Geht uns bald die Luft aus?

„Gehen Sie an die frische Luft!"

 

Diese Aufforderung könnte der Bewohner einer Hauptverkehrsstraße in der Großstadt als Ironie empfinden. Smog, Ozon und hohe Schadstoffkonzentrationen gehören zu seinem Alltag. Unzählige Schadstoffe verpesten die Atemluft, nicht nur in den Ballungszentren sondern auch in ländlichen Gegenden. In den Wintermonaten können vor allem Schwefeloxide, Schwebestaub und Kohlenmonoxyd eine gefährliche Konzentration in der Luft erreichen. Erst seit den letzten Jahren kommt es auch in Mitteleuropa zum gefürchteten, photochemischen SOMMERSMOG. Beim Sommer-Smog entsteht bei starker Sonneneinstrahlung bodennahes OZON aus Stickoxid und Kohlenwasserstoffen. Im Gegensatz zur atmosphärischen Ozonschicht, die uns vor gefährlichen Strahlen abschirmt, erweist sich das bodennahe Ozon für den Menschen als Lungengift.

Luftverschmutzung ist zunehmend zu einem ernsthaften Gesundheitsproblem geworden. Allein die Bundesrepublik Deutschland bläst jährlich zwanzig Millionen Tonnen Abgase in die Luft. Das überfordert die Schutzeinrichtung unserer Schleimhäute. Viele Erkrankungen der Atemwege, wie Infekte, Atemfehlfunktionen und Allergien, sind eine direkte Folge der Luftverschmutzung. Neben Einschränkungen der Lungenfunktion könnte eine Beeinträchtigung der Immunabwehr die Folge langwährender hoher Ozonbelastung sein. Die Maßnahmen des Ozonwarnplans dienen dem Schutz vor Spitzenbelastungen im Smogperioden. Gefährdete Personen sind Kinder mit überempfindlichen Bronchien, Asthmakranke sowie Personen mit schweren Krankheiten der Atemwege und des Herzens. Aber auch gesunde Personen sollen starke Anstrengungen im Freien an heißen Sommertagen während der Mittagszeit vermeiden.

WO LUFTHOLEN NOCH MÖGLICH IST

Da die Luftverschmutzung unseren Lebensraum betrifft, fragt man sich, welche Ausweichmöglichkeiten es noch gibt! - Gesundheit ist das wertvollste Gut, Wer dazu in der Lage ist, kann sich entscheiden, NICHT in der Großstadt zu wohnen, sondern in einem Verkehrs- und industriearmen Raum. - Denjenigen, die in der Großstadt ausharren müssen, sei gesagt: Selbst unter schlechten Bedingungen gibt es Tage, an denen die Luft sauberer ist als an anderen (nach Wind und Regen) Führen Sie an diesen Tagen Ihr Bewegungstraining durch und atmen Sie besonders tief. Dasselbe gilt auch für die frühen Morgenstunden, solange das Verkehrsaufkommen noch gering ist.

  • Suchen Sie in Ihrer Freizeit Wälder und Vegetationsgebiete auf. Wo viele Bäume sind, ist die Luft noch besser, weil Bäume durch die Photosynthese Sauerstoff abgeben.
  • Nehmen Sie im Urlaub einen Klimawechsel vor, ans Meer oder in die staubarme Luft des Hochgebirges. Das gilt besonders für Personen, die an chronischen Katarrhen leiden. Zu beachten ist allerdings, dass es auch in Alpentälern zu erhöhter Ozonkonzentration kommen kann, die den Atemwegen ebenfalls schadet.
  • Untrainierte Atemwege erkranken schneller. Sie können Lunge und Atemwege gezielt trainieren, um sie fit und abwehrstark zu erhalten. Betreiben Sie Lungenhygiene durch regelmäßige Atemgymnastik und Beklopfen des Brustkorbs.
  • Rauchen Sie nicht! Mancher macht sich Sorgen um die Luftverschmutzung und verqualmt dafür seine Umgebung mit Zigarettenrauch.
  • Wenn Sie mit dem Auto im Stau stecken, dann lüften Sie nicht. Besonders bei eingeschaltetem Gebläse und geöffneten Lüftungsklappen saugt der Ventilator viele Schadstoffe in den Innenraum. Manche Automodelle haben bereits eine Smogschaltung.
  • Radfahrer nehmen selbst im ärgsten Verkehrsgewühl weniger Schadstoffe auf als Autofahrer, wobei die Bewegung und die bessere Durchlüftung der Lungen ein zusätzlich positiver Effekt sind. Gute Luft ist neben sauberem Wasser das kostbarste Gut der Natur. Gesundheitsbewusste kultivieren ihr Bedürfnis nach Frischluft, denn das bedeutet ein Stück Lebensqualität.

GEHT UNS BALD DIE LUFT AUS?

Nachdenkliche Menschen fragen sich: Geht uns bald die Luft aus? Luftverschmutzung ist heute ein weltweites, ernstzunehmendes Problem. Werden wir uns bald nur noch mit Atemschutzmasken ins Freie wagen? Wird die Verseuchung des Luftraumes die Erde unbewohnbar machen? Prof. Barry Commoner, Forschungszentrum für die Biologie natürlicher Systeme an der Washington Universität, antwortet: „Viele Substanzen, die unsere Umwelt verseuchen, können sich kumulieren. Sie können sich zusammentun und sich gegenseitig in ihrer Wirkung verstärken, das kann für die komplexen Zusammenhänge in der Biosphäre tödlich sein.

Und da der Mensch schließlich ein Teil des Systems ist, wird die Erde aufhören, ein für das menschliche Leben geeigneter Platz zu sein, wenn die Verseuchung weiter unkontrolliert andauert!"

Eine Aussage in der Apokalypse der Bibel scheint diesen Trend zu bestätigen: »... Und er öffnete den Schlund des Abgrundes; und ein Rauch stieg auf, wie der Rauch eines großen Ofens, und die Sonne und die Luft wurden von dem Rauch des Schlundes verfinstert ...«(Offenb. 9,2)

Die Verfinsterung der Erdatmosphäre durch gewaltige Rauch- und Staubmengen ist zu- mindest zeitweise und lokal Wirklichkeit geworden, wie beim Vulkanausbruch des Pinatubo auf den Philippinen. Ohne Frage stellt die schlechte Luft, die wir atmen, ein ernsthaftes Gesundheitsproblem dar.

Die Bibel gibt uns aber die tröstliche Gewissheit, dass Gott Katastrophen von globalem Ausmaß zurückhalten wird, solange bis der letzte Mensch eine endgültige Entscheidung für oder gegen Gott getroffen haben wird. »Und ich sah einen anderen Engel vorn Sonnenaufgang heraufsteigen, der das Siegel des lebendigen Gottes hatte ; und er rief mit lauter Stimme den vier Engeln zu, denen gegeben war, der Erde und dem Meer Schaden zuzufügen, und sagte: Schadet nicht der Erde und dem Meer noch den Bäumen, bis wir die Knechte unseres Gottes an ihren Stirnen versiegelt haben!« (Offenbarung 7, 2. 3)