Holzkohle

Holzkohle ist der stärkste absorbierende (aufsaugende) Wirkstoff.

Sie kann Gift, Gase, Körperflüssigkeiten, Chemikalien ect, aufsaugen bis zu ihrem Eigengewicht. Holzkohle ist nicht teuer, harmlos und leicht anzuwenden.

Viele althergebrachte Heilmittel kommen aus der Mode, nicht weil sie wirkungslos sind, sondern weil zu ihrer Verwendung ein Arbeitsaufwand notwendig ist, den die meisten Menschen im Pillen-Zeitalter nicht mehr aufbringen wollen.

Über die Wirksamkeit von pflanzlicher Holzkohle gibt es viele Berichte:

"Eines der nützlichsten Heilmittel ist pulverisierte Holzkohle in einem Beutel als Umschlag verwendet. Dies ist ein äußerst erfolgreiches Heilmittel: Wenn feuchter Wasserpfeffer (Polygonum hydropiper) als Tee damit gemixt wird, wirkt es noch besser. Ich habe dies in Fällen verordnet, wo der Kranke große Schmerzen litt und der Arzt mir anvertraute, dass es zu Ende ging........ Ich empfahl Holzkohle und der Patient schlief; dann kam die Wende und Genesung erfolgte. Für gequetschte Hände (blaue Flecken) mit Entzündungen habe ich dieses Mittel empfohlen mit vollem Erfolg. Das Gift der Endzündung wurde eingedämmt, der Schmerz ging zurück und die Heilung schritt rasch voran.
Eine ernste Augenentzündung (Anm. Bindehautentzündung) wird erleichtert durch den Holzkohle-Umschlag, der in einen Beutel gefüllt und in heißes oder kaltes Wasser getaucht wird, wie es am besten vertragen wird." 
Bericht von E.G. White, 1897

Yatzidis berichtete 1972, dass 20-50g Holzkohle pro Tag urämische Patienten (Harnvergiftung) vom Mundgeruch, Brechreiz und Erbrechen befreite. Über 20 Monate der Behandlung rief keine nachteiligen Wirkungen hervor.

Zustände, die mit Holzkohle behandelt wurden sind Ekzem, Blähungen, Unfälle durch Vergiftungen und Überdosierung, nervöser Durchfall, Neugeborenengelbsucht, zur Heilung infizierter Wunden, Geruchsbindung und Krebs. Sticker berichtete 1909, dass rasch wachsende Rundzellensarkome bei Hunden durch die Applikation von Holzkohle zum Stillstand gebracht wurden.

Jeder Privathaushalt sollte Holzkohle zur Hand haben als sofortiges Gegenmittel bei Vergiftung und als Reinigungsmittel bei Infektionen und verschiedenen Stoffwechselstörungen. Alle Beobachtungen zeigen, dass Holzkohle harmlos ist, wenn sie eingenommen wird oder mit der Haut in Berührung kommt. Die Holzkohle kann INNERLICH UND ÄUSSERLICH angewendet werden.

 

Aus welchem Material ist Holzkohle hergestellt?

Die aktive Holzkohle ist ausschließlich aus PFLANZLICHEM Material (im Gegensatz zur Tierkohle) und enthält 90 % Karbon. Die heute üblichen Holzkohlearten sind aus Linde (Carbo lindae), Akazien oder Weidenholz hergestellt und in der Apotheke als feines Pulver oder in Tablettenform erhältlich.

Äußerliche Anwendung

Wie bereitet man einen Holzkohlenumschlag zu?

Ein Holzkohlenumschlag besteht aus einer Holzkohlen-Wasser-Mixtur, gewöhnlich angewärmt und auf Textil (oder Küchenkrepp) gestrichen und auf entzündete Körperpartien aufgetragen.

ZUBEHÖR: Ein oder mehrere Esslöffel (EL) Holzkohlenpulver, eine Tasse warmes Wasser, Plastikgefäß und Löffel, drei EL geschroteten Leinsamen, ein sauberer Leinenfleck oder Küchenrolle, ein Stück Plastik zum Abdecken, Bandage oder Strumpf, Sicherheitsnadel oder Klebestreifen zum Fixieren.

VORGANG: alle Gegenstände herrichten, Raum warm und zugluftfrei halten.

BEHANDLUNG: Wasser mit geschrotetem Leinsamen 2 - 3 Minuten aufkochen, weg vom Herd und Holzkohle zufügen, bis ein streichfähiger Brei entsteht. Holzkohlenpaste auf Leinenfleck oder Küchenrolle rasch auftragen, damit sie nicht abkühlt.
Ausstreichen bis zur gewünschten Größe und falten. Umschlag auf die zu behandelnde Stelle legen (nur 1 Stofflage dazwischen). Den Teil und Umschlag mit Plastik abdecken. Mit Bandage einwickeln und fixieren
und über Nacht lassen.
Abschluss der Behandlung: Umschlag sorgfältig entfernen, keine Holzkohlenkrümel verstreuen. Wenn nötig, Behandlung mit einem frischen Umschlag wiederholen.

ZU BEACHTEN ist, dass sich Holzkohle schwer aus Textilien entfernen lässt, daher Wäsche und Kleidung schützen! Man sollte Holzkohle auch niemals in offene Wunden streuen, weil sie dort eine schwarze Tätowierung hinterlässt.

INDIKATIONEN:

Wann wendet man Holzkohle äußerlich an?

INFEKTIONEN: Aktivkohle kann auch Bakterien, Viren, Bakteriengifte und Hormone absorbieren. Es ist berichtet worden, dass Holzkohle Wunden desinfiziert und als Geruchsbinder bei vielen Körperbeschwerden hilft. Holzkohle kann zum Verbinden von Wunden benutzt werden. Holzkohle reduziert Schwellungen, indem sie überflüssiges Gewebswasser aufnimmt, sowie Absonderungen von Entzündungen.

SCHMERZEN: Auch in der Schmerzbehandlung wird Holzkohle eingesetzt: Halsschmerzen Ohrenschmerzen, Verstauchungen, Arthritis und andere Schmerzen sollten versuchsweise mit einem Holzkohleumschlag behandelt werden. Der Schmerz, der manchmal Stunden angehalten hat, wird oft in kurzer Zeit gelindert.

INSEKTENBISSE und -STICHE. Die beste Behandlung bei Bienenstichen ist ein Holzkohleumschlag. Vor Jahren gab es einen Jungen Mitarbeiter, der von einer Hornisse in den Finger gestochen wurde. Er verbrachte wegen der Schmerzen eine schlaflose Nacht und war im Begriff, die zweite anzutreten, da beschloss er, einen Holzkohleumschlag anzulegen. Innerhalb von fünf Minuten war der Schmerz vorbei und er schlief die ganze Nacht. Seit der Zeit wenden wir immer, wenn jemand von einer Biene, Wespe oder Hornisse gestochen wird, sofort einen Breiumschlag an, der sowohl die Schwellung als auch die Schmerzen lindert.

 

Die innere Anwendung von Holzkohle

Holzkohle ist einzigartig als Mittel zur Reinigung des Körpers und in der Unterstützung seiner Heilung. Die Körner der Holzkohle haben viele Ecken und Spalten für die Aufnahme von Feststoffen, Gasen, körperfremden Proteinen, Körperabfallstoffen und Chemikalien verschiedener Art.
Aus "Home Remedies" von Dr. Agatha Thrash

DOSIERUNG VON HOLZKOHLE

Man kann Holzkohle in Form von Pulver, Tabletten oder Kapseln kaufen. Die Aktiv-Kapseln sind etwa doppelt so wirkungsvoll wie die Tabletten. Apotheken und Reformhäuser führen oft Holzkohle. Pulverisierte Holzkohle kann in einem Gefäß trocken aufbewahrt werden. Im allgemeinen nimmt man 1 Esslöffel Pulver in einem Glas Wasser gelöst, 4 Kapseln aktivierter Holzkohle oder 8 gewöhnliche Tabletten am frühen Vormittag oder am frühen Nachmittag ein.
Unsere Nahrung beeinflusst die Wirksamkeit. Holzkohle sollte wenn möglich, nicht regelmäßig über längere Zeit eingenommen werden, da einige für uns wichtige Nährstoffe möglicherweise absorbiert werden. Wir haben aber keine Gegenanzeigen bei regelmäßigem Gebrauch bis zu zwölf Wochen beobachtet. Außer einer verlängerten Verdauungszeit bei empfindlichen Personen gibt es keine bekannten Gegenanzeigen. Auch von Allergien wird nichts berichtet.
Bezüglich der Wirksamkeit der Absorption von Giften im Magen-Darm-Trakt schätzt man, dass 10 Gramm (etwa 1 Esslöffel) Holzkohle nur etwa 3 - 7 Gramm Stoff aufnehmen können, so dass es notwendig ist, mindestens die doppelte Menge an Holzkohle zu verabreichen, als das angenommene Gewicht des geschluckten Giftes beträgt.

ANWENDUNG

Zum Absorbieren von Gift - Holzkohle wird als Mittel der ersten Hilfe bei Giftunfällen oder Überdosierung angewandt
Bei Magen-Darmstörungen und Blähungen
Entzündungen im Magen-Darmtrakt

WIE MAN HOLZKOHLE IM NOTFALL BENUTZT

Bei der Bekämpfung von Giften wird die Schnelligkeit, mit der die Holzkohle angewandt wird, bis zu einem gewissen Grad den Erfolg bestimmen. Zusätzlich ist die MENGE DER Holzkohle für den Erfolg entscheidend.
Bei verschlucktem Gift soll der Betroffene eine Mixtur von 2 EL Holzkohle in einem Glas kaltem Wasser einnehmen. Nach 3-5 Minuten Erbrechen fördern, sofern das verschluckte Gift nicht Säure, Lauge, Kerosin oder etwas ist, das Krämpfe hervorruft. Diese Behandlung dreimal wiederholen. 
Eine weitere Dosis Holzkohle verabreichen und durch den Verdauungskanal gehen lassen, um jedes Gift aufzusaugen, das den Magen verlässt. So wird das Gift wirkungsvoll neutralisiert. Holzkohle kann gefahrlos von Laien verwendet werden.
Wir haben auf diese Weise eine Fischvergiftung erfolgreich beheben können.

PILZVERGIFTUNG

kann wirkungsvoll mit Holzkohle behandelt werden, je rascher desto besser. Aktiv-Kohle kann zusätzlich zur oralen Einnahme auch noch durch einen Einlauf verabreicht werden. Auf ärztliche Hilfe darf in solchen Fällen aber keinesfalls verzichtet werden !!!

DURCHFALL, VERSTOPFUNG, BLÄHUNGEN

Blähungen können erfolgreich durch die Einnahme von Holzkohle behandelt werden. Bei nervös bedingtem Durchfall mit entzündetem und verkrampftem Dickdarm hilft die Einnahme von Holzkohle sehr gut.
Gib 3 EL Holzkohle in ein Glas kaltes Wasser. Alle 4-8 Stunden einnehmen, bis der Durchfall unter Kontrolle ist.

Bei Verstopfung, Geschwüren und anderen Formen von Leiden im Verdauungsbereich kann die in Wasser aufgelöste und abgesetzte Holzkohle recht hilfreich sein.
Verrühren Sie etwa 1 EL Holzkohle in ein großes Glas Wasser und lassen Sie die Mixtur stehen, bis sich die Holzkohle gesetzt hat. Schütten Sie die Flüssigkeit ab und trinken Sie reichlich.

Auch Babys und Kleinkinder können bei Durchfall diese Holzkohlenlösung trinken.

DIE WIRKUNG VON HOLZKOHLE IM DARM-TRAKT

Holzkohle erreicht ihren höchsten Grad der Absorption äußerst schnell, innerhalb einer Minute. Es hat sich erwiesen, dass Holzkohle einen festen Komplex mit den Giftstoffen bildet, so dass diese nicht in den Blutkreislauf gelangen können.

Bei Alkoholvergiftungen hilft Holzkohle allerdings nicht, das wurde in Experimenten an Ratten erwiesen.

Aber bei Entzündungen und Infektionen im Magen-Darm-Trakt kann Holzkohle eingenommen werden, denn Aktivkohle kann auch Bakterien, Viren, Bakteriengifte und Hormone absorbieren. Es ist daher sinnvoll, bei einer Reise in die Tropen Holzkohle im Reisegepäck zu haben. Holzkohle ist innerlich bei Asiatischer Cholera, Durchfall und Verdauungsstörungen angewendet worden.

GERUCHSBINDUNG

Holzkohle kann gegen schlechten Atem eingenommen werden, indem Sie ebenso den Mund wie den Verdauungstrakt reinigt. Sogar gerucherzeugende Substanzen, die weit oben in den Magen-Darm-Trakt abgesondert werden, werden gebunden und ihre Ausscheidung durch die Lungen verhindert. Gerüche, die im Mund entstehen, kann man bekämpfen, indem man die Zähne, die Zunge und den Gaumen mit einer weichen Bürste sauber putzt und anschließend 20-30 Minuten eine Holzkohle-Tablette im Munde behält.

Als Deodorant für die Ausscheidung von Patienten, die einen künstlichen Darmausgang besitzen, haben Ärzte routinemäßig dreimal täglich Holzkohle angewendet und mit gutem Erfolg Gerüche verringert. Es sind vom Dauergebrauch keine nachteiligen Wirkungen bekannt geworden.

"Studiere und lehre stets den Gebrauch der einfachsten Heilmittel und der besondere Segen Gottes wird dem Gebrauch dieser Mittel folgen, die für jedermann erreichbar sind." E.G. White