Das Ende der Antibiotika

Dr. Hans Diehl USA

Wir dachten, wir hätten die Infektionskrankheiten besiegt: aber die Bazillen schlagen zurück.

 

Die Welt treibt auf eine medizinische Krise zu durch Krankheiten, die gegenüber den meister Antibiotika resistent (unempfindlich) geworden sind, sagt eine Gruppe prominenter Wissenschaftler. Erkrankungen wie Tuberkulose, Lungenentzündung, Gehirnhautentzündung, Gonorrhoe und Lebensmittelvergiftung können nicht länger mit einer Anzahl von Medikamenten behandelt werden, die für Jahrzehnte wirksam waren, teilten die Wissenschaftler der Amerikanischen Gesellschaft für Mikrobiologie mit.

Die üblichen Bakterien, die z.B. Lungenentzündung verursachen, Mittelohrentzündung bei Kindern u.a. Erkrankungen, entwickeln sich zu Formen, die durch alle bekannten Medikamente nicht mehr behandelt werden können. "Sie drohen eine .niederdrückende post-antibiotische Ära an, nicht weit von einer medizinischen Katastrophe entfernt", prophezeit Dr. Alexander Tomasz von der Rockefeller Universität in New York City.
In der post-antibiotischen Welt können die einfachsten Infektionen zu lebensgefährlichen Krankheiten eskalieren. „Die meisten Leute sind der Meinung, daß es so kommen wird," sagt Dr. Tomasz, „es ist nur unvorhersehbar, wann." Und die Konsequenzen? Niemand weiß es. Die Sterblichkeit wird hoch sein.
Das erste Antibiotikum, das Penicillin, wurde um 1940 allgemein zugänglich. Während 50 Jahren waren die meisten bakteriellen Infektionen behandelbar. Aber bestimmte seltene Bakterien haben sich zu unbehandelbaren Arten entwickelt. Und die Laborversuche ergaben, dass dasselbe auch mit den üblichen Bakterien passieren kann.
Dr. Tomasz ließ auf dem jährlichen Treffen der Amerikanischen Gesellschaft für den Fortschritt der Wissenschaft Alarm ertönen. Er ist eine führende Autorität in bezug auf Bakterien, die gegen Antibiotikabehandlung resistent sind. Seine Bedenken werden geteilt von den Zentralstellen für Krankheitskontrolle und Vorbeugung in Atlanta.
„Es ist ein höchsternstes Problem," sagt Dr. Mitchell Cohen, „einige neue Medikamente, die entwickelt werden könnten, um es mit den tödlichen Bakterien aufzunehmen, sind 5 - 7 Jahre vom Ziel entfernt, und die Medikamentenherstellerbetreiben ihre Entwicklung nicht eifrig".
„Bestimmte Stämme von Pneumokokkus sind nur von einem einzigen Antibiotikum behandelbar, dem Vancomycin. Wenn diese Bakterien auch gegenüber Vancomycin resistent werden, dann gibt es für sie überhaupt keine Behandlung mehr." Forscher wissen, dass solche resistenten Bakterien die Welt in wenigen Jahren überziehen. Sie haben beobachtet, was mit Penicillin geschah. Vor 1980 wurden nur wenige verstreute Fälle von Pneumokokkus berichtet, die gegenüber Penicillin resistent sind. Aber dieses Jahr ( 1994) erschienen penicillinresistente Stämme überall, Sie sind nun weltweit verstreut.
Wissenschaftler wenden sich an die Amerikanische Gesellschaft für Mikrobiologie und drücken Ihre Betroffenheit über den Antibiotikamißbrauch aus, der sie In der Behandlung einer Anzahl von Bakterien machtlos macht. Unzweifelhaft wurde der Trend zu bakterieller Resistenz sehr verschärft durch die Routinefütterung von Antibiotika in Großfarmen. Ebenso wie Insekten gegenüber den Pestizidwirkungen unempfindlich werden, so können Bakterien resistent gegenüber der Wirkung von Antibiotika werden.

Übersetzt aus „Self Supporting Worker", August 1994

Welche Konsequenzen ziehen wir daraus?

  1. Vegetarier leben gesünder, Fleisch aus der Massentierhaltung enthält Antibiotikarückstände. Bei jahrelangem Genuss wird eine Resistenzentwicklung gefördert, so dass Im Krankheitsfall die Erreger unangreifbar sind.
  2. Antibiotika nur selten, in schweren Krankheitsfällen verabreichen. Wer sich bei jeder Halsentzündung Antibiotika verschreiben lässt, wird "mit Kanonen auf Spatzen schießen" und fördert dieselbe Entwicklung wie bei l.
  3. Antibiotika aus der Natur können in leichteren Krankheitsfällen eingesetzt werden. Es gibt Pflanzen, die in richtiger Dosierung eine antibakterielle Wirkung entfalten.

Darüber mehr im nächsten Thema.

Noch ein Beitrag zum Thema Antibiotika-Resistenz:

DER BIOLOGISCHE HOLOCAUST


Antibiotika-resistente Bakterien sind eine der größten Herausforderungen, denen Wissenschaftler heute gegenüberstehen. Enterokokken (meist Darmerreger) sind gegenüber allen bekannten Antibiotika Immun geworden, und zur selben Zelt sind sie eine der Hauptursachen für Harnwegs- und Wundinfektionen Im Krankenhaus. Die Bakterien haben die Fähigkeit, die Gene zu verändern und Forscher fürchten, dass sich der Resistenz-Faktor als Ursache von Lungenentzündung und Gehirninfektionen ausweitet.
Neue wirksame Antibiotika können bestenfalls In fünf Jahren erwartet werden. Mehr und mehr Menschen mit schwacher immunologischer Widerstandskraft sind Opfer geheimnisvoller Parasiten, die Experten nicht behandeln können.
„Wir sind konfrontiert mit Parasiten (Schmarotzer), von denen wir in der Vergangenheit nicht einmal gehört hatten," sagt Prof. Eckert aus Zürich. Er und seine Kollegen sind besonders beunruhigt über den drastischen Anstieg parasitärer Durchfallerkrankungen unter HIV-infizierten Patienten und die Vermehrung von Toxoplasmose (Infektionskrankheiten, von Tieren übertragen) unter Patienten mit einem schwachen Immunsystem."
Aus Executive Intelligence Review, 22 April 1994

"Das Evangelium schließt Gesundheitsreform in allen Phasen ein. Unser Werk ist, die Welt zu erleuchten, denn sie ist blind für die Entwicklung, die den Weg für die Plagen vorbereiten, die Gott auf diese Welt kommen lassen wird." EGW, Medical Ministry S. 159
Dr. Hans Diehl USA