Bluthochdruck und aktive Gesundheitspflege

Wer eine dauerhafte Wirkung erzielen will, muss aktiv gegen den Hochdruck vorgehen.

Hier müssen Therapeut und Patient zusammenarbeiten. Der Arzt kann ein Anti-Raucherprogramm, Diätpläne und Bewegungskonzepte zusammenstellen, aber: für seine Patienten nicht rauchen, joggen oder Stress abbauen - das kann der Arzt nicht!
Diesen Weg, der mitunter beschwerlich ist, muss der Hochdruckkranke selbst in Angriff nehmen. Was können wir hinsichtlich unserer Lebensgestaltung tun, um hohen Blutdruck zu senken?

BEWEGUNG


Eine regelmäßige sportliche Tätigkeit ist bei Bluthochdruck zweckmäßig.

Folgendes muss aber unterbleiben:

  • plötzliche Anstrengung
  • große Dauerleistung
  • Wettkampf und Leistungssport


Betreiben Sie Ausdauersport, der langsam und vorsichtig aufgebaut wird - dazu eignen sich Laufen, Radfahren, Skilanglauf, Schwimmen. Besonders wichtig ist Laufen.
Das Ziel: Mindestens viermal wöchentlich den Kreislauf fünfzehn- bis zwanzig Minuten lang belasten. Unternehmen Sie auch öfters Wanderungen, die flottes Gehen notwendig machen. Das gleicht innere Spannungen aus und fördert gleichzeitig die Durchblutung.
Dabei kann man seine Gedanken bewusst auf die Werke Gottes in der Natur richten. Beachten Sie den alten Spruch des Dichters Johann Gottfried Seume (1763-1810): „Es ginge alles besser, wenn man mehr ginge!"

WASSERBEHANDLUNGEN


Kalte Bäder erhöhen den Blutdruck, ein neutrales Bad gleicht ihn aus. Ein körperwarmes Bad am Abend, 36 °C für 20 Minuten reguliert den Blutkreislauf, beruhigt und fördert den Schlaf, und senkt oftmals den Blutdruck. Regelmäßiger und genügender Schlaf spielt in der Behandlung eine große Rolle. Während des Schlafs ist der Blutdruck erniedrigt.

TEMPERATURANSTEIGENDE FUSS- oder ARMBÄDER


Empfohlen werden Armbäder, deren Temperatur man langsam von 33°C auf 39°C erhöht, 15 Minuten lang. Sie senken den arteriellen Mitteldruck um durchschnittlich 10 mm HG. Denselben Effekt haben Wechselfußbäder: 5 Minuten 37 °C, fünf bis sechs Sekunden lang zehn Grad. Man beginnt mit warmem Wasser, wechselt mehrmals und schließt mit dem kalten Teil ab. Danach frottieren und ins Bett legen oder einen Spaziergang machen.
Sauna ist bei mäßiger Blutdruckerhöhung möglich, jedoch sollte auf das kalte Eintauchbad verzichtet werden.
In der physikalischen Medizin werden Kohlensäure-Badebehandlungen wegen der kapillarerweiternden Wirkung in der Haut eingesetzt.

BEKLEIDUNG


Die Arme und Beine. Hände und Füße sollten durch Zusatzbekleidung stets warm gehalten werden. Durch eine Abkühlung der Extremitäten wird ihre Durchblutung verringert und es kommt zu einer Blutüberfüllung der inneren Organe und des Gehirns. Eine ausgeglichene und freie Blutzirkulation ist die erste Voraussetzung für Gesundheit und Wohlbefinden.

MITWIRKUNG SEELISCHER FAKTOREN


Es gibt bereits viele Untersuchungen über den Einfluss seelischer Faktoren auf den Blutdruck. Zusammenfassend kann gesagt werden, dass Hypertoniker teilweise durch die Vererbung, teilweise durch einen falschen Lebensstil anfällig für die Entwicklung des Bluthochdrucks sind. Hier sind es oft innerpsychische Konflikte, die dem Betreffenden oft gar nicht mehr bewusst sind, unterschwellige Aggressionen und Frustrationen, die den Blutdruck in die Höhe treiben. Eine gute, persönliche Seelsorge, die sich bemüht, Konflikte nach biblischen Richtlinien aufzulösen, ist wünschenswert.
Das Ziel ist, zum Frieden mit Gott und den Mitmenschen hinzuführen. Eine harmonische innere Einstellung wird sich auch harmonisierend auf den Blutdruck auswirken.

STRESSABBAU


Ein häufiger Mitverursacher der Hochdruckerkrankung ist Stress.

  • Versuchen Sie, den Stressor zu identifizieren. Finden Sie heraus, was Sie stört und nervt!
  • Meiden Sie vorhersehbaren Stress oder Stress-Situationen.
  • Unter Umständen muss der Arbeitsplatz oder der Beruf gewechselt werden, wenn man den Stress nicht aushält.
  • Suchen Sie den Ausgleich durch körperliches Training oder durch die folgende Entspannungsübung: Hinlegen. Die Muskeln der Beine, der Oberschenkel und des Rückens maximal anspannen, nach einigen Sekunden entspannen. Danach in gleicher Weise die Muskeln von Bauch und Brust anspannen und entspannen. Schließlich geht man auf die Arme und den Hals über. Führen Sie diese Übung zweimal täglich durch.
  • Richtiges Atmen fördert die Blutzirkulation und beruhigt die Nerven. Tief Luft holen, anhalten und bis zwanzig zählen. Danach ausatmen, anhalten und bis zehn zählen. Diese Übung einige Minuten lang mehrmals am Tag durchführen. 

GEDANKENKONTROLLE


Wenn die Gedanken nicht mit Arbeit oder den Umgang mit anderen Menschen beschäftigt sind, sollte man sie auf die Zusagen Gottes in der Heiligen Schrift richten. Lernen Sie den heilsamen Wert des Vertrauens in die göttliche Kraft kennen. Gott lädt uns ein:

„Kommt doch zu mir; ich will euch die Last abnehmen. Stellt euch unter meine Leitung und lernt von mir, dann findet ihr Ruhe für eure Seelen. Was ich anordne, ist gut für euch und was ich euch zu tragen gebe ist keine Last!" (Matthäus 11,28-30. Gute Nachricht)