Der heilende Effekt der Sojabohne

Sojabohne und Östrogene


Asiatische Frauen haben weniger Östrogen-Mangelsymptome und Brustkrebs. Könnte die Art der Ernährung eine Rolle spielen?

Sojabohnenprodukte sind reich an Pflanzenöstrogenen und stellen einen traditionellen Bestandteil der asiatischen Küche dar. Am "Vierten Europäischen Menopausenkongress" in der Wiener Hofburg im Oktober 1997 wurden mehrere Studien zu diesem Thema präsentiert. (Ärzte-Woche, 12. Nov. 1997)

Phytoöstrogene sind natürliche Pflanzeninhaltsstoffe, die in Struktur und Funktion Ostradiol (Vorstufe zu Ostrogen) ähnlich sind. Die typischen Phytoöstrogene wie Lignane und Isoflavone kommen in Hülsenfrüchten vor, besonders in Sojabohnen. Aber auch Broccoli und Kohlgemüse sind reich an diesen pflanzlichen Östrogenen. A.S. Wolf von der Universität Ulm: „Phytoöstrogene vermindern klimakterische Beschwerden, Osteoporoserisiko und Herzkreislauferkrankungen. Außerdem wirken sie schützend gegen Brustkrebs."
Eine Studie widmete sich dem Schutzeffekt von isoliertem Sojaprotein gegenüber Osteoporose bei Frauen nach der Menopause. Der Knochenstoffwechsel wurde im Harn überprüft. Bei der Gruppe, die täglich 60 Gramm Sojaprodukte verabreicht bekam, konnte eine Reduktion der Knochenmarker im Harn festgestellt werden.
Eine andere Studie beschäftigte sich mit dem Effekt von isolierten Sojaprodukten auf den Lipoprotein-Stoffwechsel. Eine Diätergänzung mit 60 Gramm Soja täglich hat einen positiven Effekt auf Frauen mit zu hohem Cholesterinspiegel.

Was die Sojabohne sonst noch wertvoll macht für die menschliche Ernährung

Eiweiß
Die Sojabohne gehört zu den Gemüsen mit dem höchsten Eiweißgehalt: 33,7 Gramm auf 100 Gramm Bohnen. Das ist 2 -3 x mehr als Fleisch, 4 x mehr als Eier.
Ein Sojabohneneintopf von 100 Gramm enthält mehr als die Hälfte des Tagesbedarfs für einen Erwachsenen. Das Sojaeiweiß ist wertvoll, weil es die lebensnotwendigen Aminosäuren in Mengen gespeichert hat, die für mehr als einen Tag ausreichen. Insbesondere bei Überempfindlichkeitserscheinungen gegenüber tierischem Eiweiß wird das Sojaeiweiß sehr gut vertragen.

Fett
Ein Fettgehalt von ca. 18 % führt zu einem hohen Nährwert, so dass 100 Gramm Sojabohnen 322 kcal haben. Sojabohnen enthalten kein Cholesterin. Obwohl sie andere Fette gespeichert haben, können sie die Cholesterinwerte im Blut senken, so ferne Sie regelmäßig Sojaprodukte auf dem Speiseplan haben ( 2-3 x pro Woche)

Lezithin
Der Lezithingehalt von 2 - 2,5 % ist von großer Bedeutung für den Stoffwechsel, besonders für Gehirn und Nerven. Sojabohnen sind ein Labsal für gestresste Nerven.
Kohlenhydrate
20-25 %, 5-6 % dieser Kohlenhydrate bilden Zucker. Sojaerzeugnisse sind daher für Diabetiker besonders geeignet.

Ballaststoffe
15,2 Gramm pro 100 Gramm sind ein relativ hoher Ballaststoffanteil. Das ist vorteilhaft für die Verdauung.

Mineralstoffe und Spurenelemente
Die Analyse lässt eine hohe Nährstoffdichte erkennen. 100 Gramm Sojabohnen als Hauptgericht decken bis zu 300 % des Tagesbedarfs an Selen, 150 % an Mangan, jeweils 90 % an Kalium und Eisen, 80 % an Magnesium sowie 30 % an Kalzium. Die Mineralstoffe wirken im Stoffwechsel alkalisierend.

Vitamine
An Vitaminen sind hochkonzentriert Biotin, Folsäure, Vitamin B l und Vitamin B 6 enthalten, zu 200 %, 150 %, 90 % bzw. 75 % des Tagesbedarfs. Besonders Sojakeimlinge sind vitalstoffreich, enthalten Vitamin B, C und Karotin.

Gesundheitsvorsorge mit Sojabohne


Die Sojabohne und deren Produkte dienen wirklich der Gesundheitsvorsorge, wenn man bedenkt, dass sich Sojanahrung speziell dort bewährt hat, wo
• kein tierisches Eiweiß
• wenig Fett
• kalorienarme,
• purinstoffarme,
• cholesterinarme und
• kochsalzarme Kost verlangt wird.
• Sojabohnen, zwei- bis dreimal pro Woche gegessen, senken das Cholesterin im Blut
• für Personen mit Milchallergie sind Sojabohnen eine gute Kalziumquelle
• Personen mit Erkrankungen des Herz- Kreislauf-Systems sollten sie regelmäßig aufd em Speiseplan haben. Sojabohnen können auch Arterien wieder elastisch machen. 
• Magnesium und Kalium unterstützen wirkungsvoll die Herzfunktion.

Die reichlich enthaltenen essentiellen Fettsäuren beugen Herz-Kreislauf-Erkrankungen vor. Auch von Eisen und Folsäure profitieren Herz-Kreislaufkranke, weil die Sauerstoffversorgung besser wird.
• Wenn Ihr Kind Lernschwierigkeiten hat, dann probieren Sie doch eine Ernährungsumstellung mit Soja. Es gibt wohlschmeckende Brotaufstriche. Der ungewöhnlich hohe Lecithingehalt ist das beste Arbeitsmaterial für das Gehirn.
• Die Leber wird in ihrer Entgiftungsfunktion unterstützt.
• Magen- und Darmkrebs treten weniger häufig auf, wenn Sojabohnen regelmäßig gegessen werden. Personen mit familiärer Belastung sollten ihre Ernährung entsprechend darauf einstellen.
• Haut, Haare, Fingernägel erhalten was sie brauchen, um gesund und straff zu sein.