Bronchialkatarrh - Ein lästiges Winterleiden

Viele Erkältungen im Winter schlagen sich auf die Atemwege.

Eine akute Bronchitis kann abklingen und doch nicht ganz ausheilen! Was bleibt, ist Heiserkeit. Brennen und ein häufiger Hustenreiz. Die Hustenanfälle schwächen den Körper und rauben alle Energie. Wie wird man diesen Husten los? Die Natur bietet wirksame Hilfe an.

Bewährt haben sich folgende Wickel und Packungen:

Heiße Dampfkompresse


Sie ist besonders zu empfehlen, wenn man abends vor Hustenreiz nicht einschlafen kann. Zuerst ein heißes Fußbad nehmen. Dann ein Tuch über heißen Dampf erwärmen und so heiß wie möglich auf die Brust legen. Warm halten mit Plastikabdeckung und Thermophor ca. 15 Minuten lang, evtl. zwischendurch neu erhitzen. Mit einer kühlen Abreibung schließen. Gut zudecken und zum Schwitzen bringen.

Brustwickel


Dieser Brustwickel soll eine Tiefendurchblutung des Brustkorbes auslösen. Ein Baumwolltuch wird mit kaltem Wasser angefeuchtet, auf den Brustkorb gelegt und mit einem trockenen Frottiertuch abgedeckt. Darüber kommt eine dicke Wolldecke. Der Wickel soll so lange aufliegen, bis sich eine wohlige Wärme entwickelt hat.

Senfwickel


Achtung - stark hautreizend, aber sehr wirksam. In wenig kochendem Wasser einige gehäufte Esslöffel Senfmehl einrühren und aufkochen lassen, so dass ein dickflüssiger Brei entsteht. Diesen Brei auf Küchenkrepp oder auf einen Leinenfleck streichen und so heiß, wie es vertragen wird, auf Brust und Rücken auflegen. Bett mit Plastik und Handtuch vor Flecken schützen. Nach 5 - 8 Minuten wieder abnehmen, Haut abwaschen, trocknen und eincremen. Personen, die eine Hautallergie oder eine sehr empfindliche Haut haben, sollten den Senfwickel nicht anwenden.

Trockene Balsam-Brustpackung


Bereiten Sie zum Einreiben der Brust einen Balsam zu: Thymianöl, Eukalyptusöl, Kampferöl, Latschenkieferöl, werden vermischt und auf Hals und Brust aufgetragen. Darüber legt man eine Lage Watte und gibt ein Wolltuch darüber. Am besten abends durchführen.

Inhalationen


Durch richtig durchgeführte Inhalation wird die Sekretion der Bronchien gesteigert. Am besten ist dafür ein Inhalierapparat geeignet. Wer keinen besitzt, kann sich mit Dampfinhalation behelfen. Schütten Sie drei Tropfen japanisches Heilpflanzenöl oder Olbas in ein Glas heißes Wasser und atmen Sie fünf Minuten lang die Dämpfe ein. Danach können Sie das Glas austrinken.

Kamillen - Inhalation


Geben Sie sieben Esslöffel Kamille in zwei Liter Wasser und lassen Sie es kochen. Atmen Sie die Dämpfe dieser heißen Brühe ein, am besten mit einem Handtuch über dem Kopf. Kleinen Kindern kann man ein „Dampfzelt" bauen: Den Topf mit kochend heißem Kamillen-, Kiefernadel- oder Thymiantee neben das Bettchen (außer Reichweite des Kindes) stellen und ein Laken über Topf und Bett breiten. Das Kind dabei im Auge behalten!

Hustentees


Bei den Hustentees verwenden wir sowohl hustenreizstillende als auch schleimlösende. Durch ihren Schleimgehalt hustenreizlindernd wirken Eibisch, Huflattich, Isländisches Moos, Malve und Spitzwegerich. Zu den Heilpflanzen, die den Auswurf fördern, gehören Veilchen, Schlüsselblume, Anis und Fenchel. Thymian wirkt krampflösend und desinfizierend.
Hier ist ein REZEPT zur Zubereitung des schleimlösenden Schlüsselblumentees: Einen Teelöffel der feingeschnittenen Wurzel mit einer Tasse heißem Wasser übergießen, den Ansatz zwei Minuten aufkochen, den Tee dann zehn Minuten ziehen lassen und abseihen. Bei starker Verschleimung tut dieser Tee besonders morgens nach dem Aufstehen gut. Was kann man sonst an pflanzlichen Heilmitteln einsetzen?

Süßholz


Kleine Mengen Süßholz kauen (nicht zur ständigen Einnahme geeignet). Die Inhaltsstoffe des Süßholzes wirken entzündungshemmend, krampf- und schleimlösend.

Meerettich


Mehrmals täglich eine Messerspitze geriebenen Meerettich mit einem halben Teelöffel Brunnenkresse einnehmen (pflanzliches Antibiotikum). Nur eine ZWIEBEL habe man früher gegen Husten gebraucht, erzählte die Großmutter. Man hat sie als Zwiebelsirup oder als Zwiebelwickel verwendet. Für den SIRUP eine Zwiebel schälen, in kleine Scheiben schneiden und mit einem Esslöffel Kandiszucker und etwas Wasser zu einem dicken Brei kochen. Davon nimmt man gegen Husten alle zwei Stunden einen Esslöffel ein.

Zuletzt darf man trotz oder wegen des Hustens ein TRAINING DER ATEMWEGE nicht vergessen. Ein gründliches Durchatmen, wobei vor allem die tieferen Lungenabschnitte belüftet werden, soll im Freien oder am offenen Fenster mehrmals täglich durchgeführt werden. Trainierte Atemwege erkranken weniger rasch und genesen schneller. Man kann die Atemwege durch das Aufblasen eines Luftballons üben. Täglich mindestens sechsmal kräftig pusten, wenn das Training wirksam sein soll. Auch rasche Spaziergänge an der frischen Luft wirken sich wohltuend auf die Atemwege aus.

„Wer von dem natürlichen Zusammenspiel der Kräfte in seinem Körper weiß, kann in vielen Fällen sein eigener Arzt sein." E.G. White