Das vierte Gebot

„Gedenke des Sabbattages, dass du ihn heiligst.

Sechs Tage sollst du arbeiten und alle deine Werke tun. Aber am siebenten Tage ist der Sabbat des Herrn, deines Gottes. Da sollst du keine Arbeit tun, auch nicht dein Sohn, deine Tochter, dein Knecht, deine Magd, dein Vieh, auch nicht der Fremde, der in deiner Stadt lebt.
Denn in sechs Tagen hat der Herr Himmel und Erde gemacht und das Meer, und alles was darinnen ist und ruhte am siebenten Tage. Darum segnete der Herr den Sabbattag und heiligte ihn." (2. Mose 20,8-11)

Der Sabbat als Ruhetag


Wenn wir die Zehn Gebote als Gesamtheit betrachten so fällt auf, dass die ersten vier Gebote das Verhältnis zwischen Gott, dem Allmächtigen und dem Menschen, seinem Geschöpf, regeln.
Das vierte Gebot hängt untrennbar mit den ersten drei Geboten zusammen: Das erste Gebot erklärt uns den wahren Gegenstand der Anbetung, das zweite zeigt uns die richtige Art und Weise der Anbetung und warnt vor falschen Formen der Religion (Bilderdienst); das dritte lehrt die rechte Ehrfurcht bei der Anbetung und das vierte bestimmt die besondere Zeit für die Anbetung, nämlich den Ruhetag.
Was bedeutet „Sabbat"? Das Wort „shabath" (hebr.) bedeutet „aufhören", „ruhen". Der siebente Tag stellt den Ruhetag dar. Dieses Aufhören und Ruhen weist auf die Vollendung der Schöpfung hin und wurde den Menschen zum Gedächtnis an das große Werk der Schöpfung Gottes geschenkt. Nach sechs Schöpfungstagen ruhte Gott am siebenten. Gott selbst hat also am Anfang dieser Weltzeit den LEBENSRHYTHMUS festgelegt. Auf sechs Arbeitstage soll ein Ruhetag folgen. Ebenso wie Gott soll auch der Mensch schaffen und ruhen. Das menschliche Leben sollte auf diese Weise ein Abbild des Göttlichen werden!
Der Mensch soll jeden siebenten Tag ausruhen, weil er eben keine Maschine ist: Körper, Seele und Geist sollen an diesem Tag in der Gemeinschaft mit Gott gestärkt werden und sich erneuern.
Der Ruhetag ist eine sinnvolle Antwort auf die Hetze und den Stress unserer Tage!
Wird dieser Tag in rechter Weise eingehalten, so wird der Mensch in die Lage versetzt, sich immer wieder neu den täglichen Herausforderungen zu stellen und sein Leben sinnvoll zu gestalten.
Wird diese Schöpfungsordnung jedoch missachtet, schadet sich der Mensch selbst. Unsere Gesellschaft leidet an Stress, Schlaflosigkeit, Herz- und Kreislaufbeschwerden, Depressionen, Sinnkrisen und Daseinsentleerung. Da sich kaum jemand Zeit nimmt, das Wort Gottes am Ruhetag zu hören, nimmt die geistige Orientierungslosigkeit immer mehr zu. Diese Ruhelosigkeit bringt die Menschen aus ihren körperlichen und seelischen Gleichgewicht und macht sie krank.
Sabbat halten bedeutet aber nicht nur die Arbeit vermeiden, sondern hat vor allem mit der inneren Ruhe der Seele zu tun. Es ist dies eine Ruhe, die nur in der Gemeinschaft mit Gott gefunden wird. Sie soll ein Abglanz jener Ruhe und Freude sein, die im Paradies herrscht. Welch eine Wohltat ist es, am Sabbat frei zu sein von jedem Druck, den Geschäft, Schule, Verkehr und jede Wochentagsbeschäftigung mit sich bringt.
Diese Ruhepause ist ein unschätzbarer Segen, wenn wir sie in rechter Weise benutzen.

Wann hast du Zeit für Gott ?

 

Der Sabbat und die Schöpfung

Das vierte Gebot beginnt mit dem Wort: "Gedenke".....
Jeder Sabbat ist ein Gedenktag an die Schöpfung, also der Geburtstag dieser Welt. Gott selbst ging mit gutem Beispiel voran: "Und Gott..... ruhte am siebenten Tag von allen seinen Werken, die er gemacht hatte. Und Gott segnete den siebenten Tag und heiligte ihn, weil er an ihm ruhte von allen seinen Werken." (Mose 2, 2 + 3) Da die Menschheit der Schöpfung ihr Dasein verdankt, besteht auch die Verpflichtung für alle Menschen, diesen Gedenktag zu halten.
Oft wird behauptet, der Sabbat sei nur für die Juden. Doch bei der Schöpfung gab es noch keine Israeliten, nur Adam und Eva als Stammeltern der Menschheit. Also gilt das Gebot für alle Menschen und ist für alle Zeitalter verbindlich. Der wöchentliche Sabbat als Ruhetag ist auch kein rituelles Gebot, sondern ein Teil des großen Moralgesetzes, der Zehn Gebote. Da die moralische Bedeutung der anderen neun Gebote unbestritten ist, („du sollst nicht stehlen, töten, ehebrechen") können wir schlussfolgern, dass auch der Ruhetag von Gott her als moralisches Gebot gedacht war, ebenso universal und bindend wie die anderen neun. Die besondere Weihe, die Gott diesem Tag zugedacht hatte, wurde in der Heiligen Schrift nirgendwo widerrufen. Auch fehlen jegliche Aussagen, dass die Heiligkeit des Sabbats auf den Sonntag übertragen worden wäre. Diese Änderung geschah im Laufe der Kirchengeschichte, wie wir in der Fortsetzung sehen werden.
Sicher ist, dass Gott seinen besonderen Segen auf den Sabbat gelegt hat: „Und ich will dich über die Höhen auf Erden gehen lassen und dich speisen mit dem Erbe deines Vaters Jakob." (Jes.58,14) Für den Sonntag existiert keine göttliche Verheißung.

Das vierte Gebot und die Erlösung


Christus und die Apostel feierten selbstverständlich den Sabbat. Christus selbst bezeugte: "So ist nun der Menschensohn auch Herr über den Sabbat!" (Markus 2,28) Christus, der Urheber der Zehn Gebote hielt sich an sein eigenes Gesetz, als er Menschennatur annahm und hat es auch für die Zukunft niemals geändert. Darum ist der „Tag des Herrn" (Offenb.1,10) nicht der Sonntag.
Der Apostel Johannes konnte mit seinem geistlichen Hintergrund damit nur den biblischen Sabbat meinen.
Christus forderte seine Nachfolger auf: "Wenn ihr mich liebt, so haltet meine Gebote!" (Joh.14,15). Wer Gott liebt, der hält die Zehn Gebote, denn sie sind seine himmlische Hausordnung. Der Gehorsam des Glaubens orientiert sich an göttlichen Vorschriften und nicht an menschlichen Traditionen. Christus hat das eine vom anderen immer sehr genau unterschieden.

Heute leben wir in einer Zeit weit verbreiteter Gesetzlosigkeit mit ihren tragischen Auswirkungen. Aus diesem Grund werden auch viele biblische Aussagen zum Sabbatgebot missverstanden und umgedeutet. Doch es gibt keine stichhaltige Begründung dafür, das vierte Gebot zu verwerfen.
Wenn die anderen neun Gebote gültig sind, warum dann nicht auch das Gebot des Ruhetages?
Der Wochensabbat ist kein Teil des mosaischen Gesetzes, wie so oft behauptet wird, und er wurde somit auch nicht am Kreuz abgeschafft.
Im so genannten „Neuen Bund" gelten keine anderen Gebote als die vom Sinai. Der „Neue Bund" heißt deshalb neu, weil er erst durch das vergossene Blut Jesu Christi bestätigt wurde (vgl. Matth. 26,28) Die Zehn Gebote setzte er niemals außer Kraft.
"Bis dass Himmel und Erde zergehe, wird nicht zergehen der kleinste Buchstabe.... vom Gesetz" (Matth.5,18) Der Erlösungsplan Gottes sieht nicht die Änderung der Zehn Gebote vor, sondern die Änderung und Verwandlung des Sünders! Die Gebote müssen nicht dem Menschen angepasst werden, sondern der Mensch muss lernen, sich nach Gottes Regeln auszurichten!
Die Gebote zeigen auf, was Gott wünscht. Sie können aber nicht die Kraft zum Gehorsam verleihen und auch nicht die Vergebung der Sünden. Doch der wiedergeborene Mensch bekommt die Kraft von Christus, Gottes Gebote zu halten. Es ist daher ein tragisches Missverständnis, wenn das Halten des Sabbats als „jüdische Gesetzlichkeit" interpretiert wird. Der Glaube an Jesus als unser Vorbild ist das einzige stichhaltige Bezugssystem für das Halten der Gebote, einschließlich des vierten Gebotes.

Gott bekennt sich wunderbar zu solchen, die seine Gebote halten.

Vom Sabbat zum Sonntag

In den meisten Kirchen gibt es die folgende Erklärung: „Israel feiert den Sabbat am Samstag. Christen feiern den Tag der Auferstehung Jesu am Sonntag."
Doch diese Erklärung kann nicht aus der Bibel abgeleitet werden. Nicht Christus, sondern die Kirche veränderte den Ruhetag!

Am Anfang war alles anders. Christus und die Apostel hielten den Sabbat. Dazu gibt es genügend Aussagen im Neuen Testament. Auch die Urchristengemeinde feierte den Sabbat (Samstag) als Tag der Ruhe und der Anbetung.
„Bis tief ins zweite Jahrhundert hinein haben wir in den Quellen nicht die leiseste Andeutung dafür, dass der Sonntag von den Christen in irgend einer Weise mit Arbeitsruhe ausgezeichnet worden wäre." (W. Rordorf „Der Sonntag", S 155)
Auch die Christen aus den Heiden hatten anfänglich keine Schwierigkeiten, den biblischen Schöpfungssabbat zu feiern (vgl. Apg.13, 44). Denn auch die Römer hatten Fest- und Feiertage, die sogar den Sklaven Ruhe gewährten. Und daher ist es auch zu verstehen, dass die Sabbatfeier erst dann verteidigt werden musste, als der Sonnentag im Römerreich Verbreitung fand und den Sabbat zu verdrängen drohte.
Wenn wir den ersten Spuren der Sonntagsfeier nachgehen, so entdecken wir, dass der Sonntag keine Institution christlichen Ursprungs darstellt, sondern vielmehr in der heidnischen Planetenwoche und dem orientalischen Mithraskult (Sonnenan-betung!) seine Wurzeln hat. Das dritte und vierte nachchristliche Jahrhundert war eine Zeit ungeheurer Religionsmengerei. Auch das Urchristentum wurde von Geheimlehren (Gnosis) und heidnischen Kulten unterwandert. Vor allem die Kirche in Rom wurde tonangebend in der Einführung des Sonntags.
Doch bevor es zum Feiern des Sonntags kommen konnte, musste die christliche Verkündigung abgeändert werden. Dies geschah erst im vierten Jahrhundert.
Kaiser Konstantin, selbst ein lupenreiner Heide (er betete sieben Götter an), dafür aber ein guter Politiker, wollte Heiden- und Christentum in seinem Reich vereinen. Daher erließ er am 7. März 321 ein Sonntagsgesetz, das „erste staatliche Gesetz über den Sonntag, das den Anfang der unendlich langen Reihe, die sich bis auf unsere Zeit fortsetzt, bedeutet. Denn seither hat der Staat nie mehr aufgehört, sich mit dieser Materie zu befassen.... Unter den Kirchenschriftstellern fängt in jenen Jahren eine neue Lehre sich zu verbreiten an: die Ansicht nämlich, dass Christus den mosaischen Sabbat aufgehoben und an seine Stelle den christlichen Sonntag eingesetzt habe; man beginnt, mosaische Regeln über Sabbatheiligung auf den Sonntag anzuwenden." („Sonntagsgesetzgebung", Dr. jur. Helene Stokar)

Aus dem Studium der Quellen zu dieser Zeit ersehen wir, dass die Begründung der Sonntagsfeier mit dem Sabbatgebot der Christen erst nachträglich gegeben wurde

  • dass sie durch die äußeren Umstände veranlasst worden ist
  • dass die Sonntagsheiligung mit dem Sabbatgebot nicht stichhaltig zu begründen ist
  • und überhaupt nicht biblisch zu begründen ist. Mit der Sonntagsruhe befasst sich kein einziges biblisches Gebot.

Viele halten die Feier des Sonntags heute deshalb für richtig, weil er eine so lange Tradition (1700 Jahre) aufzuweisen hat. Doch die Beobachtung des Sonntags steht genau auf dem gleichen Grund wie andere Kirchenbräuche, wie etwa die Fastenzeit oder der Advent. Kirchliche Traditionen sind menschliche Gebote und nicht Gottes Gebote! Christus unterscheidet deutlich zwischen beiden: „Vergeblich dienen sie mir, weil sie lehren solche Lehren, die nichts als Menschengebote (Über-lieferungen, Traditionen) sind." (Matth.15,9)

Zeugen vieler Jahrhunderte


In der offiziellen Kirche wurde zwar der Sabbat verdrängt und an dessen Stelle trat der Sonntag.
Doch deswegen ist die Sabbatfeier nicht unter den Christen verschwunden. Selbst kirchliche Verbote und sogar Verfolgung konnte dies nicht erreichen. In jedem Jahrhundert hatte der von Gott eingesetzte Ruhetag seine treuen Beobachter;

  • 796 n. Chr. Die Landbevölkerung der Diözese Friaul feierte den Sabbat. Im 9. Jhd. feierten christliche Bauern Norditaliens noch den Sabbat.
  • Bis 1058 feierte die Schottische Kirche den Samstag als Sabbat.
  • Bis zum 17. Jhd. wurde in ganz Abessinien der Sabbat als Ruhetag betrachtet. Erst unter dem Einfluss der Jesuiten wurde ein Edikt gegen die Sabbatbeobachtung erlassen. Die Reaktion unter dem Volk war heftig.
  • Auch in Böhmen und Mähren gab es Sabbatgemeinden, ebenso in Russland und den nordischen Ländern. Lückenlos pflanzt sich die Spur der Sabbathalter fort bis in unsere Zeit.
  • 17. Jhd. In England entstand die heute noch bestehende Gemeinschaft der Siebenten-Tags-Baptisten.
  • 1863 entstand in Amerika aus der Millerbewegung heraus die Gemeinschaft der Siebenten-Tags- Adventisten.

Leider nahmen die Reformatoren des Protestantismus (Luther, Calvin, Zwingli) gegenüber dem Sabbatgebot eine zwiespältige Haltung ein und dadurch entstand Ratlosigkeit in den Kirchen. So folgte man in diesem Punkt der Papstkirche, ganz entgegen dem reformatorischen Grundsatz, wonach die Bibel als einzige Autorität in Glaubensdingen zu gelten habe („sola scriptura"). Doch Gott sorgt dafür, dass seine Ordnung durch menschliche Irrtümer nicht einfach zum Verschwinden gebracht wird. Auch in der Zukunft wird es, ähnlich wie in der Vergangenheit, wieder Bewegungen geben, die die Erkenntnis über den von Gott eingesetzten Ruhetag wieder in den Vordergrund bringen werden.

Wurde der Kalender geändert?

Es wurde oft die Vermutung geäußert, ob in dieser langen Zeitspanne von zwei Jahrtausenden nicht eine Veränderung des Kalenders stattgefunden hätte? Aber seit den Tagen Jesu hat sich der
Wochenrhythmus nicht geändert.
Die einzige Veränderung bestand im Wechsel vom Julianischen zum Gregorianischen Kalender, den wir jetzt noch haben. Papst Gregor XIII korrigierte die Zeit nach dem Stand der Sonne im Jahre 1582, indem er aus Freitag, 5. Oktober Freitag den 15. Oktober machte. Somit wurden zehn Tage aus dem Kalender genommen. Der Wochenzyklus aber blieb bestehen. Gott hat darüber gewacht, dass der Sieben-Tage-Rhythmus immer derselbe blieb.

 

Gegenwart und Zukunft des vierten Gebotes

Die Loslösung von Gott und seinem Wort hat heute mitten in der Christenheit bedrohliche Ausmaße angenommen. Nur ein kleiner Teil der Gläubigen (11 Prozent) liest regelmäßig in der Heiligen Schrift. Die christliche Verkündigung ist durchdrungen von einem menschlich-philosophischen Gedankengut. Der stärkste Einbruch in das christliche Gedankengut aber gelang der Evolutionstheorie. Der Schöpfer selbst wurde aus seiner Schöpfung verbannt. Wird aber die Erschaffung des Menschen geleugnet, dann fällt auch Sündenfall und Erlösung dahin.
Die Kirchen vereinigen sich immer mehr in der Ökumenischen Bewegung, mit ihrem weltweiten Netzwerk an Organisationen. Es geht ihnen nicht um biblische Lehre und das Wort der Wahrheit, sondern um den kleinsten gemeinsamen Nenner, um Lehrstreitigkeiten zu vermeiden.
Das einzige aber, was sie alle vereint, ist der Sonntag.

Wir sehen, dass heute der Ruf nach dem Schutz der Sonntagsruhe unter dem Druck der Geschäftswelt und der Globalisierung immer lauter wird. Die „Allianz für den Sonntag" wird von der römischen Kirche angeführt, aber auch die Gewerkschaften rufen nach einem Schutz des Sonntags in der Verfassung. Die Medien stellen sich als Sprachrohr für die Sonntagsbewegung zur Verfügung, was der Sache einen hohen Bekanntheitsgrand verleiht. Der biblische Ruhetag dagegen bleibt weitgehend unbekannt. Die Kirche spricht, um der Sache mehr Autorität zu verleihen, fälschlicherweise von der „Sonntagsruhe als göttlichem Gebot" (es gibt aber kein göttliches Gebot für den Sonntag). Papst Johannes Paul II. hat 1998 in seinem Apostolischen Schreiben „Dies Domini" den Anspruch der Kirche auf den Sonntag bekräftigt. Auch sein Nachfolger Benedikt XI wird nicht müde, bei jeder Gelegenheit die Sonntagsfeier einzufordern.

Solange es Glaubens- und Gewissensfreiheit gibt, sind kirchliche Verordnungen und Zielvorstellungen kein Problem, da nur die eigenen Kirchenglieder sich verpflichtet fühlen und Andersdenkende in Frieden und Freiheit leben können. Doch die gegenwärtigen Tendenzen sollten uns zur Wachsamkeit mahnen.

Das Endziel de ökumenischen Bewegung ist die Schaffung einer neuen kirchlichen Welt-Friedensordnung und eines „Weltethos", das für alle Menschen verbindlich sein soll und ihnen am Ende aufgezwungen wird. Wir erkennen darin das in der Bibel angekündigte „Bild des Tieres": "Und es wurde ihm (dem Tier ) Macht gegeben, Geist zu verleihen dem Bild des Tieres, damit das Bild des Tieres reden und machen könne, dass alle, die das Bild des Tieres nicht anbeteten, getötet würden". (Offenb.13, 15) Das mag heute unglaublich erscheinen und doch werden die Entwicklungen dorthin führen.
Doch trotz des tödlichen Zwanges wird es am Ende eine kleine Schar Christen geben, die sich diesen antichristlichen Sonntagsgesetzen nicht beugen wird. Sie werden ein verfolgter Überrest sein, der im Gegensatz zum Sonntag, dem „Malzeichen des Tieres" den wahren Sabbat hält. Die biblische Prophetie beschreibt diese Gruppe so: "Und der Drache (Sinnbild für Satan) wurde zornig über die Frau (Sinnbild für die Gemeinde Jesu) und ging hin, zu kämpfen gegen die Übrigen von ihrem Geschlecht, die Gottes Gebote halten und haben das Zeugnis Jesu." (Offenb. 12,17)

In dieser letzten Auseinandersetzung am Ende dieser Weltzeit geht es um Anbetung und Gehorsam. Die Aufforderung oder gar der Zwang, einen anderen Tag anstelle des von Gott selbst verordneten Tages zu heiligen, muss als Angriff auf Gottes Ehre und Majestät bezeichnet werden.
Viele Christen in der Vergangenheit hielten den Sonntag in der Meinung, er wäre von Gott eingesetzt. Sie wussten es nicht besser und werden trotzdem angenommen, denn Gott übersieht die Zeit der Unwissenheit. Wer sich aber bewusst dagegen wendet, macht sich der Rebellion gegen den Schöpfer schuldig. Sollte Gott dazu schweigen? Wenn die Gesetzlosigkeit der Menschen ihre Grenzen überschreitet, wird Gott eine solche Welt mit seinen Gerichten heimsuchen.

Der letzte Aufruf


Heut jedoch sollen wir den letzten Aufruf Gottes an unsere Welt beachten. Die Bibel nennt sie die „Botschaft der drei Engel". Gott liebt jeden Menschen und möchte deshalb deutlich vor diesem großen Abfall warnen. Die drei Engel sind Symbole für die Boten Gottes, die diese Botschaften verkündigen:
"Und ich sah einen anderen Engel fliegen mitten durch den Himmel, der hatte ein EWIGES EVANGELIUM zu verkündigen denen, die auf Erden wohnen, allen Nationen und Stämmen und Sprachen und Völkern.
Und er sprach mit großer Stimme: Fürchtet Gott und gebt ihm die Ehre: denn die Stunde seines Gerichts ist gekommen! Und betet an den, der gemacht hat Himmel und Erde und Meer und die Wasserquellen."
(Offenb.14, 6 + 7)
Was ist das Ewige Evangelium? Es handelt sich um die alte frohe Botschaft von der Erlösung des Menschen. Die meisten Grundwahrheiten, die den ersten Christen wert und teuer waren, werden heute in Frage gestellt. Darum ist es in unserer Zeit besonders angebracht, sich wieder auf das ursprüngliche Evangelium der ersten Christen zu besinnen.
Der Aufruf zur Ehrfurcht gegenüber dem wahren Gott ist eine Aufforderung, alle „Ersatzgötter", materielle, ideologische, religiöse und selbst gemachte, zu entfernen. Welcher ist der wahre Gott? Es wird deutlich gesagt: „Betet an den der gemacht hat ....." Der Schöpfer Himmels und der Erde ist gemeint, auch wenn die Evolutionstheorie als „wissenschaftliche Ersatzreligion" hochstilisiert wurde.
Die Anbetung des Schöpfers findet ihren sichtbarsten Ausdruck in der Feier des Schöpfungssabbats. Der Aufruf des Engels darf daher ruhig als Ruf zur Rückkehr zur Sabbatfeier verstanden werden.

Warum wir aber über das Sabbatgebot mehr zu sagen haben als über die anderen neun, hat seinen Grund darin, dass dieses Gebot dasjenige ist, welches niedergetreten wurde. Es ist an der Zeit, dass die Menschen anstatt über die „Sonntagsfrage" über die Sabbatfrage informiert werden!