Die vegetarische Alternative

Die Fleischskandale häufen sich und nehmen immer gewaltigere Dimensionen an:

Rinderwahnsinn, Salmonellen-Seuche bei Hühnern, Schweinepest, verdorbenes und falsch deklariertes Fleisch. Kaum ist ein Skandal in den Medien abgeklungen, erscheint schon wieder der nächste.

Die erste Reaktion auf solche Hiobsbotschaften ist ein sofortiger Einbruch beim Kaufverhalten. Der Rindfleischverzehr ging augenblicklich stark zurück. Auch Fleischtiger fragten plötzlich nach Tofu. Nach und nach kehren aber die meisten in ihre alten Geleise zurück und trösten sich damit, dass alles wahrscheinlich gar nicht so schlimm sei und uns selbst auf der "Insel der Seligen" ohnehin nichts passiert! Die Mehrheit ändert also ihre Eßgewohnheiten nur situationsbedingt und kurzfristig, hin- und hergerissen zwischen Panikmache und Beschwichtigung.
Hier frage sich jeder selbst: Lasse ich mich durch diese "Zeichen der Zeit" dauerhaft aufrütteln und bin ich daraufhin bereit, auch "eingefleischte" Gewohnheiten zu ändern?

Dabei sind Salmonellen und BSE längst nicht die einzigen Gefahren des Fleischkonsums. Detailstudien ergaben, dass der Konsum tierischer Lebensmittel zu einer Vielzahl von zum Teil tödlichen Erkrankungen führen kann, wie Arterienverkalkung, verschiedene Arten von Krebs, Arthritis, Bluthochdruck, Diabetes, Blinddarmentzündung, Allergien, Verstopfung und Osteoporose. Zusätzlich sind tierische Lebensmittel mit Hormonen und Medikamenten belastet, die beim Verzehr durch den Menschen tödliche Folgen entfalten können. 70 % der Todesfälle in den USA lassen sich direkt oder indirekt auf den Konsum tierischer Lebensmittel zurückführen.

Viele haben sich zum Fleischverzicht aufgrund einschlägiger Medienberichte über Massentierhaltung und Lebendviehtransporte entschlossen. Tiere werden auf engstem Raum aneinandergepfercht und in der kürzestmöglichen Zeit schlachtreif gemästet, wobei von einem artgerechten Leben keine Rede mehr sein kann. Allein der Gedanke, was die Tiere alles vorher durchgemacht haben, bevor sie zum Schnitzel wurden, macht hoffentlich immer mehr Menschen nachdenklich. Es zeigt an, dass die Achtung vor der Schöpfung und den Geschöpfen Gottes verloren gegangen ist und Lebewesen als bloße Massenware geachtet werden, die man gedankenlos konsumiert. Die Heilige Schrift macht uns aufmerksam, dass Tiere mehr sind als nur eine Mahlzeit:
„Alle Geschöpfe warten sehnsüchtig darauf, dass Gottes Kinder offenbar werden. Er hat ja die ganze Schöpfung der Vergänglichkeit preisgegeben, nicht weil sie selbst schuldig geworden war, sondern weil er sie in das Strafgericht über den Menschen miteinbezogen hat. Er hat aber seinen Geschöpfen Hoffnung gegeben, dass sie eines Tages vom Fluch der Vergänglichkeit erlöst werden. Sie sollen dann nicht mehr Sklaven des Todes sein, sondern am befreiten Leben der Kinder Gottes teilhaben." Römer 8,19-22 Gute Nachricht

Fleischverzicht ist nicht nur aus gesundheitlichen und ethischen Gründen geboten, auch ökonomische Gründe werden immer mehr eine Rolle spielen. An eine Kuh müssen 21 kg Eiweiß verfüttert werden, damit man l kg Fleisch erhält. Das bedeutet, dass bei der Rind- und Kalbfleischproduktion 95 % an Nahrungsenergie verloren gehen, beim Schwein 88%. Fleischproduktion ist eine ungeheure Verschwendung! Tatsache ist, dass anstelle jedes Steaks, das in den westlichen Ländern konsumiert wird, genügend Nährstoffe erwirtschaftet werden könnten, um fünf Menschen fleischlos zu ernähren!

Wir haben darüber hinaus noch einen biblischen Grund, unseren Ernährungsstil zu ändern. Der Schöpfer gab den ersten Menschen im Paradies eine pflanzliche Diät:
„Und Gott sprach: Sehet da, ich habe euch gegeben olle Pflanzen, die Samen bringen, auf der ganzen Erde und alle Bäume mit Früchten, die Samen bringen zu eurer Speise." l. Mose 1,29

Obwohl Gott später den Menschen auch den Fleischgenuss erlaubte (mit vielen Einschränkungen - kein Fleisch von unreinen Tieren, kein Blut u.v.m.)-, so war und ist bis heute Fleisch nicht die von Gott beabsichtige Nahrung. Für Christen der heutigen Zeit gibt es genug Gründe (die in diesem Artikel zum Teil angeführt sind) mit dem Fleischgenuss aufzuhören.

Vegetarier leben gesünder trotz vieler Vorurteile (Einseitig! Eiweißarm! Körndlesser!), sofern sie sich ausgewogen ernähren und nicht zum "Puddingvegetarier" (Mehl- und Süßspeisen) verkümmern. Viele wissenschaftliche Studien belegen das. Sie sind erheblich weniger gefährdet durch verschiedene Arten von Krebs (bes. Brust- und Darmkrebs) und durch Arteriosklerose und deren Folgekrankheiten (Schlaganfall, Herzinfarkt). Sie ersparen sich Giftstoffe, Medikamente und die hohen Schadstoffkonzentrationen im Fleisch.

Fleisch, Fisch und Geflügel enthalten durchschnittlich

  • 2 1/2 mal soviel Insektizide wie Milchprodukte
  • 10 V2 mal soviel wie Obst
  • 17 mal soviel wie Blattgemüse
  • 35 mal soviel wie Getreide und
  • 72 mal soviel wie Kartoffeln.

Das Argument: Alles vergiftet - es ist ohnehin egal, was wir essen, ist damit klar widerlegt.
Erfreulich sind Zeitungsberichte wie folgender, kürzlich erschienen: „Bei Österreichs Jugend sind die Vegetarier stark im Kommen!"
Obwohl oft der einzige Vegetarier in der Familie, legen manche Jugendliche eine erstaunliche Konsequenz an den Tag und lernen sogar so zu kochen. „Rinderwahn?" - Geht uns nichts an!
Wer die natürliche Schöpfungsordnung und die Naturgesetze beachtet, braucht sich vor apokalyptischen Plagen nicht zu fürchten.