Das erste Gebot

„Du sollst Gott deinen Herrn lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele, von allen Kräften und von ganzem Gemüt. Dies ist das vornehmste und größte Gebot. Das andere aber ist ihm gleich: Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst!" (Matth. 22, 37-40)


Was bedeutet das: „keine Götter neben mir haben?" Jahwe, der Ewige, der Ungeschaffene, der Schöpfer und Erhalter aller Dinge hat allein das Recht auf höchste Verehrung und Anbetung.

Der Mensch darf keinem anderen Wesen diesen ersten Platz in seinem Leben einräumen. Was auch immer wir schätzen mögen, sobald es unsere Liebe zu Gott vermindert oder den ihm gebührenden Platz wegnimmt, machen wir einen Götzen (Ersatzgott) daraus. Der Mensch macht sich seine Götzen und Ersatzgötter selbst und verdrängt Gott von seinem rechtmäßigen Platz.

Selbst gemachte Götter. Alles, was ich mehr liebe, woran ich mein Herz hänge, dem ich mehr vertraue und was ich höher achte als Gott, das ist mein Götze! Selbstgefälligkeit, Hochmut, Geiz, Habsucht, Genusssucht, Egoismus, das Vergöttern von Idolen, Fernsehsucht, Alkohol- und Drogenmissbrauch ....
Statt den ewigen Gott zu ehren, verehren Menschen abgöttisch vergängliche Idole. Die Suche nach einem Gottersatz führt unweigerlich zu Okkultismus, Aberglauben oder Sucht. Heute sind vor allem die Wissenschaft und der Genuss unser Gott! Und mit Hilfe raffinierter Technik versuchen wir Gott von seinem Thron zu entfernen! Doch nun haben wir das Dilemma: Anstatt das Paradies zu bauen, haben wir immer mehr unter den Folgen zu leiden!

Falsche Gottesvorstellungen sind ebenfalls Götzendienst. Die früheren heidnischen Religionen hatten ihre Götzenbilder und -statuen, Tempel, Reliquien und Schreine zur Verehrung. Heute sind es Gottesvorstellungen, die nicht dem biblischen Selbstzeugnis Gottes entsprechen, sondern den menschlichen Wunschvorstellungen. Dem Zeitgeist entsprechend sollte Gott heute möglichst alle Wünsche erfüllen und niemals Forderungen an den Menschen stellen.
Der Widersacher ist eifrig bemüht, das Bild Gottes im Menschen auszulöschen und sein eigenes Abbild den Menschen einzuprägen. Durch ein System des Götzendienstes richtet er seinen Thron zwischen Gott und den menschlichen Anbetern auf.

Selbsterlösung Alle Religionen, die nicht den Erlösungsweg Gottes gehen, sondern wo sich der Mensch durch eigene Werke oder Übungen selbst erlösen will, verstoßen gegen das erste Gebot.
Sie lehren den Menschen nicht „die Gerechtigkeit, die vor Gott Gültigkeit hat" (Röm. 1,17)

Falscher Ökumenismus. Im heutigen falsch verstandenen Ökumene-Mix glauben viele tatsächlich naiverweise, dass z.B. Moslems und Christen denselben Gott anbeten. Tatsächlich aber gibt es einen gewaltigen Unterschied zwischen Allah und unserem „Vater im Himmel".
Wenn angeblich alle an denselben Gott glauben, warum werden dann die Christen in den islamischen Ländern umgebracht und verfolgt?

Pluralismus. Wir leben heute im Zeitalter der so genannten „Patchwork-Religionen", das bedeutet, dass verschiedene Elemente aus verschiedenen Religionen einfach zusammengemischt und ein individueller aber nicht göttlicher Heilsweg gebastelt wird. Christliche Elemente werden verfremdet, ebenso das Gottesbild.
Doch Gott erkennt nur das an, was auch von ihm kommt. „Alle Pflanzen, die mein himmlischer Vater nicht gepflanzt hat, werden ausgerissen", sagt Christus.

Religiöse Machtausübung. Jede Kirche, jeder religiöse Führer oder jede Institution, die sich anmaßt, das Gewissen der Menschen zu zwingen so dass sie nach der von ihnen vorgeschriebenen Weise glauben müssen, maßt sich Rechte an, die nur Gott zustehen. Sie machen sich zu „Gottes Stellvertretern" auf Erden, obwohl sie nur irrende sterbliche Menschen sind und übertreten somit das erste Gebot.

Schöpfer und Geschöpf verwechselt. Das ist besonders in den heidnischen Naturreligionen der Fall mit der Anbetung der Sonne und der Gestirne. Besonders ist auch die Astrologie zu erwähnen, die auf der Grundannahme beruht, dass Planeten wirkende Mächte seien (mythisches Weltbild) und ihnen menschliche Eigenschaften zuschreiben. Hier verrät sich die bis heute in der Astrologie lebendig erhaltene Göttervorstellung der alten Babylonier. Die Sterndeutung gehörte zu ihrem Götzenkult. Die Bibel aber sagt dazu: „Sein (Gottes) unsichtbares Wesen, sowohl seine ewige Kraft als auch seine Göttlichkeit, wird von der Erschaffung der Welt an in dem Gemachten wahrgenommen und geschaut, damit sie keine Entschuldigung haben!" (Röm. 1,20) Statt den Schöpfer beten sie das Geschaffene an. Das hat geistige Folgen. Die Bibel sagt dazu: „Ihr unverständiges Herz ist verfinstert!" (Röm. 1,21) Eine geistliche Finsternis ist die Folge, wenn der Mensch Ersatzgötter verehrt, anstatt dem lebendigen Gott die Ehre zu geben. Er findet den wahren Heilsweg nicht mehr.

Pantheismus. Eine Weltanschauung, besonders in der Esoterik vertreten, die Macht und Wirken Gottes in die Materie verlegt. Der Pantheismus kennt keinen persönlichen Gott an den sich der Mensch wenden kann. Wenn Gott ein die ganze Natur durchdringendes Wesen wäre, dann wohnte er auch im Menschen und dann brauchte der Mensch nur die in ihm befindliche göttliche Kraft zu entwickeln. Das würde den Menschen zu seinem eigenen Erlöser machen. Das esoterische Heilsversprechen lautet daher: „Die Wahrheit liegt in dir selbst. Du musst nur alle Zusammenhänge lernen und verstehen". Christus aber spricht:
„Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater, denn durch mich!" (Joh.14,6)
Wer eine solche falsche Philosophie weiter verfolgt, wird irgendwann seine Verbindung mit Gott abbrechen und des ewigen Lebens verlustig gehen. Wir haben einen persönlichen Gott und er stellt sich in der Präambel zu den Zehn Geboten vor: „Ich bin der Herr, dein Gott... !"

Die Selbstvergötterung. Sie ist die Verführung unserer Tage. Der Mensch, geblendet vom wissenschaftlichen und technischen Fortschritt, hat sich zum Maß aller Dinge gemacht und fragt Gott nicht mehr. Doch anstatt das Paradies zu bauen, haben wir die Hölle auf Erden installiert. Wie hieß die Lüge der Schlange im Paradies? „Ihr werdet sein wie Gott!" (1. Mose 3,5)
Diese Verführung wäre für Eva bedeutungslos gewesen, wenn sie göttliche Kräfte in sich getragen hätte. Satan möchte Menschen glauben machen, dass solche Kräfte wie die Gabe der Wunderheilung oder die Zukunft vorauszusagen, in uns selber liegen. Sie müssten nur erlernt und entwickelt werden. Doch solche Kräfte liegen nicht im Menschen an sich, sie werden ihm nur verliehen, entweder von Gott oder von Dämonen.
Als Jesus Christus vor 2000 Jahren in der Wüste vom Teufel versucht wurde, ihn selbst anstelle Gottes anzubeten, antwortete er ihm unmissverständlich: „Hebe dich weg von mir Satan! Denn es steht geschrieben: Du sollst anbeten Gott, deinen Herrn, und ihm allein dienen!" (Matth.4,10)