Machen Sie Frühjahrsputz

Der lange kalte Winter hat die Kraftreserven angegriffen.

Die letzten Erkältungsreste - Husten, Schnupfen, Heiserkeit - halten sich hartnäckig. Senioren spüren ihre Gelenke. Aus dem Spiegel schaut ein bleiches Gesicht. Und ein paar überflüssige Pfunde machen uns auch noch zu schaffen.
Daher sollten Sie nach der Winterzeit Ihren Stoffwechsel wieder richtig in Schwung bringen. Das heißt, man muss die Tätigkeit aller Organe, die mit der Entgiftung des Körpers zu tun haben, unterstützen. Blutreinigung ist ein altes Heilprinzip. Der Begriff an sich gilt als laienhaft. Genauer gesagt, geht es dabei um die Anregung des Stoffwechsels, aller Drüsenabsonderungen und Ausscheidungen des Körpers, wodurch eine Stoffwechselverbesserung und Normalisierung körperlicher Grundfunktionen eintritt.

Folgende Organe sind besonders daran beteiligt:

  • Magen-Darmtrakt,
  • Haut,
  • Nieren,
  • Kreislauf,
  • Atmungsorgane,
  • Leber-Gallen-System.


Die wichtigste Rolle spielt hier die Anwendung von Heilpflanzen. Früher war es besonders auf dem Lande üblich, jeden Frühling eine Blutreinigungskur durchzuführen. Dazu wurde Grüntee gesammelt, überbrüht, morgens und abends getrunken. Grüntee bestand aus frischen grünen Blättern von Brombeeren, Himbeeren, Erdbeeren, Spitzwegerich, Huflattichblüten und, wenn möglich, Schlüsselblumen. Bei regelmäßigem Genuss kann dieser Frühlingstee den Körper von winterlichen Schlacken reinigen.

Heilpflanzen werden wegen ihrer Wirkung auf einzelne Ausscheidungsorgane besonders in Form von Teemischungen herangezogen. Zur Verbesserung des Gewebsstoffwechsels wird folgende Drogenmischung empfohlen: Brennnesselblätter 20 g, Holunderblüten 20 g, Schlehenblüten 20 g, Birkenblätter 40 g.

Zubereitung: Aus l Esslöffel dieser Teemischung auf l Tasse bereitet man eine Abkochung. Man trinkt diesen Tee warm und schluckweise zum Frühstück. (Aus 'Heilkräfte unserer Pflanzen ', Dr. E. Schneider)
Man kann die Mischung selbst herstellen, aber auch aus dem Reformhaus oder der Apotheke fertig beziehen.

Weitere Gewebs- und blutreinigende Heilpflanzen sind: 
Ackerschachtelhalm, Berberitze, Beinwell, Bockshornklee, Brunnenkresse, Ginseng, Hagebutte, Kapuzinerkresse, Löwenzahn, Meerrettich, Schafgarbe, Süßholz, Wacholder, Wermut, Zwiebel.

Heute bevorzugt man auch Frischpflanzensäfte.
Folgende Fertigpräparate sind erhältlich:
Bärlauchsaft, Brennnesselsaft, Schafgarbensaft, Zinnkrautsaft (Schoenberger), Kneipp-Wacholderbeersaft, Kneipp-Zinnkraut-Pflanzensaft, Salus-Blutreinigungs-Tee.

Eine der besten Heilpflanzen zum Abtransport von Giftstoffen ist Löwenzahn. Seine Wirkstoffe verbessern auch die Stoffwechselvorgänge in der Leber, steigern die Sekretion der Verdauungsdrüsen und nehmen günstigen Einfluss auf überhöhte Blutfettwerte. Löwenzahnblüten können als Aufgusstee verwendet werden. Aus frischen Löwenzahnblättern lässt sich ein schmackhafter Salat zubereiten. Morgens und abends kann man einen Esslöffel Löwenzahnsaft einnehmen.

Die Reinigung unterstützen


Pflanzensaft- und Teekuren sind wesentlich wirkungsvoller, wenn sie durch eine geeignete Diät unterstützt werden. Einzelne Fasttage, Saftfasten, Obst- und Rohkosttage, kurzfristig durchgeführt, unterstützen die Entschlackung des Körpers. Ansonsten ist eine vegetarische Kost zu empfehlen, die viel Obst, Gemüse und frische Kräuter (Kresse, Petersilie, Borretsch, Schnittlauch) enthält, um einen möglichen Vitamin- und Mineralstoffmangel auszugleichen.

Genießen Sie viel Gemüse mit ätherischen Ölen, die Ihre Schleimhautsekretion und damit auch die Durchblutung anregen: Feldsalat, Fenchel. Grünkohl. Zwiebeln. Zum Abbau überflüssiger Pfunde soll die Ernährung eine Zeitlang kalorienarm sein. Vermeiden Sie Streichfette, Zucker, viele Milchprodukte. Selbstverständlich sind alle Genussgifte, wie Nikotin, Alkohol und Bohnenkaffee, strikt zu meiden.

Bei Verstopfung können milde salinische Abführmittel, wie Karlsbader Salz oder eingeweichter Leinsamen, eingenommen werden Trinken sie 6-8 Gläser Wasser bzw. Kräutertee pro Tag zum Ausschwemmen der Schlacken.

Unterstützen Sie Ihren Stoffwechsel durch vermehrte körperliche Aktivität. Gehen oder arbeiten Sie täglich wenigstens eine Stunde an der frischen Luft, um den Organen ein Mehr an Sauerstoff zuzuführen. Suchen Sie so oft wie möglich die Sonne auf, die wir im Winter so lange entbehren mussten. Nutzen Sie die heilenden Effekte des Sonnenlichtes. Es tötet Krankheitserreger, gleicht den Blutdruck aus, hellt die Stimmung auf und baut Cholesterin mit ab.

Das Frühlingserwachen in der Natur soll uns daran erinnern, dass Körper und Geist ebenfalls Erneuerung brauchen. Der Frühling ist die beste Zeit zur Besinnung, dass Gesundheit von der Befolgung der Naturgesetze abhängt. Wenn Sie den Organismus in Ordnung halten, wird er es Ihnen mit Wohlbefinden danken.

„Wenn man die natürlichen Heilkräuter und Heilpflanzen verwendete, brauchten viele Familien den Arzt kaum häufiger als einen Rechtsanwalt." egw