Rind statt Schwein

Die Schlussfolgerungen, die aus der europaweiten BSE-Krise gezogen wurden, sind unterschiedlich.

Zum Teil versuchen Fleisch verarbeitende Betriebe den bisherigen Rindfleischanteil in der Wurst durch Schweinefleisch zu ersetzen. Da Schweine bisher nicht an BSE erkrankt sind, so meint man, wäre das ein guter Ausweg.

Wer jedoch auf seine Gesundheit achten will, tut sich damit nichts Gutes. Die gesundheitlichen Gefahren von Schweinefleisch sind vielfältig und kaum harmloser als die BSE-Gefahr beim Rind.

Dr. med. Hans Reckeweg hat in seiner langen Praxis als Arzt beobachtet, dass Schweinefleisch als ein bedeutsames Homotoxin (Menschengift) anzusehen ist, welches im menschlichen Körper zu Abwehrerscheinungen führt, die als verschiedenste Krankheiten in Erscheinung treten.

Zahlreiche Bestandteile des Schweinefleisches wirken als Belastungsfaktoren. Vor allem das tierische Fett. Das Blut wird mit derartigen Fettanteilen überschwemmt. Es bilden sich Großmoleküle, die für die Entwicklung von Arteriosklerose, sowie für hohen Blutdruck und für Verengung und Verkalkung der Herzkranzgefäße mitverantwortlich sind. Die Folgeerkrankungen sind Gefäßverschlüsse, Herzinfarkt, Schlaganfall.

 

SPEZIELLE BELASTUNGSSTOFFE DES SCHWEINES

Welche Unterschiede gibt es zwischen Schweinefleisch und anderen Fleischsorten?

1. Schweinefleisch ist enorm fetthaltig und im Gegensatz zu sonstigen Fleischsorten ist das Fett nicht nur in der Speckschicht, sondern in den Zellen selbst eingelagert. Fett ist stets mit Cholesterin verbunden, das für die Arteriosklerose verantwortlich ist.

2. Besondere Gefahren gehen von der Bindegewebssubstanz, den Mukopolysacchariden aus, die einen speziell schleimigen Charakter haben. Es kommt zur Einlagerung von Schleimsubstanzen in Sehnen, Bänder, Knorpel usw. mit den Folgen von Rheuma, Arthritis, Arthrosen, Bandscheibenschäden. Schweinefleisch enthält sehr viel Gewebeschwefel und Schwefel erweicht die Knorpelsubstanz.

3. Schweinefleisch ist reichhaltig an Wachstumshormonen, was als ursächlicher Faktor von Entzündungen und Geschwüren anzusehen ist. Auch das Krebswachstum wird dadurch gefördert.

4. Hinzu kommt die Juckreiz erzeugende Wirkung des Schweinefleisches auf Grund des Histamingehaltes. Dadurch werden vielfach Entzündungsvorgänge eingeleitet wie Furunkel, Karbunkel, Blinddarmentzündung, Gallenerkrankungen, Ekzeme, Dermatosen, Neurodermitis.

5. Ein wichtiger toxischer Faktor des Schweinfleisches ist ferner das Grippe-Virus, welches nach Prof. Shope (Londoner Virusforschungsinstitut) in den Schweinelungen überlebt und praktisch stets in der Wurst mitverarbeitet wird.

So beobachtete Dr. Reckeweg Grippe-Epidemien, die auf reichlichen Schweinefleischgenuss (früher nach Hausschlachtungen) folgten. Wer kein Schweinernes isst, erkrankt auch selten an Virus-Grippe.Bekanntlich gibt es in mohammedanischen Ländern, in denen kein Schweinefleisch gegessen wird, auch kaum Grippe-Epidemien.

 

DIE GIFTIGE WIRKUNG AUF DEN MENSCHLICHEN ORGANISMUS

Dr. Reckeweg macht aufmerksam, dass die Sutoxine (Schweinefleischgifte) nicht über die üblichen Entgiftungsventile wie Urin, Atemluft, Darm- und Hautausscheidungen PHYSIOLOGISCH ENTGIFTET werden, also nicht über die Ausscheidungsorgane, sondern nur über krankhafte Ventile, d.h. über Entzündungen. Eine große Gefahr des Schweinefleisches liegt darin, dass der Mensch dieses Überangebot an Fett, Cholesterin, Wachstumshormonen, schwefelreichen Schleimsubstanzen und sonstigen Giftstoffen nicht in üblicher Weise verarbeitet, selbst wenn er körperlich hart arbeitet.

Wenn geringere Mengen genossen werden, kann die Entzündung zunächst ausbleiben, statt dessen aber eine Ablagerung der Schweinefleischanteile (bes. Schleim- und Fettmoleküle) im Bindegewebe erfolgen, was sich im Dickwerden (Adipositas) äußern kann.

In der Homitoxikologie ist nachgewiesen, dass alle Krankheiten als Abwehrmaßnahmen gegen Gifte oder als Schädigungen durch Gifte erkannt werden müssen. Damit sind alle KRANKHEITEN ALS BIOLOGISCH ZWECKMÄSSIGE Vorgänge zu deuten, die keineswegs unterdrückt werden dürfen, weil sie der Ausdruck dessen sind, dass der Körper durch entzündliche Ausscheidungen versucht, die Gesundheit wieder herzustellen.

Wenn man die vielen (und vor allem bösartigen) Krankheiten mit einrechnet, ist Schweinefleisch das "teuerste" Fleisch. Wer also Schwein isst, nur um Rindfleisch zu vermeiden, begibt sich vom Regen in die Traufe.

Eine viel bessere Lösung wäre, mit dem Fleischessen aufzuhören und vegetarisch zu leben. Die vegetarische Küche ist heute vielseitig, schmackhaft und enthält reichlich alle Nährstoffe, die wir brauchen. Wozu sollen wir uns mit den gesundheitlichen Risiken, die Fleischgenuss heute mit sich bringt, belasten?

"Fleisch zu essen war nie die beste Art der Ernährung. Heute ist der Genuss doppelt anfechtbar, weil sich die Krankheiten unter den Tieren so schnell ausbreiten." Bewusst essen S. 175