßen für ihre Schuld. Sie schwinden dahin.... (Jesaja 24, 4-6)


Ein Blick in die Nachrichten zeigt, dass Chaos und Konflikte auf unserem Globus zunehmen. Die Proteste in Thailand und in der Ukraine, der unendliche Bürgerkrieg in Syrien, die vielen blutigen Zusammenstöße in Ägypten und im Irak, Zentralafrika und der Sudan, wo marodierende Banden die Bevölkerung terrorisieren und vertreiben. So viele Konflikte zur selben Zeit! Auch die einheimische Bevölkerung hat immer mehr unter Kriminalität zu leiden. Es scheint als würde diese Welt immer mehr aus den Fugen geraten.
Aber es gibt nur einen Weg diese Welt zu verbessern, nämlich zurück zu den Geboten Gottes!