Aktuell
04 Nov

Europa und die fremde Flut

Informationsveranstaltung in einem kleineren Ort in Niederösterreich. Es geht um Containerdörfer für Flüchtlinge. Die Atmosphäre im Saal ist aufgeheizt. Die Meldungen aus dem Publikum drücken Besorgnis, Angst, Unsicherheit und Zorn aus. Viele fragen: Was für Flüchtlinge kommen? Was ist mit Flüchtlingen, die ohne Papiere kommen? Wo ist die Obergrenze der aufzunehmenden Asylwerber? Wer bezahlt das? Was passiert, wenn sie einbrechen oder stehlen, denn Flüchtlinge bezahlen ja keinen Schadenersatz. Wo nehmen wir die vielen Wohnungen her? Wie lange bleibt ein Asylwerber?

 

Die Verantwortlichen versuchen die Bürger zu beruhigen, indem sie versichern dass ständig eine Betreuungsperson im Containerdorf anwesend sein wird, dass die Polizei vermehrt patrouilliert, dass es klare Regeln und Richtlinien gibt, an die sich Asylwerber halten müssen. Integration muss von dem passieren, der kommt. Trotzdem sind die Leute sehr beunruhigt. Wer garantiert Sicherheit für unsere Kinder? Können sich Frauen nach dem Anbruch der Dunkelheit noch aus dem Haus wagen? Warum ist Geld da für Asylanten, aber nicht für unsere Obdachlosen?

 

Ganz vereinzelt kam auch einmal die Frage: Wie kann man sinnvoll helfen und unterstützen? 

An der Flüchtlingsfrage scheiden sich eben die Geister: Die Einen, die den Neuankömmlingen sehr ablehnend gegenüberstehen. Sie befürchten, dass ganze Horden von jungen Männern mit Gewaltpotential uns überlaufen und einen Krieg vor unserer Haustüre entfachen. Diese Befürchtung ist nicht ganz zu Unrecht; Terror, heiliger Krieg und islamische Expansion würden Frieden und Sicherheit hier beenden und das will niemand. Krisen, die gestern weit weg waren, rücken  heran und entfalten ihre Auswirkungen in unserer Nähe.

 

Aber da gibt es noch die andere Seite. Viele flüchten, weil ihre Stadt, ihr Dorf zerstört, Angehörige getötet und das eigene Leben bedroht wurde. Sie können seit Jahren kein normales Leben mehr führen. Sie flüchteten zuerst in die Nachbarländer. Aber der Krieg dauert schon vier Jahre und damit schwindet die Hoffnung auf Rückkehr oder irgendwelche Lebensperspektiven. Sie sehnen sich nur nach Sicherheit, nach Normalität und dass die Kinder wieder eine Schule besuchen können! Viele sind schwer traumatisiert, sie wurden beschossen, überfallen, mussten um ihr Leben laufen, fuhren in Todesangst im überfüllten Boot über das Mittelmeer. Was sie brauchen ist Ruhe und freundliches Entgegenkommen und vor allem Menschen, die ihnen zuhören.

 

Ja, die Flüchtlingsfrage polarisiert. Am Anfang gab es sehr viele Helfer und Ehrenamtliche, doch je länger der Flüchtlingsstrom andauert, desto mehr kippt die Stimmung. Wie auch immer, als Christen folgen wir dem Beispiel Jesu Christi und er stellte die goldene Regel auf: „Alles, was ihr wollt, dass euch die Leute tun sollen, das tut ihr ihnen auch!“ (Matthäus 7, 12.)

10 Sep

Krisenvorsorge - Luxus oder Notwendigkeit

Europa kommt aus der Dauerkrise nicht heraus. Eine Krise jagt die andere. Seit 2009 haben wir eine Euro-Krise, die eigentlich die Aspekte einer Schuldenkrise, Bankenkrise und Finanzkrise in sich vereint. Ein begünstigender Faktor für das Eskalieren der Euro-Krise war die weltweite Finanzkrise seit 2007, die als Immobilienkrise in den USA begann und die sich zu einer weltweiten Bankenkrise ausweitete.

Das Dauerthema Griechenland „Grexit“ zeigt, dass die Krise noch nicht vorbei ist. Im Gegenteil, wir haben  eine schwächelnde Wirtschaft und immer höhere Arbeitslosenzahlen. Und nun kommt noch die Flüchtlingskrise dazu, die täglich tausende Menschen aus den Kriegsgebieten im Nahen Osten und aus Afrika nach Europa treibt, mit all ihren hässlichen Begleiterscheinungen wie  Schlepperunwesen, viele Tote im Mittelmeer und den Problemen der Unterbringung. Die Politik reagiert zu langsam und steht diesem Ansturm scheinbar ratlos gegenüber.

Niemand weiß wie das alles enden wird, man weiß jedoch aus der Vergangenheit dass unvorhergesehene und auch schreckliche Ereignisse plötzlich hereinbrechen können. Die Hinweise mehren sich, dass auch das weltweite Finanzsystem irgendwann zu seinem Ende kommt. Dann wird es auch in Europa zu einem enormen Wohlstandsverlust kommen mit existentiellen Versorgungsproblemen.

 Alles Schwarzmalerei? Bibelleser wissen, dass sie in der heutigen Zeit nicht mehr auf bessere Zeiten hoffen können, im Gegenteil. Der göttliche Plan mit dieser Welt wird im prophetischen Wort der Bibel beeindruckend dargestellt: „Und es wird eine Zeit der Bedrängnis sein, wie sie noch nie gewesen ist, seitdem eine Nation entstand bis zu jener Zeit…“ (Daniel 12,1) Die letzten Reiche dieser Welt werden im Propheten Daniel dargestellt als zehn Zehen aus Ton und Eisen. (Dan. 2,42) Machen Sie sich ruhig Gedanken darüber, wie gut Eisen und Ton zusammenhalten. Diese „tönernen Füße“ haben auch einen direkten Bezug zur aktuellen politischen Lage. Die Führungsriege Europas ist entweder unwillig oder unfähig, diese gigantischen Krisen zu meistern. Daher ist der Zerfall schon vorprogrammiert.

Inzwischen fließen riesige Zahlungen von Hilfsgeldern nach Griechenland oder sonst wohin und die ohnehin verschuldeten Länder verschulden sich weiter. Es ist zu befürchten, dass wir alle in wenigen Jahren „griechische Verhältnisse“ haben. Sie wären dann sicher froh, wenn Sie sich umfassend darauf vorbereitet hätten im Sparmodus zu leben und weitgehend unabhängig zu sein.

 

Das letzte Wort spricht Gott. Darum gehört es auch zur Vorbereitung auf eine zu erwartende Krise, dass wir uns wieder auf Gott, unseren Herrn besinnen, der uns in all unserer Not helfen und für alle, die ihn lieben, einen Ausweg schaffen kann.

 

Damit beginnen wir unser 16. „Blickpunkt-Jahr“ und grüßen unsere Leser

 

Ihr „Blickpunkt-2000“- Team