Akute Bronchitis

Erste Hilfe aus der Natur!

 

Die Ursachen der akuten Bronchitis sind in 90 % der Fälle Infektionen mit verschiedenen Viren. Die Auslöser sind oft thermische Faktoren (Unterkühlung, Wetterumschwünge). Die Zeichen sind leicht zu erkennen: trockener, evtl. schmerzhafter Husten, erhöhte Temperatur, erst später Auswurf. Die Prognose ist im allgemeinen gut, nur bei Kleinkindern und älteren Personen muss man mit Komplikationen (Lungenentzündung) rechnen.

Die Natur bietet hier einen reichen Schatz an Heilmitteln. Das erste, was zu tun ist: Bettruhe, heiße Getränke und Brustwickel zur Überwärmung und Durchblutung der Haut.
Wir kennen folgende Wickel und Packungen:

HEISSE DAMPFKOMPRESSE
Zuerst ein heißes Fußbad nehmen. Dann ein Tuch über heißem Dampferwärmen und so heiß wie möglich auf die Brust legen. Warmhalten mit Plastikabdeckung und Thermophor ca. 15 Minuten lang, evtl. zwischendurch neu erhitzen. Mit einer kühlen Abreibung schließen. Gut zudecken und zum Schwitzen bringen. Diese Behandlung kann 2 -3 x täglich durchgeführt werden.

BRUSTWICKEL
Der Brustwickel soll eine Tiefendurchblutung auslösen. Ein Baumwolltuch wird mit kaltem Wasser angefeuchtet, auf den Brustkorb gelegt und mit einem trockenen Frottiertuch abgedeckt. Darüber kommt eine dicke Wolldecke. Der Wickel soll so lange aufliegen, bis sich eine wohlige Wärme entwickelt hat.

SENFWICKEL
Achtung - stark hautreizend, aber sehr wirksam! In wenig kochendes Wasser einige gehäufte Esslöffel Senfmehl einrühren und aufkochen lassen, so dass ein dickflüssiger Brei entsteht. Diesen Brei auf Küchenkrepp oder auf einen Leinenfleck streichen und so heiß, wie es vertragen wird, auf Brust und Rücken auflegen. Bett mit Plastik und Handtuch vor Flecken schützen. Nach 5 - 8 Minuten wieder abnehmen. Haut abwaschen, trocknen und eincremen. Personen, die eine Hautallergie oder eine sehr empfindliche Haut haben, sollten den Senfwickel nicht anwenden.

TROCKENE BALSAM-BRUSTPACKUNG
Bereiten Sie zum Einreiben der Brust einen
Balsam zu: Thymianöl, Eukalyptusöl, Kampferöl, Latschenkieferöl werden vermischt und auf Hals und Brust aufgetragen. Darüber legt man eine Lage Watte und gibt ein Wolltuch darüber. Am besten abends durchführen.

INHALATIONEN
Durch richtig durchgeführte Inhalationen wird die Sekretion der Bronchien gesteigert. Beim ersten Anzeichen von Husten und Brennen in der Brust schütten Sie 3 Tropfen japanisches Heilpflanzenöl aus der Apotheke in ein Glas Wasser und atmen Sie 5 Minuten lang davon die Dämpfe ein.

KAMILLEN-INHALATION
Geben Sie 7 Esslöffel Kamille in 2 Liter Wasser und lassen Sie es kochen. Atmen Sie die Dämpfe dieser heißen Brühe ein. Kleineren Kindern können Sie ein "Dampfzelt" bauen: den Topf mit kochend heißem Kamillen-, Kiefernadel- oder Thymiantee neben das Bettchen (außer Reichweite des Kindes) stellen und ein Laken über Topf und Bett breiten. Das Kind dabei im Auge behalten!

HUSTENTEES
Bei den Hustentees verwenden wir sowohl hustenreizstillende als auch schleimlösende. Durch ihren Schleimgehalt hustenreizlindernd wirken Eibisch, Huflattich, Isländisch Moos, Malve und Spitzwegerich. Zu den Heilpflanzen, die den Auswurf fördern, gehören Veilchen, Schlüsselblume, Anis und Fenchel. Thymian wirkt krampflösend und desinfizierend.
Hier ein REZEPT zur Zubereitung des schleimlösenden Schlüsselblumentees: 
Einen Teelöffel der feingeschnittenen Wurzeln mit einer Tasse heißem Wasser übergießen, den Ansatz zwei Minuten aufkochen, den Tee dann 10 Minuten ziehen lassen und abseihen. Bei starker Verschleimung tut dieser Tee besonders morgens mach dem Aufstehen gut.

Was kann man sonst noch an pflanzlichen Heilmitteln einsetzen?

SÜSSHOLZ
Kleine Mengen Süßholz kauen (nicht zur ständigen Einnahme geeignet).
Die Inhaltsstoffe des Süßholzes wirken entzündungshemmend, krampf- und schleimlösend.
MEERRETTICH
Mehrmals täglich eine Messerspitze geriebenen Meerrettich mit einem halben Teelöffel Brunnenkresse einnehmen (pflanzliches Antibiotikum).
Nur eine ZWIEBEL habe man früher gegen Husten gebraucht, erzählte die Großmutter. Man hat sie als Zwiebelsirup oder als Zwiebelwickel verwendet. Für den SIRUP eine Zwiebel schälen, in kleine Scheiben schneiden und mit einem Esslöffel Kandiszucker und etwas Wasser zu einem dicken Brei kochen. Davon nimmt man gegen Husten alle zwei Stunden einen vollen Esslöffel ein.

KOPFSALATABKOCHUNG: Ein fast vergessenes Hustenmittel ist Kopfsalat. Man gibt den ganzen Salat in kaltes Wasser und lässt ihn fast bedeckt 5 Minuten auf kleiner Flamme kochen. Vor dem Schlafengehen trinkt man l Glas des lauwarmen Sudes.

"Wer etwas von dem natürlichen Zusammenspiel der Kräfte in seinem Körper weiß, kann in vielen Fällen sein eigener Arzt sein." E. G. White