Die GENtechnische Speisekarte der Zukunft

Tomate + Kartoffel = Tomoffel!

 

Das GEN-iale Zukunftsmenü wurde vor einiger Zeit von einem Schweizer Gourmet-Restaurant kreiert:
• Topinambur-Ratten-Gen-Salat
• Tomatenessenzen mit Flunder-Genen
• Schweizer Bergkäse, angereichert mit genmanipuliertem Käselab "Maxiren"
• Napfkuchen mit genmanipulierter Hefe

So absurd diese Menükarte auch anmutet, alle gewählten Beispiele sind in Laboratorien realisiert oder als Patent angemeldet: Die Topinarnbur-Pflanzen enthalten in ihren Zellen Ratten-Gene. Diese Pflanzen sind resistent gegen Herbizide (Unkrautvertilger) der gleichen Firma.
In das Erbgut von Tomaten haben Gentechniker ein Gen aus dem Erbgut der Arktischen Flunder hineingeschleust, um sie gegen Kälte widerstandsfähiger zu machen.
Gentechnisch hergestelltes Käselab ist in der Schweiz seit 1988 bewilligt. Es soll die Milch schneller zu Käse eindicken.
Jedes Jahr werden allein in Europa am Reißbrett etwa 10.000 neue Produkte für die Lebensmittelregale der Supermärkte entworfen. Für die Etablierung dieser Produkte am Markt herrscht ein enormer Konkurrenzdruck. Je billiger die Rohstoffe, desto vorteilhafter ist es für die Lebensmittelkonzerne. Als billige Rohstoffquellen dienen riesige Monokulturen und Massentierhaltung. Hier verspricht die Gentechnik, noch günstigeren Zugang zu den Rohstoffen zu bieten und es herrscht enormer Druck, diese neuen Methoden auch einzusetzen. Die Absicht der Gentechnik-Industrie ist klar: Es soll ein gewaltiger Markt an genmanipulierten Lebensmitteln erschlossen werden.

Welche Vorteile verspricht die GEN-Technik?


Die Produkte des nichtoptimalen Nahrungslieferanten "Natur" sollen verbessert werden. Qualitative Mängel der natürlichen Rohstoffe sollen eliminiert werden, die Produktivität soll nochmals gesteigert werden, die Herstellungsprozesse nochmals beschleunigt werden. Zusätzlich will man neue Geschmackserlebnisse und eine neue Esskultur anbieten.
Die Hauptziele der Gentechniker werden so beschrieben:
Die Pflanzen sollen stressresistent werden, z.B. gegen Trockenheit, salziges und verseuchtes Wasser, Wind und Kälte sowie gegen Schädlinge und Krankheiten, aber auch gegen giftige Spritzmittel, vor allem gegen Unkrautvernichtungsmittel.
In den USA bauen Landwirte bereits einen seit 1995 vom Ciba-Konzern entwickelten Mais an, der sich dank eines eingebauten "Killergens" selbst gegen Raupenfraß schützen kann. Auch bei Sojabohnen, Paradeisern, Erdäpfeln und Weizen wurden ähnliche Insektenresistenzen eingebaut.
Die Erdäpfelsorte "Bintje" wurde durch einen gentechnischen Eingriffwiderstandsfähig gegen Pilzerkrankungen gemacht. Besonders Pflanzen, die mittels Gentechnik herbizid-resistent (widerstandsfähig gegen Pflanzengifte) gemacht wurden, sind für die Hersteller ein gutes Geschäft.
Ein weiteres Betätigungsfeld für Gentechniker ist die Haltbarkeit. Eine besondere Attraktion ist die Anti-Matsch-Tomate "Flavr Savr", sie bleibt wochenlang schön rot und, knackig. Aber auch wenn der Zelldruck erhalten bleibt, innen nagt der Zahn der Zeit. Den Abbau von Vitaminen und Aromastoffen stoppt die Genmanipulation nicht.
Auch die komplette Neuschöpfung ist für Pflanzen-Gentechniker ein weites Feld. Durch Fusion eines Blattzellen-Protoplasten einer Kartoffelpflanze und einer Tomatenpflanze wurde ein künstliches, bisher nie da gewesenes Lebewesen gezüchtet: die TOMOFFEL, ein Mittelding zwischen Paradeiser und Erdäpfel.
In Zukunft wird man Gene zwischen normalerweise nicht kreuzbaren Pflanzenarten hin- und herschieben können und damit den Traum eines jeden Pflanzenzüchters verwirklichen, unter den Genen aus dem Vollen schöpfen zu können.

Unbekanntes Risiko


Wozu wir solche "Neuschöpfungen" brauchen, ist allerdings völlig unklar. Denn es gibt rund 30.000 essbare Pflanzenarten. Der Mensch ernährt sich nur von wenigen. Zehn Kulturpflanzen decken heute überzwei Drittel der Welternährung; abgesehen von den zahlreichen Risiken für Mensch und Natur. Denn Lebewesen sind mehr als nur molekulare Maschinen. Und ein Gen ist kein simpler Programmierbefehl.
Die Auswirkungen von Erbguteingriffen kann man nicht so gut voraussagen, wie die Genindustrie behauptet. Daher ist die Freisetzung genmanipulierter Pflanzen ins Freiland ein unkalkulierbares Risiko. Das fremde Gen greift in viele Regulationsmechanismen der Wirtspflanze ein.
Durch Genmanipulation können langfristige Stoffwechseländerungen hervorgerufen werden. Und eingefügte fremde VirenGene können sich mit den Viren-Genen anderer pflanzlicher Krankheitserreger neu kombinieren. Auf diese Weise können neuartige Viren entstehen, im schlimmsten Fall führt es zu neuen Seuchen.

GENTECHNIK - Entfernung von der Schöpfung?


Die Gentechnik kommt dem Machbarkeitswahn unserer Zeit massiv entgegen. Nichts scheint unmöglich. Trotzdem ist sie - nach der Evolutionslehre - ein weiterer Schrittweg von Gottes Schöpfungsordnung.
Die "Umschöpfung" von Pflanzen hat den Verlust der Natürlichkeit zur Folge. Die Natur wird zu "biologischem Material" degradiert. Lebewesen werden manipuliert, patentiert und vermarktet. Züchtungs- und Vermarktungsmonopole werden aufgerichtet, das Urheberrecht Gottes wird verletzt. Die Bibel weist in die entgegengesetzte Richtung - zurück zur Schöpfungsordnung: Gerade an die Menschen unserer Zeit richtet sich die Aufforderung:
"Nehmt Gott ernst und erweist ihm die Ehre. . . Betet ihn an, der den Himmel, die Erde, das Meer und die Quellen geschaffen hat."(Offenb. l4,7 GN)
Gott schuf Pflanzen und Bäume, die Samen und Früchte tragen, „ein jedes nach seiner Art" (Genesis l, 11) und bestimmte sie zur menschlichen Ernährung. Gott schuf einen ungeheuren Artenreichtum genießbarer Pflanzenarten.

In einem niederösterreichischen Kulturgarten werden heute allein 300 verschiedene Kartoffel- und 500 Paradeisersorten gezogen, jede anders im Geschmack und Aussehen.
Gefahr droht dem botanischen Erbe vor allem durch den EU-Samenkatalog, wo jahrhundertealte Gemüse- und Obstsorten nicht aufgenommen, auch nicht vermehrt und verkauft werden dürfen. Die Leiterin des Gartens weiß: „Die alten Bauern wussten noch um die heiligen, ewig gültigen Gesetze der Schöpfung. Nie wäre ihnen Genmanipulation in den Sinn gekommen!"
Anstatt Essen aus dem Genlabor mit fragwürdigem Risiko verwenden wir besser Produkte aus dem Bioland- und Gartenbau. Christen, die die Bibel als Gottes Wort ernst nehmen, werden darauf bedacht sein, partnerschaftlich mit der Natur zusammenzuarbeiten und gesunde, natürliche Produkte auf den Tisch bringen.