Bluthochdruck und Ernährung

Bluthochdruck im Lebensstil

 

In leichteren Fällen von Bluthochdruck helfen einfache, natürliche Maßnahmen. Das ist besser als medikamentöser Dauereinsatz (Antihypertonika) mit Nebenwirkungen unter gleichzeitiger Beibehaltung gesundheitsschädigender Gewohnheiten. Man soll den Organismus unterstützen, anstatt ihm Gewalt anzutun. Die diätetische Behandlung ist ein wichtiger Faktor, um Hochdruck in den Griff zu bekommen.

Blutdruck und Salzkonsum


Etwa ein Drittel der Menschen mit hohem Blutdruck reagiert sehr empfindlich auf Salz. Hier lässt sich durch eine starke Einschränkung der täglichen Salzzufuhr eine sehr deutliche Senkung des Blutdrucks erreichen - nicht mehr als 3-4 g täglich. Das ist etwa ein halber bis ein Teelöffel Salz. Wenn sich hoher Blutdruck eingestellt hat, ist es ratsam, Salz für einige Zeit völlig aus der Ernährung wegzulassen. Brot wird am besten ohne Salz selber gebacken. Zu beachten ist, dass sämtliche Wurst- und Käsesorten stark gesalzen sind. Backpulver ist reich an Natrium und sollte auch aus anderen Gründen gesundheitlicher Art nicht verwendet werden.
Als Ausgleich für fehlendes Kochsalz würzen Sie mit Knoblauch, Paprika, frischen Kräutern und Zwiebeln. Meiden sollte man Lebensmittel mit hohem Natriumgehalt wie Ketchup, Fertiggerichte, Kartoffelchips. Speck und Schinken, Senf, Sardellen, Salz und Matjesheringe, Laugengebäck, Salzstangen. Verwenden Sie Getränke mitwenig Natriumgehalt, also Tee, verdünnte Fruchtsäfte oder Tafelwässer mit weniger als 100 g Natrium pro L. Wenn Sie den Eindruck haben, zu viel Salz aufgenommen zu haben, so können Sie einen Obst-, Reis- oder Kartoffeltag einlegen.
Prof. Hanns Woiff erklärte: „Wenn es gelingt, den Kochsalzverbrauch der Hypertoniker auf 4 Q täglich oder darunter zu vermindern, kann der Blutdruck bei der Hälfte der Patienten entscheidend gesenkt werden."

Was bei Hochdruck sonst noch schadet


Da Übergewicht der häufigste Risikofaktor für erhöhten Blutdruck ist, sollte mittels einer Reduktionsdiät das Normalgewicht Schritt für Schritt erreicht werden. In diesem Fall beginne man jede Mahlzeit mit einer Rohkost, kaue langsam und gut, esse zwischen den Mahlzeiten nichts und abends nur noch wenig.
Besondere Zurückhaltung übe man bei Speisen, in denen Fett, Zucker und Weißmehl enthalten sind. Freies Fett fördert hohen Blutdruck. Meiden Sie viele Eier, Käse Fleisch und fette Milchprodukte. Achten Sie auf den Cholesterinspiegel! Bei einer Erhöhung sollten tierische Fette prinzipiell gemieden werden. Koffeinhaltige Getränke (Kaffee, Tee, Cola) Alkohol, Nikotin, scharfe Gewürze und vergorene Nahrungsmittel stimulieren das Nervensystem und sollten ebenfalls gemieden werden. Nikotin verengt die Gefäße, Rauchinhaltsstoffe lagern sich im Inneren der Gefäße an und führen nach und nach zum Verschluss.

Gibt es eine „blutdrucksenkende" Ernährung?


In der Behandlung eines stark erhöhten Blutdrucks empfiehlt es sich, mit einem Fasttag zu beginnen und an den folgenden drei Tagen zu den drei Mahlzeiten nur Apfel zu essen. Nach Dr. B.S. Levin haben Apfel eine günstige Wirkung auf einen erhöhten Blutdruck.
Danach geht man auf eine rein pflanzliche Kost ohne zugefügtes Salz, über Früchte, Gemüse, Getreide und Nüsse enthalten nur sehr wenig Natrium (Bestandteil von Kochsalz), dafür aber reichlich Kalium. Offenbar ist dieses Verhältnis von Natrium/Kalium für uns vorn Schöpfer vorgesehen. Diese vier Nahrungsgruppen stellen auch für den Hochdruckkranken die ideale Kost dar. Buchweizengerichte und Naturreis sollten auf den Tisch kommen, da diese beiden Produkte eine blutdrucksenkende Wirkung haben.
Zu diesen Gerichten gibt man viel Rohsalate, die mit Zitrone statt mit Essig angemacht werden. Sehr gut ist zur Frühjahrszeit Bärlauchsalat und Bärlauchgemüse. Ihm verwandt ist der KNOBLAUCH, und seine gute Wirkung bei hohem Blutdruck und Arterienverkalkung ist bekannt. Knoblauch senkt den Blutdruck durch Erweiterung der Blutgefäße. Wer Angst vor Geruchsbelästigung hat, kann ihn in Form von Dragees einnehmen.

Welche Tees und Heilkräuter kommen zur Anwendung?
Mistel, Weißdorn und Arnika. Verwenden Sie folgende Teemischung: 30 g Weißdornblüten, 20 g Mistel, 20 g Melissenblätter. Einen gehäuften Teelöffel mit einer Tasse kochendem Wasser übergießen, 10 Minuten ziehen lassen und abseihen. Je eine Tasse morgens und abends lauwarm trinken.