Bluthochdruck - Ein gefährlicher Begleiter

Im Bevölkerungsdurchschnitt hat jeder fünfte bis siebte Deutsche oder Österreicher haben erhöhten Blutdruck.

Nur die Hälfte der Betroffenen weiß davon. Mit zunehmendem Alter vergrößert sich das Risiko, dass der Blutdruck ansteigt. Bis zum 35. Lebensjahr ist etwa jeder zehnte davon betroffen, ab 65 jeder vierte.
Was bedeutet hoher Blutdruck? Unser Herz funktioniert wie eine Muskelpumpe, die das Blut über das Arteriensystem in den Körper befördert. Dabei entsteht ein Druck, den man SYSTOLISCH nennt, meist nur als „oberer" Wert bekannt. Er soll 140 mm/hg möglichst nicht übersteigen. Nach der Druckwelle erschlafft der Herzmuskel, damit das Blut in den Hohlraum einströmen kann. Dabei sinkt der Druck deutlich ab. Wir messen ihn als „unteren Wert" oder DIASTOLISCHEN Blutdruck. Er sollte immer unter 100 mm/hg liegen.
Hoher Blutdruck ist in den allermeisten Fällen ein so genannter Zufallsbefund. Man entdeckt ihn bei routinemäßigen Untersuchungen. Bluthochdruck gilt zu Recht als „Silent-Killer", als stiller Mörder. Er verursacht oft jahrelang keine Beschwerden. Doch wenn der Blutdruck über längere Zeit erhöht ist, steigt das Risiko, einen Schlaganfall, Angina pectoris, Herzinfarkt, Nierenleiden, Augenschäden und Gefäßschäden zu erleiden. Das bedeutet, dass die Lebenserwartung sinkt. Denn die Herz-Kreislauf-Erkrankungen ste-ien mit über 50% an der Spitze der Todesursachen.

URSACHEN DES BLUTHOCHDRUCKS

Nur bei wenigen Prozenten der Hypertoniker lässt sich tatsächlich eine Krankheitsursache finden, wie Nierenleiden oder hormonelle Störungen. Bei neunzig bis fünfundneunzig von hundert Menschen ist nicht bekannt, warum Ihr Blutdruck erhöht ist. Fachleute sprechen in diesem Fall von primärer oder essentieller Hypertonie. Verschiedene Einflussgrößen sind Alter, Rasse und Geschlecht. Männer erkranken etwa 1,5mal häufiger an Hochdruck als Frauen - diese holen aber mit steigendem Alter auf.
In verschiedenen Untersuchungen haben Wissenschaftler festgestellt, dass eine Reihe von Risikofaktoren die Entstehung von Hochdruck begünstigen:

  • ÜBERGEWICHT
    Der häufigste Risikofaktor. Übergewichtige Menschen haben doppelt so häufig Bluthochdruck wie Normalgewichtige.
  • SALZ
    Bei manchen Menschen - nicht bei allen - steigt der Blutdruck durch hohen Salzkonsum. Umgekehrt sinkt er bei diesen Personen bei geringerem Salzverbrauch.
  • ALKOHOL
    Forscher der Universität Ulm haben festgestellt, dass Alkohol besonders bei Männern eine der Hauptursachen für erhöhten Blutdruck ist. Er verursacht langfristig Stoffwechselveränderungen im Körper.
  • RAUCHEN
    Nikotin erhöht den Blutdruck kurzfristig und verengt die Blutgefäße, l
  • ZU WENIG KÖRPERLICHE AKTIVITÄT DIABETES
    Zuckerkranke haben häufig Bluthochdruck.
  • STRESS
    Durch kurzfristige Belastungen steigt der Blutdruck für kurze Zeit. Dauerstress bewirkt lang anhaltenden Blutdruckanstieg.
  • LÄRM
    Ein ständig hoher Geräuschpegel, etwa durch Tiefflieger, Straßenverkehr und Lärm am Arbeitsplatz ist offenbar mitverantwortlich für die Entstehung von hohem Blutdruck.
  • SEELISCHE FAKTOREN.
    Es ist schon lange bekannt, dass seelische Erregung aller Art, wie z.B. Konflikte, aber auch anstrengende geistige Tätigkeit, den Blutdruck akut erhöhen können.
  • VERERBUNG
    Aus Untersuchungen an Zwillingen schließen die Forscher, dass Vererbung bei der Entstehung von Bluthochdruck eine gewisse Rolle spielt.
  • NEBENWIRKUNG VON MEDIKAMENTEN
    Vorsicht! Folgende Mittel können den Blutdruck erhöhen: Schnupfenmittel, verschiedene Hustenmittel, die Pille, Schlankheitsmittel (Appetitzügler).
  • BLEI IM BLUT
    Amerikanische Forscher haben herausgefunden, dass zwischen dem Bleigehalt im Blut und Bluthochdruck ein Zusammenhang besteht.

„Im allgemeinen schenkt man der Erhaltung der Gesundheit zu wenig Aufmerksamkeit. Es ist weislicher, Krankheit zu vermeiden, als zu wissen, wie man sie behandeln soll, wenn sie da ist." aus: Der Weg zur Gesundheit