Schlafstörungen

Immer mehr Menschen fühlen sich chronisch erschöpft, schlapp und ausgebrannt.

Lustlos und unausgeschlafen beginnen sie ihren Tag und halten sich nur mühsam bis zum Abend aufrecht. Schlafmangel ist eine Ursache für Dauermüdigkeit. Schon ein Schreiber der Bibel äußerte den dringenden Wunsch: „So läge Ich nun und wäre stille, schliefe und hätte Ruhe." (Buch Hiob) 
Er sehnte sich nach dem heilsamen Schlaf, der Ihn für einige Zeit Schmerz, Kummer und Sorge vergessen lässt. Die wichtigste Frage für Stressgeplagte und chronisch Erschöpfte ist: Wie werde ich wieder wach, aktiv und energiegeladen?

PROBLEME MIT DEM SCHLAF

Schlafstörungen sind ein häufiges gesundheitliches Problem.
Nach einer jüngsten Untersuchung berichten 26 % der Bevölkerung über Schlafstörungen, wobei diese häufig chronisch sind (21 %)

Schlafstörungen können sehr verschiedene Ursachen haben. Sie können im Organismus selber liegen - dazu zählen individuelle Unterschiede („Kurzschläfer) Sie können auch durch körperliche Erkrankungen oder Schmerzen bedingt sein. Auch psychische Einflüsse (Stress-Partner- und Berufsprobleme) können den Schlaf stören. Bei Schlafstörungen „von außen" sind vor allem Umgebungsbedingungen (Lärm, zu helles oder zu warmes Schlafzimmer) zu nennen aber auch falsches Verhalten - zu spätes Essen, Alkohol oder Kaffee am Abend. Der Schlafrhythmus kann auch durch Schichtdienst oder Flugreisen mit Zeitverschiebung gestört werden. 
Bei Kindern, die an Schlafstörungen oder Schlaflosigkeit leiden, muss immer auch an eine bislang nicht erkannte Unverträglichkeit von Kuhmilch gedacht werden. Dies erklärte Prof. Dr. Andre Kahn aus Brüssel während eines Symposiums über Schlaf in Marburg. Wie der Mediziner sagte, konnte bei 17 von insgesamt 146 Kindern (11,6 %) mit chronischen Schlafstörungen eine Kuhmilchunverträglichkeit festgestellt werden. Die betroffenen Kinder waren im Durchschnitt 13,5 Monate alt. Durch eine kuhmilchfreie Ernährung normalisierte sich nach Aussagen Kahns das Schlafverhalten innerhalb von fünf Wochen.
Trotz vieler individueller Unterschiede lassen sich einige allgemeine Regeln darüber aufstellen, unter welchen Bedingungen am ehesten guter Schlaf zu erwarten ist. Wenn Sie an leichter oder gelegentlicher Schlaflosigkeit leiden, so können Ihnen folgende praktische Tipps helfen:

  1. Halten Sie sich an einen festen Lebensrhythmus. Gehen Sie jeden Abend zur selben Zeit ins Bett, ob müde oder nicht.
  2. Das Abendessen sollte leicht, wenig und mindestens vier Stunden vor dem Schlafengehen sein. Danach nichts mehr essen.
  3. Meiden Sie alle koffeinhaltigen Getränke - Bohnenkaffee, Tee, Cola und Alkohol, Auch das Glas Bier als „Betthupferl" streichen, es beeinträchtigt den REM-Schlaf,
  4. Wer tagsüber mehrere Stunden körperlich gearbeitet hat, zumal im Freien, wird gut Schlafen. Sorgen Sie für Bewegung und Frischluft am Abend!
  5. Kontrollieren Sie Ihren Fernsehkonsum. Vermeiden Sie aufregende und belastende Filme. Führen Sie am Abend keine Streitgespräche im Familienkreis. Streit und Ärger stören das Einschlafen, eine entspannte und friedliche Atmosphäre fördert es.
  6. Ohne Ruhe ist Schlaf selten möglich. Schlafen Sie an einem geräuscharmen Ort. Notfalls einen Wattebausch mit etwas Vaseline in die Ohren stecken!
  7. Ist das Schlafzimmer gut gelüftet, nicht zu warm? (16° C) Sind Sie richtig zugedeckt? Kalte Füße hindern am Einschlafen. Hier hilft ein warmes Fußbad oder ein paar Wollsocke
  8. Nehmen Sie vor dem Schlafengehen ein körperwarmes Bad (37° C) von ca. 1/2 Std. Danach abtrocknen ohne zu rubbeln. Es entspannt wunderbar und leitet den Schlaf ein.
  9. Trinken Sie eine Tasse Tee ca. 1 Std. vor dem Schlafengehen. Es eignen sich Hopfen, Melisse, Baldrian, Lavendel.
  10. Gewisse Einschlafrituale (beruhigende Musik, lesen, entspannte Körperlage) können das Einschlafen erleichtern. Entspannend wirken auch vierzig bis fünfzig tiefe Atemzüge oder Atemübungen mit leiser Musik verbunden.
  11. Wenn Sie am Vorabend die Planungen für den nächsten Tag vorgenommen haben, werden Sie feststellen, dass sie mit größerer Ruhe und Sicherheit in die Nacht gehen können.
  12. Keine Angst vor Schlaflosigkeit! Wer mit aller Willenskraft versucht Schlaf zu erzwingen, wird ihn sicher verhindernd. Wer sechs oder sieben stunden ausruht, hat genug Erholung um den nächsten Tag zu bewältigen. Man bekommt auch etwas Schlaf, ohne es zu merken - eine gut abgesicherte Tatsache!
  13. Sprechen Sie mit Gott. Alles, was Ihnen im Augenblick Not und Unruhe macht, Sorgen und Probleme, können Sie einfach an Jesus Christus abgeben. Die Frage nach dem Geborgensein im Schlaf ist auch eine Frage des Geborgenseins in Gott.

„Ich liege und schlafe ganz mit Frieden; 
denn allein du Herr hilfst mir, dass ich sicher wohne."
 ( Psalm 4.9)