Aktuell
10 Mär

Sicherheit in einer unsicheren Welt

 „Ich traue mich allein nicht mehr vor die Türe. Ich bin ein totales Wrack!“, gibt sie offen zu. Diese traumatisierte Frau war von mehreren Männern in der U-Bahn Station umzingelt und belästigt worden. Zum Glück holten Passanten rechtzeitig die Polizei.

Solche Berichte wie dieser über traumatische Ereignisse füllen immer mehr die Tageszeitungen. Gewalttaten, Bedrohung, Vandalismus und Diebstähle verunsichern uns. Es sind weniger die großen Coups, welche die Leute nerven, sondern vielmehr die Angst, man könnte selbst das nächste Opfer sein.

Wer oder was ist daran schuld, dass unsere Lebensumstände anscheinend immer unsicherer werden? Es sind vorwiegend drei Themen, welche die Österreicher derzeit beschäftigen: das Flüchtlingschaos, die Sorge um einen Arbeitsplatz und die Sicherheit.

Sicherheit ist ein Grundbedürfnis des Menschen. Es geht den Menschen gut, wenn sie sich sicher und wohl fühlen. Ein bekanntes hierarchisches Modell ist die sogenannte Bedürfnispyramide des amerikanischen Psychologen Abraham Maslow. In der untersten Stufe dieser Maslowschen Bedürfnispyramide befinden sich die physischen Grundbedürfnisse wie Essen, Trinken, Schlafen usw. Aber gleich in der zweiten Stufe erscheint die Sicherheit als psychisches Grundbedürfnis, das allen Menschen gemeinsam ist. Sicherheit bedeutet das Bedürfnis nach Fürsorge, Geborgenheit, Beschütztsein, soziale Einbettung, aber auch die Möglichkeit, Vorsorge zu  treffen für die persönliche Zukunft.

Die Sicherheit ist in vielen Gegenden der Welt durch Kriegshandlungen, Terror, Naturkatastrophen, Verfolgung mehr oder weniger stark bedroht. Die Ängste und Sicherheitsbedenken vieler Menschen hierzulande werden aktuell durch das Thema Migration beherrscht. Sind unsere Behörden einem plötzlichen Anstieg der Flüchtlingszahlen gewachsen? Trotz alledem gilt Österreich im Vergleich zu anderen Ländern noch als ein relativ sicheres Land. Und wir wünschen uns auch alle, dass das so bleiben möge!

Bibelleser erkennen, dass Sicherheit vor allem  ein Geschenk Gottes ist. Wer mit Gott eng verbunden ist, der weiß, dass nur von dort wahre Sicherheit kommt, sogar unter unsicheren Umständen. Als David, der später König in Israel wurde, vor seinem größten Feind, dem König Saul fliehen musste und nirgendwo seines Lebens sicher war, konnte er sich nur dem Schutz Gottes anbefehlen. Gerade in dieser Zeit der Bedrängnis machte er die wichtige Erfahrung, wie man mit Gott eine feste, freudige Ruhe erlangt:

 

„Ich liege und schlafe ganz mit Frieden; denn allein du, Herr, hilfst mir, dass ich sicher wohne!“ (Psalm 4, 9)

 

Ihr Blickpunkt-Team

 

17 Dez

Dunkle Wolken am Horizont

Die neueste Studie der Statistik Austria zeigt auf: Uns geht´s gut, aber wir haben Angst vor der Zukunft. Das Ergebnis der Studie besagt, dass die Lebensqualität in Österreich noch hoch ist, aber Wachstum, Einkommen und Konsum gehen zurück. Die wirtschaftliche Dynamik hat in den letzten drei Jahren nachgelassen.

 

Die guten Nachrichten der Studie sind: Die Armutsgefährdung ist im internationalen Vergleich (noch) gering und der Anteil erneuerbarer Energien stieg seit 2005 stetig an. Auf der anderen Seite zeigt sich ein weniger schönes Bild: Die verfügbaren Haushaltseinkommen pro Kopf gingen nach einem deutlichen Rückgang 2013/2014 nochmals leicht zurück. In den letzten 20 Jahren entwickelte sich auch der Konsum der Haushalte schwächer. Und der Anteil für Wohnen und Heizung an den Haushaltsabgaben hat sich in Österreich seit 1976 fast verdoppelt. Die Preisspirale, die ständig und unaufhaltsam nach oben geht, wird leider voraussichtlich auch die Steuerreform 2016 ziemlich wirkungslos machen.

 

Und es gibt noch andere Dinge, die uns Sorgen bereiten, etwa ob der Lebensstandard zu halten ist, den wir gewohnt sind. Da kommen die Flüchtlingsströme, die nicht enden wollen und die eine Reihe von Problemen nach sich ziehen wie eine Überlastung der Sozialsysteme, verschärfte Konkurrenz am Arbeits– und Wohnungsmarkt und vermehrte gesellschaftliche Konflikte.

 

Nein, eine rosige Zukunft sieht anders aus. Wie aber sollen wir damit umgehen? Sollen wir den Kopf in den Sand stecken, wie dieser gut situierte Angestellte der  sagte: „Hauptsache, mir geht´s gut und mein Gehalt kommt pünktlich. Alles andere ist mir „wurscht!“ Er könnte eines Tages vor dem Abgrund stehen. Es gibt für die Wenigsten eine Garantie, dass es so bleibt. Sollen wir in Depressionen verfallen oder noch alles zusammenraffen, was sich an Möglichkeiten bietet? Das wäre kein vorausschauendes Verhalten. Am besten ist, die Realität zur Kenntnis zu nehmen und so gut wie möglich Vorsorge zu treffen: Was mache ich wenn….?

 

Vieles ist im Umbruch in unserem Land und in Europa. Wir sind verunsichert, besorgt, haben Angst um die Zukunft unserer Kinder. Die Probleme, die wir hier bekommen werden, wird es aber auf der ganzen Welt geben. Die ganze Welt ist im Umbruch und treibt auf eine Krise zu.

 

Fest steht: Wer in guten Zeiten immer mit Gott gerechnet hat, wird das auch in schlechten Zeiten tun. Gottvertrauen gibt uns immer einen Boden unter den Füßen, auch wenn alles andere ins Wanken gerät. Gott hat Himmel und Erde geschaffen und hält alles in seiner Hand. Er wird am Ende Sieger sein. Daher dürfen wir uns auch in unseren Ängsten und Unsicherheiten an ihn wenden und mit seinen Zusagen in der Heiligen Schrift durch das neue Jahr gehen.

 

In diesem Sinne wünschen wir unseren Lesern ein gesegnetes Jahr 2016

Ihr „Blickpunkt-Team“.

 

Wer unter dem Schirm des Höchsten sitzt und unter dem Schatten des Allmächtigen bleibt, der spricht zu dem Herrn: Meine Zuversicht und meine Burg, mein Gott, auf den ich hoffe!“    Psalm 91, 1.2.