Generalangriff auf das Christentum

Die Neue Toleranz!

von Dipl.Ing. Helmut Welker

 

„Das alles werden sie euch antun, weil ihr euch zu mir bekennt. Sie kennen nämlich den nicht, der mich gesandt hat.“ Joh. 15, 21.
20. April 1999. Littleton, in Colorado, USA. Cassie Bernall, ein 17jähriges blondes Mädchen, war dafür bekannt, dass sie öfters eine Bibel in die Schule mitnahm. An diesem Tag saß sie in einer Pause in der Bibliothek ihrer kleinen Schule und las in ihrer Bibel. Rahel Scott war allseits beliebt und jeder kannte sie als gläubige Christin.

Eric Harris und Dylan Klebold, mit langen schwarzen Trenchcoats bekleidet, betreten am Geburtstag Adolf Hitlers die Columbine High School. Ihr Outfit und ihre Vorgehensweise ähneln in beängstigender Weise dem ballernden Held im Film „Matrix“, welcher im Sommer 1999 in unseren Kinos lief.

Die Liste ihrer Opfer brachten sie mit. Es waren hauptsächlich gläubige Christen. In der Bibliothek angekommen, legt einer der Killer seine halbautomatische Waffe auf die bibelgläubige Cassie an und fragt: „Glaubst du an Gott?" Cassie zögert länger, dann antwortet sie mit klarer Stimme: „Ja, ich glaube an Gott.“

Das Mitglied der sogenannten Trenchcoat-Mafia fragte „Warum?“ und erschoss Cassie ohne ihre Antwort abzuwarten. Sie wurde als gläubige Christin von Satanisten erschossen, weil sie sich offen für ihren Glauben an Christus bekannte. 

Rahel Scott war auch als Christin bekannt. Ihre Mutter berichtet: „Die Attentäter haben meine Tochter an den Haaren gezogen und verspottet, weil sie eine Christin war. Dann haben sie sie erschossen.“ – Stuttgarter Zeitung 14. Juni 2002.

Am Ende dieses Massakers lagen 13 Opfer und die beiden Täter tot am Boden – 8 der Opfer waren Christen. Zwei dieser getöteten Jugendlichen waren die christusgläubigen Cassie Bernall und Rahel Scott.

In den USA gibt es eine Bewegung: „See you at the pole.“ - Pole ist die Fahnenstange, wie sie auf jedem Schulhof in Amerika steht. Die Schüler sollen sich an diesen Fahnenstangen versammeln, um zu beten, ihren Glauben zu bezeugen und einander zu ermutigen. Die 1990 auf irgendeinem texanischen Schulhof gestartete Bewegung fand bald Nachahmer. Immer mehr Jugendliche trafen sich bei den Fahnenmasten. Viele bekannten dort ihre Schuld gegenüber Gott und nahmen die Vergebung durch Jesus Christus in Anspruch. Inzwischen hat diese Bewegung 3 Millionen Sympathisanten.

Am 15. September 1999 hatte diese Gruppe „See you at the pole“ weltweit zu Gebetsversammlungen aufgerufen. 

In Wedgwood in Texas lud der 47-jährige Larry Ashbrook gerade an diesem 15. September neun Magazine. Er nahm seine halb-automatische Pistole und stürmte fluchend und schiessend in diese Kirche, in welcher gerade der Jugendgottesdienst im Rahmen der Aktion „See you at the pole“ stattfand. „Was ihr glaubt, ist doch alles Mist.“ Wahllos schiesst er in die Menge der rund 150 jugendlichen Kirchgänger. Drei Magazine hat er verschossen, drei Erwachsene und vier Jugendliche getötet, sieben schwer verletzt. Als Ashbrook einen Polizisten sieht, setzt er sich in eine Bank und schiesst sich selbst in den Kopf. 

Was hat uns das Wort Gottes für die letzten Tage zu sagen: „Seid wachsam und nüchtern! Euer Feind, der Teufel, schleicht um die Herde wie ein hungriger Löwe. Er wartet nur darauf, dass er jemand von euch verschlingen kann. Leistet ihm Widerstand und haltet unbeirrt am Glauben fest. Denkt daran, dass die Gemeinschaft eurer Brüder und Schwestern in der ganzen Welt die gleichen Leiden durchzustehen hat." 1.Petr. 5, 8 - 9.

Glücklicherweise sind nicht alle Angriffe Satans so grauenvoll, so dramatisch, so schrecklich und so aufsehenerregend.

Aus dem in Jahr 1998 herausgegeben Buch des Theologen Dr. Stephan Holthaus ‚Trends 2000‘ mit dem Untertitel: ‚Der Zeitgeist und die Christen‘, zitiere ich: „Wir stehen heute in einer geschichtlichen Stunde, in der sich fundamentale Wandlungsprozesse vor unseren Augen vollziehen. … Es geht heute … um Normen, Werte und gesellschaftliche Grundhaltungen …“[1]

In christlichen Kreisen spricht man über den Begriff Endzeittheologie meist im Zusammenhang mit der katholischen Kirche, dem Papsttum, der Vereinigung Europas, den Geschehnissen in Israel und in den USA. Aber sind dies die einzigen relevanten Charakteristika, welche zur Einschätzung der aktuellen Lage zu beobachten sind? Oder gibt es vielleicht andere Richtungen, aus welcher „Überraschungen“ zu erwarten sind?

Verstand man in der Vergangenheit die Bezeichnung ‚Antichrist‘ im Sinne von ‚Gegen-Christus’, sollte man zusätzlich ihre griechische Bedeutung zugrunde legen, nämlich „Anstelle von Christus". 

Ich möchte die Sensibilität auf Gefahren aus einer Richtung lenken, über welche nicht oder nur ganz wenig berichtet wird: Helena Blavatsky, auch ‚die Sphinx des Okkultismus‘ genannt, gründete 1888 die esoterische Sektion innerhalb der theosophischen Gesellschaft. In der Satzung dieser Gesellschaft finden wir die unmissverständliche Aussage: „… Widerstanden werden soll…jeder Form von dogmatischer Theologie, besonders der christlichen.“ [2] Ein weiteres, erklärtes Ziel dieser Organisationen ist im Jahre 1981 von Marilyn Ferguson in ihrem Buch: „Die sanfte Verführung“ formuliert worden: „Die Umorientierung der gesamten Menschheit." 1998, nur 16 Jahre später, zieht Frau Dr. Hinrichs in ihrem Buch ‚Ihr werdet sein wie Gott‘ ein Fazit: „Die … beschriebene Unterwanderung aller [religiöser und gesellschaftlicher] Institutionen muss leider als voller Erfolg bezeichnet werden."[3]

Was bedeutet: „alle religiösen Institutionen sind bereits unterwandert?" 
Wie sieht es tatsächlich bereits heute bei uns aus? Ein Beispiel:

Beverly Schnell „suchte einen neuen Mieter. Er sollte ihr als Gegenleistung für eine niedrige Miete helfen, das ca. 100 Jahre alte Haus zu renovieren. Als Christin hoffte sie, diese Aufgabe einem zuverlässigen Mitchristen anvertrauen zu können. Deshalb gab sie eine Kleinanzeige auf: ‚Christlicher Handwerker gesucht‘" [4]

Was geschah aber jetzt?

 

„Ihre Anzeige provozierte Regierungsbeamte, aktiv zu werden. Ihre einfache Anzeige sei ein klarer Fall sexueller und religiöser Diskriminierung. Statt der 5.91€5,906.24€, die die Kleinanzeige kostete, schlug Beverly Schnells Anzeige mit zu Buche - für Bußgelder und Gebühren, welche ihr von der staatlichen Bürokratie auferlegt wurden.“ [5]

Wenn wir eine Gesellschaft umgestalten wollten, wo würden wir anfangen? Bei den Kindern und den Jugendlichen! So geschieht es auch:

„Shannon Berry, ein Erstklässler an einer Grundschule in Florida, begann während der Pause mit einer Klassenkameradin über ihren gemeinsamen Glauben an Jesus Christus zu sprechen. Ein Lehrer, der das Gespräch mithörte, nahm beide zur Seite und rügte sie, indem er ihnen einschärfte, dass sie in der Schule nicht über Jesus sprechen dürften.

in ähnlicher Vorfall ereignete sich im US-Bundesstaat New York, als ein Lehrer einer dritten Klasse ein Mädchen am Bibellesen während der Pause hinderte. Dem weinenden Kind wurde gedroht und ihm gesagt, dass es das verbotene Buch nie wieder zur Schule mitbringen dürfe.

Der Viertklässler Raymond Raines beging den Fehler, seinen Kopf vor dem Mittagessen zu neigen, um ein stilles Gebet zu sprechen. Sein Verhalten führte jedoch dazu, dass er in das Büro des Rektors gehen und sich dort eine Verwarnung einholen musste: Wenn er wieder - auch still - zu beten versucht, wird er bestraft.“ [6]

Auch in Deutschland können wir ähnliche Vorgänge beobachten. Die Missionschrift: „Herold seines Kommens“ nennt in der Ausgabe Dezember 2002 einen Fall eines Kindergarten. Jemand will hier gerichtlich gegen die Tischgebete vorgehen.

Der Oberste Gerichtshof der USA entschied, dass „es verfassungswidrig sei, bei der High-School-Entlassungsfeier zu beten“. – Okkulte Invasion S. 321

Bemerkenswert sind folgende Tatsachen: Die von den Gründern des New-Age propagierten gesellschaftlichen Veränderungen werden gezielt bei Kindern und Jugendlichen durchgeführt. Wer die Jugend besitzt, besitzt die Zukunft! Erfolgversprechende Veränderungen, ob politischer, gesellschaftlicher oder religiöser Art, zielen folgerichtig auf die Jugend.

Hat die Umorientierung der Gesellschaft auf Grund der gezeigten Beispiele nicht schon sichtbar Erfolge gezeigt? Welche Veränderungen in unserer Gesellschaft sind bereits schon heute eingetreten?

Was würden Sie sagen, wenn ich behaupte, dass die Nennung des Namens Jesu Christi mit Gefängnis bestraft werden wird? ‚Ist nicht möglich!' Wenn, dann vielleicht in der ehemaligen atheistischen Sowjetunion oder in irgend einem despotischen Regime in der dritten Welt: Am 05. Mai 1995 verfügte der Richter Samuel Kent im US-Bezirksgericht im südlichen Texas, dass „jeder Student, der den Namen Jesu im Gebet bei einer Graduierung nenne, zu sechsmonatiger Gefängnisstrafe verurteilt wird." [7]

Der Originalton des Richters: „Und macht keinen Fehler - das Gericht wird einen US-Vollzugsbeamten der Graduierung beiwohnen lassen. Wenn irgendein Student gegen diesen Gerichtsbeschluss verstößt, wird dieser Student ohne viel Federlesens verhaftet und für die Verachtung des Gerichtsbeschlusses bis zu sechs Monate Kerkerhaft im Galveston Bezirksgefängnis verbüßen müssen. ... Jeder, der diese Anordnungen verletzt, wird - ohne Scherze - wünschen, dass er oder sie als Kind gestorben wäre, wenn das Gericht sie durchsetzen wird." [8]

Doch, wie kann so etwas in den USA geschehen, diesem Land, welches Flüchtlingen aus religiösen Gründen während vieler Jahre immer geholfen hat? Diesem Land, welches die persönliche Freiheit des Einzelnen, auch die Religionsfreiheit im ersten Zusatzartikel zur Verfassung aufgenommen hat? Diesem Land mit der Freiheitsstatue an der Hafeneinfahrt von New York, welches für viele Auswanderer jahrzehntelang das „freiheitliche“ Land überhaupt war?

Oder zeigt sich hier schon eine Veränderung oder Umorientierung? Sind die Drohungen des Richters Kent das logische Resultat einer erfolgreich durchgeführten Veränderung der Gesellschaft?

Denken wir an die Krankenhausangestellte in Texas, die beauftragt wurde, sich einer Psychoanalyse zu unterziehen, weil sie zu einem ihrer Vorgesetzten in „religiöser Sprache" gesprochen hatte" [9]

Denken wir an das Beispiel des Hausmeisters des Studentenwohnheims an der Cornell-Universität, eines „praktizierenden Katholiken", der gezwungen wurde, sich im Rahmen eines „Sensibilitätstrainings" zur Orientierung harte homosexuell-pornographische Filme anzusehen. ‚Das war keine harmlose Fassung', betonte der junge Mann. ‚Der Homo-Porno war absolute Hardcore.' Diese sonntägliche „Trainingssitzung" war nicht nur obligatorisch, sondern die Teilnehmer wurden sorgsam beobachtet, um jedes Zeichen der Abscheu zu erkennen, das auf Homophobie (ängstliche Abneigung von Homosexualität) hinweist. Das hätte dann ein weiteres „Training" oder sogar die Entlassung zur Folge gehabt." [10]

Was bedeutet dies für gläubige Christen?

Helena Blavatsky sagte: Der christlichen Religion soll widerstanden werden! Vor 100 Jahren kündigte diese Bewegung ihren gezielten Widerstand gegen das gesamte Christentum an.

Was ist Toleranz? Was ist Wahrheit?

Gerne sagen wir, wer Toleranz fordert, der soll auch Toleranz gewähren. Dieser Ansatz funktioniert nur, wenn alle Beteiligten das gleiche unter Toleranz verstehen, wenn alle das gleiche meinen. Aber - was verstehen wir wirklich unter Toleranz? Betrachten wir die Traditionelle Toleranz.

Im Lexikon finden wir: „Toleranz (lat.), Duldsamkeit, Gewährenlassen fremder Überzeugungen, ursprünglich besonders bei religiösen Bekenntnissen." [10] Ein anderes Lexikon definiert ‚tolerieren‘ mit: „anerkennen und respektieren des Glaubens, des Verhaltens usw. von anderen, ohne sie zu teilen." [11]

Vergleichen wir nun diese Beschreibung mit der biblischen Toleranz:

„Die Liebe gibt nie jemand auf, in jeder Lage vertraut und hofft sie für andere; alles erträgt sie mit großer Geduld." 1. Kor. 13, 7. „Soweit es möglich ist und auf euch ankommt, lebt mit allen in Frieden." Röm. 12,18. „Erhebt euch nicht über andere, sondern seid immer fröhlich. Habt Geduld und sucht in Liebe miteinander auszukommen." Eph. 4, 2.

Wir können festhalten: Die traditionelle Toleranz ist mit der biblischen Toleranz vereinbar. Das traditionelle Verständnis der Toleranz bedeutet, die legitimen Rechte anderer Menschen zu respektieren und zu schützen.

Was versteht die nach Blavatsky, Bailey und Ferguson umgewandelte Gesellschaft unter der Neuen Toleranz?

Die Definition der Neuen Toleranz lautet, dass die Überzeugungen, Werte, der Lebensstil und die Wahrnehmungen von Wahrheit bei jedem einzelnen gleich sind. Es gibt keine Hierarchie der Wahrheit, ihre Überzeugungen und meine Überzeugungen sind gleich und alle Wahrheit ist relativ."[12] Dies ist kein einzelnes Zitat: "Der spanische Philosoph Fernando Savater behauptet in seinem neuen Buch: „Toleranz ist die in Mode gekommene Lehre, dass alle Menschen gleich sind. Jede hat ihren Kernpunkt und alle sollten respektiert oder gelobt werden. Das heißt, dass es keinen rationalen Weg gibt, zwischen ihnen zu unterscheiden."[13] Stanley Grenz schreibt in seinem Buch ‚Eine Einführung in den Postmodernismus: „Und da es viele menschliche Gemeinschaften gibt, gibt es notwendigerweise viele verschiedene Wahrheiten."[14]

Die Wahrheit ist demzufolge pluralistisch geworden.

„So gibt es heute nicht mehr die eine Wahrheit … sondern mehrere Wahrheitsmodelle nebeneinander, die stehen gelassen werden. … Das heisst auch, dass es keine (eindeutige) Wahrheit mehr gibt, sondern nur noch (viele verschiedene) Wahrheiten - kurzfristige Wahrheiten, die jeweils nur für den Moment, die jeweilige Situation und die daran Beteiligten gültig sind.“ [15] Holthaus folgert daraus: „Wenn aber alles Wahrheit ist, ist nichts mehr Wahrheit.“ [16]

Amerikanische Gerichte haben sogar dieser Definition der Neuen Toleranz beigepflichtet. Richter Danny Boggs erklärte in einer Urteilsbegründung: „...dass jeder Glaube als Religion gleich wahr ist." [17]

Was entsteht in solch pluralistischer Wahrheit? Ich wähle mir meine eigene Wahrheit aus: „Heute ist eine Wahrheit dann wahr, wenn sie ‚für mich‘ wahr ist.“[18]

In dieser Neuen Toleranz werden alle Werte, Überzeugungen, Lebensstile und Wahrheitsansprüche gleich sein. Jeder Glaube ist wahr. Jeder hat recht. Alle Religionen sind gleich.

Wie steht das Christentum zur Neuen Toleranz?

Betrachten wir nur das erste Gebot: „Ich bin der Herr, Dein Gott! Ich habe dich aus Ägypten herausgeführt, ich habe dich aus der Sklaverei befreit. Du sollst keine anderen Götter neben mir haben." 2. Mose 20, 2+3. Zusätzlich lesen wir eine weitere Aussage Christi in Joh. 14, 6: „Ich bin der Weg, denn ich bin die Wahrheit und das Leben. Einen anderen Weg zum Vater gibt es nicht!"

 

Das ist der biblische Absolutheitsanspruch Gottes. Es gibt keinen anderen Gott, der an gleicher Stelle stehen kann. In den Zehn Geboten wird ein deutliches Verbot dahingehend ausgesprochen, anderen Göttern zu dienen. Biblisch gesehen gibt es nur einen Gott und folgerichtig auch nur eine Wahrheit.

 

„Ich will dir offenbaren, was im Buch der Wahrheit geschrieben steht." Dan. 10, 12. Es gibt keine zweite Quelle der Wahrheit neben der Bibel! Es gibt keinen alternativen Weg. Das Wort Gottes erhebt den Anspruch, das Buch der Wahrheit zu sein. Jedoch nicht die pluralistische Wahrheit, sondern die eine einzige Wahrheit.

 

Dr. Stephan Holthaus, Dozent für Kirchengeschichte, zeigt sehr deutlich diese Tatsache auf: „Der christliche Glaube kennt unumstößliche göttliche Richtlinien für Glauben und Leben. Es gibt Wahrheiten, die prinzipiell nicht hinterfragbar sind, weil sie von Gott kommen.“ [19]

 

Kurz zusammengefasst lässt sich der heute erfolgte Wertewandel beschreiben: Christus ist nach der Neuen Toleranz intolerant. Er passt nicht mehr in die gegenwärtige Gesellschaft. Das Christentum entspricht nicht mehr den heutigen Toleranzansichten. Die einzige Quelle, auf welche sich das Christentum stützt, die Bibel, beansprucht, das Buch der Wahrheit zu sein und ist folgerichtig zu einem ungeliebten Buch geworden.

 

Mit anderen Worten kann dies so ausgedrückt werden: Das Christentum sei intolerant. Christus sei intolerant und die Bibel als Wahrheit sei ein Symbol der Intoleranz. „Wer sich (gegen den allgemeinen Trend) stellt, ist gefährlich. So können auch Christen unter Druck kommen.“ [21]

 

Wie verfährt man bereits heute mit in diesem Sinne Intoleranten?:

 

„Leslie Armour, Philosophieprofessor an der Universität von Ottawa schlägt vor: Wir meinen, ein tugendhafter Bürger zu sein, bedeutet jemand zu sein, der alles toleriert, ausser Intoleranz." [22]. Dr. Hill, Schuldezernent, sagte: „Es ist Aufgabe der öffentlichen Schulen, Intoleranz nicht zu tolerieren." [23]

 

„Die Wahrheitsansprüche und Gebote der Bibel werden von der heutigen Definition der Toleranz als zu eng erachtet. Der christliche Glaube an einen ‚Wahrhaftigen Gott‘ (Jesaja 65, 16) und an ‚das Buch der Wahrheit‘ (Daniel 10,21) ist für die Befürworter der Neuen Toleranz unerträglich, die einen Glauben an absolute Wahrheit als bösartig und verletzend betrachten. Solche Haltungen schaffen ein ideales Klima für Fälle wie folgende: „In Manassas (Virginia) nahm die zehnjährige Audrey Pearson ihre Bibel mit, um die Zeit während der stundenlangen Busfahrt zur Schule sinnvoll zu verbringen. Der Schulleiter sagte, sie dürfe ihre Bibel nicht zur Schule mitbringen…" [24]

 

„Ein anderer Vorfall ereignete sich im Capitol der Vereinigten Staaten, als eine Gruppe von Touristen eine Gebetspause einlegte und unterbrochen und verwarnt wurde, dass jedes merkbare Gebet als eine ‚Demonstration‘ betrachtet würde, die Entfernung aus dem Gebäude, bis zu 369.14€ Geldstrafe und 6 Monate Gefängnis zur Folge hätte." [25]

 

Gleichzeitig wird von ‚AMC Update‘ am 01. September 1999 gemeldet, dass mit Beginn dieser Woche, Muslime jeden Freitag innerhalb des US-Capitols gemeinsam beten wollen. Dieses freitägliche Gebet bringt Mitarbeiter des Kongesses, staatliche Angestellte und andere Mohammedaner aus der Region Washington zusammen, um zu beten und über politische Fragen zu diskutieren, welche für die Muslime wichtig sind.

 

„In ähnlicher Weise verlangte die Amerikanische Union für bürgerliche Freiheiten in Columbus, Ohio, dass ein Bundesgericht den Staat daran hindern sollte, das Staatsmotto … auf das Staatshaus von Ohio eingravieren zu lassen. Was war jetzt das anstosserregende Motto? „Mit Gott sind alle Dinge möglich!" Die Rechtsanwälte der amerikanischen Union für bürgerliche Freiheiten machten geltend, dass das Zitat "Angehörige von Minderheitenreligionen beleidigen würde und eine verfassungswidrige Förderung der Religion darstellte." [26].

 

Blavatsky sagte vor 100 Jahren: Der christlichen Religion muss widerstanden werden. Ferguson schrieb 1981: Die Gesellschaft muss umgewandelt werden. Hinrichs fasst heute zusammen: Diese Unterwanderung muss leider als voller Erfolg gewertet werden.

 

Helena Blavatsky wird von Dr. Stephan Holthaus als „Sphinx des Okkultismus“ bezeichnet. Die von ihrem Gedankengut beeinflussten Organisationen des New Ages sind heute an der Umpolung und Umorientierung der Gesellschaft tätig. Wir können folgern: Das Christentum wird von okkulten, satanischen Organisationen unterdrückt. Satan führt einen entscheidenden Generalangriff durch. Diese Attacke ist heute im vollen Gange.

 

Resultierende Konsequenzen oder

Wer ich bin = Was ich tue!


Diese Verschiebung des Denkens schaffte es, die Menschen davon zu überzeugen, dass nicht Gott, sondern sie selbst die Richter der Wahrheit und Moral wären. Vielleicht kann es auch so ausgedrückt werden: „Du hast Dein Wertesystem und ich habe meines. Dass sie verschieden sind, bedeutet nicht, dass deines richtig und das andere falsch ist." „[Biblische] Ausschliesslichkeitsansprüche werden abgelehnt.“ [27]

Alles ist gleich. Alles ist richtig. Jeder hat recht. Alle Religionen sind richtig. Wer dies nicht akzeptiert, ist intolerant.

Matthias Horx führt in seinem Trendbuch 2: Megatrends für die späteren neunziger Jahre aus: „Der Glaube ist los. Was dabei herauskommt, ist ein Patchwork aus Religiösem und Magischem, ein Glaubenssupermarkt mit schnellen Wechseln und unzähligen Kombinationen. … Der Markt für den Glauben jedweder Art ist freigegeben: Bedient Euch, auf dass ihr selig werdet.“ [28]
„Je nach Stimmungslage gibt es das passende religiöse Angebot. … Jeder hat doch seine eigene Erkenntnis.“ [29] Deshalb können wir jetzt den Ausspruch des Psalmisten David gut verstehen: „Wenn die Grundpfeiler umgerissen werden, was richtet da der Gerechte aus?“ Psalm 11, 3 (Elberfelder Übersetzung) 

Nach welchen Informationen soll sich ein Mensch heute richten? Schon Pilatus fragte Jesus im Verhör: „Wahrheit, was ist das?“ Joh. 18, 38. Wo kann ein Mensch demnach Wahrheit finden, wenn „alles“ wahr sein soll? 

Vicka Ivankovic aus Medjugorje, eine Frau mit vielen sogenannten Marienerscheinungen, sagte über den Inhalt der Visionen: „Alle Religionen sind grundsätzlich gleichwertig… . In dem sie (Maria) ein Evangelium verkündet, das von Katholiken, Protestanten, Moslems und Juden angenommen werden kann, erklärt Maria: ‚Jeder betet Gott auf seine Weise mit Frieden im Herzen an.‘“ [30] Durch den Spiritismus macht Satan diesen Gedanken der pluralistischen Wahrheit zusätzlich populär.

„Der Neuen Toleranz zufolge ist meine Identität nicht von meinem Verhalten, Denken und Glauben zu trennen; meine Identität ist in meine Kultur und mein Betragen eingebunden. Wenn sie daher meinem Glauben widersprechen, verachten sie damit mich selbst! Wenn sie sagen, mein Verhalten sei falsch, richten sie mich! … Wenn sie meinen Lebensstil nicht akzeptieren können, sind sie mir gegenüber intolerant. Der französische Politiker Pisani sagt: ‚Intoleranz ist nicht einfach ein fehlender Sinn für Solidarität mit anderen Menschen; sie ist Ablehnung anderer um dessentwillen, was sie sind, was sie tun, wie sie denken und, schliesslich, einfach weil sie existieren.‘ “ [31]

Wir können zusammenfassen: „Aber da die Neue Toleranz von der falschen Voraussetzung ausgeht, dass unsere Taten das repräsentieren, was wir glauben, muss man Glauben, Werte und Lebensstil eines Menschen gutheißen und unterstützen, um ihn zu akzeptieren und zu achten. Ansonsten wird man als gefühllos, intolerant und fanatisch betrachtet." [32]

In unserer Gesellschaft möchte niemand etwas mit gefühllosen, intoleranten und fanatischen Menschen zu tun haben. Um solche macht man einen großen Bogen. Aber mit diesen abwertenden Eigenschaften können heute aufrichtige Christen bezeichnet werden. Wie reagieren wir auf diese Herausforderung?

 

Die UNO


Die im Februar 1999 verstorbene Frau Dr. Hinrichs schreibt: „Es wurde zu zeigen versucht, wie vielschichtig die Verflechtungen des New Age mit der UN sind; die Verflechtungen beschränken sich keineswegs auf beiden gemeinsamen politische Zielsetzungen und personelle Querverbindungen. Sie reichen tiefer hinab zu Übereinstimmungen im Grundsätzlichen; fast scheint es, dass wir zu dem Schluss kommen müssen, die UNO sei eine Organisation des New Age.“[33]

Es wurde versucht darzustellen, dass die Neue Toleranz ihren Ursprung in den Gründern und massgeblichen Figuren des New Ages hat. Wie steht die UNO eigentlich zur Neuen Toleranz:

„Die Prinzipienerklärung der Toleranz … [ist] … die Verwerfung des Dogmatismus und des Absolutismus."[34]

Das Problem der Toleranz ist „eines der größten und dringlichen Herausforderungen, mit denen unsere Welt heute konfrontiert wird. Die von der UNO-Generalversammlung am 25. November 1981 vorgenommene und lange überfällige Annahme der ‚Erklärung der Eliminierung aller Formen von Intoleranz und Diskriminierung aufgrund von Religion oder Glaube' war ein wichtiger Schritt der Völkerfamilie." [35].

Diese 'Eliminierung aller Formen von Intoleranz' durch die ‚Völkerfamilie' zielt auf diejenigen unter uns, die eine Botschaft von universaler Wahrheit haben. Das sind die Christen. Das Christentum hat die universale, die volle und die einzige Wahrheit. Als gläubige Christen werden wir uns immer mehr im Gegensatz zu der ‚Völkerfamilie‘ befinden. Ein Beispiel:

Die Staaten Brasilien und Guatemala haben „es für illegal erklärt, dass Christen das Evangelium eingeborenen Indianern verkündigen, eine Position, die von der UNO unterstützt und in Kraft gesetzt worden ist.“[36]

Die Christen sind zur Zielscheibe der Neuen Toleranz geworden. Das Christentum wird von ihr bekämpft.

Der Name Jesus wird zensiert.


Am 02. September 1998, 22.31 Uhr. Die Swissair-Maschine mit der Flugnummer SR 111 auf dem Flug von New York nach Genf stürzte bei Peggy Cove in den Atlantik. Keiner der 229 Insassen überlebte.

„Bei dem Gedenkgottesdienst im September letzten Jahres [1998] … durften protestantische, anglikanische und katholische Geistliche in ihren Ansprachen nicht den Namen Jesu nennen. … Alle Redner mussten ihre Manuskripte dem Organisationskomitee vorlegen, das die Texte durchsah. Während Vertreter nichtchristlicher Religionen keine Veränderungen hinnehmen mussten, wurden die Texte der christlichen Sprecher teilweise stark zensiert.“ [37] 

Die Neue Toleranz in Deutschland


Bisher wurden viele Beispiele aus den USA zitiert. Wie sieht es dagegen in Deutschland aus?

In einer Dokumentation der Freien Wohlfahrtspflege in Niedersachsen lesen wir: „Der christliche Glaube wird hier wieder einmal im Sinne des altbekannten atheistischen Schemas als überwundene Zwischenstufe diffamiert und als ein zeitbedingtes Menschenwerk eingeebnet. Durch den Wahrheitsanspruch der meisten Religionen seien bis heute Konflikte vorprogrammiert.

Der Begriff ‚Sekte' wird nicht inhaltlich bestimmt. Mit Bezug auf christliche Gruppen werden die Begriffe Gemeinden, Freikirche und Sekten angedeutet, unterscheidbar allenfalls nach dem Grad der Abweichung von der größten Gruppe - womit wohl die Großkirchen gemeint sind. … Spätestens an dieser Stelle wird der christliche Leser den Eindruck nicht mehr abschütteln können, dass in unserem Staat … Strategien entwickelt werden, die sich zu einem geeigneten Zeitpunkt auch gegen Christen wenden lassen. Zeichnen sich hier die Umrisse einer neuen Ideologie ab, die die Herrschaft beanspruchen wird? … Das aufklärerische Verständnis von Freiheit und Toleranz will sich gegen das biblische Verständnis von Freiheit und Toleranz total durchsetzen." [38]

Unbequeme Gruppen werden als Sekten diffamiert. Der ökumenische Prüfstein für Sekten lautet: „Glaubensgemeinschaften, die ihren Glauben in Absonderung von der ökumenischen Gemeinschaft leben, werden unter der Bezeichnung ‚Sondergemeinschaften' und ‚Sekten' zusammengefasst."[39] Hier möchte ich diesen wichtigen Gedanken wiederholen: Alle Organisationen, welche nicht ökumenisch ausgerichtet sind, sind Sekten. Wir können den skizzierten Gedanken erweitern. Alle Gemeinschaften, welche sich, aus welchen Gründen auch immer, nicht der Ökumene und dem ACK, der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen, angeschlossen haben, sind im heutigen Sprachgebrauch Sekten. Und Sekten haben das Negativimage dubios zu sein. 

Frau Renate Rennebach, Bundestagsabgeordnete der SPD aus Berlin sagte: „... Zu den Sektenmerkmalen gehöre der ideologische Monopolanspruch … die eigene Lehre sei die einzige, die den Menschen und die Menschheit retten könne." [40] 

Christus sagt: „Niemand kommt zum Vater, denn durch mich." Nach der Definition Frau Rennebachs wären alle bibelorientierten Gemeinschaften demnach Sekten.

An dieser Stelle zeigt sich die Doppelzüngigkeit der gegenwärtigen gesellschaftlichen Diskussion. Wer wäre nach dieser Definition die weltweit grösste Sekte? Es wäre die katholische Kirche.

„Die katholische Kirche betrachtet sich seit ewigen Zeiten allein im Vollbesitz der seligmachenden Gnade. In dem im September 2002 veröffentlichten Dokument „Dominus Jesus“ wiederholte der Vatikan diese Lehrmeinung. Sie bekräftigte damit den Anspruch, anderen Glaubengemeinschaften überlegen zu sein.“

Denken wir nur an das am 02.09.2000 veröffentlichte Ratzinger-Papier zur Stellung der katholischen Kirche. Ich zitiere aus der Stuttgarter Zeitung vom 07.09.2000: „...Dies ist die einzige Kirche Christi...“ 

Damit hat Joseph Kardinal Ratzinger den Monopolanspruch Roms postuliert. 

Der Begriff „Sekte“ wird heute willkürlich und einseitig gegen unbequeme Gruppen verwandt. Die Geschichte zeigte aber, dass gerade diese Willkür zu Missbrauch führte.

Lt. Frau Rennebach ist demnach die katholische Kirche eine Sekte, denn nur sie verfügt über die „wahre Lehre“. Dies ist die Doppelzünigkeit der Diskussion. Der Begriff Sekte wird willkürlich angewandt. Die gesellschaftliche Willkür war immer eine Willkür des Starken gegen den Schwachen.

In deutschen Schulen

Immanuel Lück, ein ehemaliger Lehrer, schreibt in seinem Buch: „Die Zerstörung der Glaubens- und Gewissensfreiheit in den öffentlichen Schulen der Bundesrepublik Deutschland" folgendes: „Ausgehend von der Multikulturellen Gesellschaft … haben die Kirchenfunktionäre einen besonderen Akzent auf das interreligiöse Lernen gelegt. - Alle Religionen sind gleich - Alle Anschauungen sind richtig - Dieses geht sogar schon so weit, dass sie die Teilnahme an einem islamischen Unterricht im Klassenverband befürworten. …Christen, die sich aus Glaubensgründen vom Religionsunterricht abmelden, werden auf staatliche Anordnung mit Unterstützung der Evangelischen Kirche durch weltliche Philosophien und weltimmanente Ethik einem permanenten Angriff auf ihre in der Bibel gegründeten Sinn- und Lebensperspektiven ausgesetzt." [41] Die Aussage des ehemaligen Lehrers gipfelt in der Schlussfolgerung: „Kirche und Staat bekämpfen in Deutschland den Bibelglauben." [41]

Was geht von den Grünen aus?


Der Vorstandssprecher der Grünen und jetzige Umweltminister Prof. Jürgen Trettin antwortete feixend auf die Frage, warum er bei seiner Vereidigung als Bundesminister den Zusatz: „So wahr mir Gott helfe" weggelassen habe: „Warum soll mir Gott helfen? Der hat mir die ganzen Jahre nicht geholfen." [42]

 

Am Beispiel der Homosexualität

 

„Was auf die Christen zukommen könnte, erlebte schon im letzten Jahr (1997) Dr. Heinz - Jürgen Fischbach, Leiter des Gesundheitsamtes in Montabaur. Als gläubiger Christ … hatte sich Dr. Fischbach bei einer evangelischen Veranstaltung kritisch zur Homosexualität geäussert, indem er sich auf biblische Aussagen bezog. Bündnis 90/Die Grünen warfen Fischbach daraufhin vor, er habe „eine Minderheit herabgewürdigt" und strengten ein Disziplinarverfahren gegen den Beamten an." [43] Glücklicherweise wurde das Verfahren gegen den Beamten eingestellt.

Das Darstellen von biblischen Standpunkten reicht heute aus, um von den Grünen disziplinarrechtlich verfolgt zu werden.

„Wie schnell man auch ohne Gesetz am Pranger stehen kann, musste in diesem Jahr [1998] auch die konservative … Tageszeitung Siegener Zeitung erfahren. …Hintergrund: Die Siegener Zeitung hatte eine Leserbriefaktion zum Thema „Homosexualität" angeregt. In der mit Schärfe geführten Pro-und-Kontra-Debatte, an der sich auch Christen beteiligten, hatte es einen Leserbrief gegeben, in dem unter anderem behauptet wurde: ‚Wo erfahren Kinder, … dass es Homosexuelle waren, die uns AIDS gebracht haben' und ‚Es ist Zeit, dass den Verfechtern der Abartigkeit Grenzen gesetzt werden.' Allein diese Meinung eines Lesers brachte der Siegener Zeitung bereits eine Rüge des Presserates ein. Die Redakteure hätten die Lesermeinung zugunsten der Homosexuellen zensieren müssen - trotz Meinungsfreiheit in Deutschland." [44] 

„Es mehren sich Anzeichen, dass bibeltreuen und missionarisch gesinnten Christen in Europa eine Verfolgung droht. Diese These hat der Theologe und Publizist Lothar Gassmann auf einer Tagung der Bekenntnisbewegung „Kein anderes Evangelium“ Westfalen-Lippe aufgestellt. Biblische Gebote und Werte würden vielleicht schon bald durch neue Gesetze in Frage gestellt. So werde in der Europäischen Union (EU) gefordert, Gesetze abzuschaffen, durch die Homo-Partnerschaften benachteiligt seien. Die Diskriminierung von Homosexuellen solle unter Strafe gestellt werden. Gassmann: ‚Wer dann die rechtliche Gleichstellung von homosexuellen Partnerschaften ablehnt, macht sich strafbar. - Folglich müssten Bibelstellen [3. Mose 20, 13 und Römer 1, 26 f] umformuliert oder gestrichen werden, weil sie strafbare Inhalte enthalten.‘ “[45] 

„Schon heute gibt es eine Zentralstelle für Anti-Diskriminierung der Europäischen Union in Wien, wo die Fäden in Zukunft europaweit zusammenlaufen. Wie eine Mitarbeiterin eines Anti-Diskriminierungsbüros in [Nordrhein-Westfalen] … auf Anfrage mitteilte, werde in Deutschland wohl langfristig das Vorbild aus Holland übernommen. Dort haben die Mitarbeiter der Anti-Diskriminierungsbehörde zum Teil Befugnisse wie Justizbehörden. Bibeltreue Christen werden sich möglicherweise schon bald mit der Situation einer staatlichen Verfolgung konfrontiert sehen. … In der schwul-lesbischen Zeitschrift ‚Queer‘ kündigte SPD-Bundesgeschäftsführer Franz Müntefering wenige Wochen vor der Wahl [Bundestagswahl 1998] ein umfassendes Antidiskriminierungsgesetz zur Gleichstellung Homosexueller an, wenn die SPD an der Macht sei.“ [46] 

Dave Hunt kommentiert diesen Sachverhalt in seinem Buch: „Die Okkulte Invasion“ (S.320): „Homosexuelle Werte hält man für tolerant, familiäre Werte hingegen werden als engstirnig und negativ ... angesehen und gelten somit als unvertretbar.“

Geht es hier nur darum, der christlichen Theologie (Helena Blavatsky) zu widerstehen oder ist bereits die Umwandlung der Gesellschaft durchgeführt?

„Solange wir weiterhin dieselbe absolute, exklusive Botschaft verkündigen, die Christus während seines Wandels auf Erden verkündigte, können wir erwarten, in der Welt auf immer mehr Verfolgung und Drangsal zu stossen und das sogar noch mehr, wenn die Neue Toleranz weitere Anerkennung finden wird. Dies hilft zu erklären, warum Don Argue, der frühere Präsident der NAE (Nationale Vereinigung Evangelikaler) sagen kann: ‚Tragische Tatsache ist, dass Christen die besondere Zielscheibe religiöser Verfolgung in der heutigen Welt sind.'"[48]

Probleme Bibelgläubiger in Deutschland


Auch in Deutschland setzt sich die Neue Toleranz mehr und mehr durch. Biblische Wahrheiten werden schrittweise aufgegeben.

„‚Jesus ist der einzige Weg zu Gott‘ hieß es in der neuen Konzeption für einen der beiden Kindergärten der ev.-luth. Gemeinde in Hannover-Vahrenwald. Der evangelikale Pastor Gruber ließ diesen bereits beschlossenen Satz durch folgenden Wortlaut ersetzen: ‚Das tägliche Miteinander erfordert immer wieder Kompromisse. Die Toleranz anderen Kulturen gegenüber soll uns aber nicht daran hindern, inmitten der religiösen Vielfalt überzeugend für den christlichen Glauben einzutreten.‘ Der bibeltreue Mit-Pastor Möckel stemmt sich gegen die Preisgabe des Unbedingtheitsanspruches Jesu Christi.

Im Dezember 1998 hat die Mehrheit des Kirchenvorstandes im Beisein des Superintendenten beschlossen gegen Möckel ein Abberufungsverfahren einleiten zu lassen, da ein gedeihliches Wirken in der Gemeinde nicht mehr gegeben sei. … In diesem Abberufungsverfahren wird die Schuldfrage von vornherein ausgeblendet. Damit ist dem betroffenen Pastor jegliche Verteidigung unmöglich gemacht, namentlich die Berufung auf die Bibel…“[49] 

In diesem Beispiel bedeutet Bibelgläubigkeit Berufsverbot. Ich wiederhole den bereits zitierten Satz von Don Argue: „Christen sind die besondere Zielscheibe religiöser Verfolgung in dieser Welt."

EO 13107


Am 10. Dezember 1998 unterzeichnete der US-amerikanische Präsident Bill Clinton die Regierungsverordnung EO 13107 mit dem Titel: Einführung der Verträge über die Menschenrechte.

Diese Regierungsverordnung verlangt von den Regierungen auf allen Bundes-, Bundesstaats- und lokaler Ebene die Umsetzung aller Verträge der UNO, ob diesen Verträgen durch den US-Senat zugestimmt wurde oder nicht. 

Einer dieser Verträge, die UN-Verträge ‚Diskriminierung von Minderheiten‘ sagt aus, jemanden zu überzeugen, seine Religion zu wechseln, sei ein Verbrechen des Hasses, das durch internationales Gesetz bestraft wird. Es wird erwartet, dass die neue Rechtsverordnung von dem vor kurzem eröffneten Büro zur Überwachung von religiöser Verfolgung rege in Anspruch genommen wird, um christliche Missionare und andere Zeugen überall in der Welt, die Christus verkündigen, zu verhaften und ins Gefängnis werfen. [50] 

Diese UN-Verordnung steht inhaltlich in Zusammenhang zum früher genannten Beispiel des Verbots der Evangelisationsarbeit unter den Ureinwohnern Brasiliens und Guatemalas. 

Henry Lamb kommentiert diese Executive Order EO 13107 in WorldNetDaily vom 07. Januar 1999 folgendermaßen: „Der Wille der UN ist von der Clinton/Gore-Administration freiwillig eingeführt worden.“ Die Gesetze der USA, und später auch anderer Staaten, werden geändert um mit den Menschenrechten der UN konform zu sein.“ 

Ich möchte an den früher zitierten Satz von Frau Dr. Hinrichs erinnern: Die Verflechtungen zwischen dem New Age und der UN „reichen tiefer hinab zu Übereinstimmungen im Grundsätzlichen; fast scheint es, dass wir zu dem Schluss kommen müssen, die UNO sei eine Organisation des New Age.“

Diese Verbindung zeigt die Gefährlichkeit dieser amerikanischen Regierungsentscheidung: Gesetze, welche göttlichen Ursprungs sind, werden durch Gesetze mit nachweislichem New Age - Gedankengut und somit aus satanischen Quellen kommen, ersetzt. Gottes Einfluss wird gegen satanischen Einfluss ausgetauscht, ausgewechselt! 

Die Verkündigung Jesu Christi an Dritte ist demnach ein zu bestrafendes internationales Verbrechen. Ist dies nicht schon die Erfüllung der Prophezeiungen des Heilands: „Alle werden euch hassen, weil ihr euch zu mir bekennt…“ Matth. 10, 22. „… die ganze Welt wird euch hassen, weil ihr euch zu mir bekennt.“ Matth. 24, 9. „Alle Menschen werden euch hassen, weil ihr euch zu mir bekennt.“ Mark. 13, 13 und Luk. 21, 17. „Weil ihr zu mir gehört, werdet ihr an die Synagogengerichte ausgeliefert und ins Gefängnis geworfen.“ Luk. 21, 12. „Das alles werden sie euch antun, weil ihr euch zu mir bekennt. Sie kennen nämlich den nicht, der mich gesandt hat.“ Joh. 15, 21.

Ähnliche Gesetze sind kurze Zeit später in Brüssel für den Bereich der EU erlassen worden. Die Bundesregierung in Berlin hat diese Gesetze bereits als für Deutschland gültig ratifiziert.

Mutter Teresa


Die in christlichen Kreisen allerseits geachtete und beliebte Mutter Teresa beteiligte sich an Aktionen, welche direkt gegen das Christentum gerichtet waren. „In Rishikesh, Indien, trafen sich im Dezember 1993 Vertreter der Weltreligionen unter der Schirmherrschaft des religiösen Oberhaupts der Hindus, Mutter Teresa und das Dalai Lama. Es handelte sich um eine ‚meditative Arbeitswoche‘, während der es darum ging, die drängenden Weltprobleme zu überdenken und nach Lösungen zu suchen. Als Ergebnis dieses Treffens wurde der sog. Rishikesh-Appell formuliert, indem u.a. gefordert wird: ‚Die Lehre jeder Religion muss sich von doktrinärer Ausschließlichkeit befreien.‘ … Wie jeder … selbst sehen kann, handelt es sich hier um eine Veranstaltung, die bis in die Wortwahl hinein genau dem Konzept der New Age Bewegung entspricht.“ [51] “

Mutter Teresa empfahl den Mitgliedern anderer Religionen zu dem jeweiligen Gott zu beten. Dann wird der Hindu eben ein besserer Hindu, der Buddhist ein besserer Buddhist und der Moslem ein besserer Moslem. Sie würde natürlich katholisch bleiben. 

Dies ist die neue Toleranz: Jede Religion ist gut, jeder Glaube hat eine Berechtigung vor Gott. 

Eine Heiligsprechung von Mutter Teresa steht kurz bevor.

 

Deutschland im Oktober 2000


Der evangelische Nachrichtendienst idea meldete am 17. Oktober 2000: „Linksextremisten verhindern Treffen konservativer Christen 
„Gegendemonstration“ angekündigt: Tagung der Evangelischen Notgemeinschaft musste ausfallen

Die theologisch konservative Evangelische Notgemeinschaft in Deutschland ist aufgrund massiver Proteste linker Gruppen an der Durchführung ihrer Herbsttagung gehindert worden. Sie sollte vom 13. bis 15. Oktober zum Thema „Wahre und falsche Ökumene“ im Bonner Gustav-Stresemann-Institut stattfinden. Eine Antifa-Gruppe Bonn/Rhein-Sieg hatte eine „Gegendemonstration“ unter der Parole „Faschisten tragen nicht nur Glatzen – sie kriechen auch zu Kreuze“ angemeldet. Das Stresemann-Institut händigte der Notgemeinschaft daraufhin am Abend vor Beginn der Tagung eine Kündigung des Mietvertrages aus. Das Institut berief sich auf seine Geschäftsbedingungen, die einen kostenfreien Rücktritt vom Vertrag ermöglichen, wenn „die Veranstaltung die Sicherheit oder den Ruf oder den reibungslosen Geschäftsbetrieb“ zu gefährden drohe. Eine Ausweichmöglichkeit in eine andere Tagungsstätte bestand wegen der Kürze der Zeit nicht.
Prof. Klaus Motschmann, Schriftleiter der Notgemeinschaft: „Es wird ein Klima der Hysterie erzeugt, in dem eine sachliche Auseinandersetzung nicht mehr möglich ist.“ 1997 hatte die Notgemeinschaft noch ohne Beanstandung in diesem Stresemann-Institut getagt. 
Wäre die Veranstaltung auch verhindert worden, wenn anstelle dieses Ökumene kritischen Veranstaltungsmottos ein anderes Motto ausgesucht gewesen wäre? Vielleicht: „Das Nebeneinander der Religionen in einer sich wandelnden Zeitperiode.“

Ich weis es nicht. Aber zum Nachdenken gibt dies schon genügend Anlass.

Vielleicht ist dies nur die Speerspitze. Ich könnte mir gut vorstellen, dass dieses Beispiel Schule macht. Heute ist es die Benkenntnisbewegung. Morgen ist es dann die nächste „unbequeme“ Gemeinschaft. Wann sind es wir?

Die Neue Toleranz in der Wissenschaft


„Ein … Wissenschaftler namens Dean Kenyon, ein bekannter Biologe an der San Francisco State University, stand kürzlich den Auswirkungen der Neuen Toleranz gegenüber. Obwohl er fest an den Darwinismus geglaubt hatte, hatte Kenyon eine Zeitlang seine Erstsemester-Studenten … der Tatsache ausgesetzt, ‚dass das Darwinistische Standardmodell der Evolution mit Problemen durchlöchert ist.‘ Kenyon lehrte keinen Kreationismus, er sprach sich noch nicht einmal gegen die Evolutionstheorie aus. Er zeigte lediglich die beunruhigende Fülle von Schwierigkeiten in der darwinistischen Theorie auf.

Das jedoch war den ‚Wissenschaftlern‘ der Universität offensichtlich zuviel. Sie beschuldigten ihn ‚Religion‘ zu lehren und entfernten ihn aus dem Unterrichtsraum. [52]. Die biologische Fakultät der Universität „votierte [anschließend] mit 27 zu 5 Stimmen dafür, dass naturalistische Evolution die einzige in der Biologie zulässige Theorie sei - und dass eine Bezugnahme auf eine intelligente Ursache am Anfang des Lebens streng unwissenschaftlich sei.“[53]

Wissenschaftliche Forschung wird unter der Neuen Toleranz einfach per Mehrheitsbeschluss durchgeführt!

„Der 1995 verstorbene christliche Evolutionskritiker Prof. Arthur Ernest Wilder-Smith hatte immer wieder beklagt: ‚Es gibt Interessengruppen, die das Massenmedium Fernsehen hindern, kritische Einwände gegen die Evolution zu senden.‘ Daran hat sich bis heute nichts geändert. Diesmal betrifft die Sperre einen 45 - minütigen Dokumentarfilm des Berliner Filmproduzenten Fritz Poppenberg. Sein Film ‚Hat die Bibel doch recht? Der Evolution fehlen die Beweise‘ ist beim ARD mit einem Sperrvermerk belegt und zur Verschlusssache erklärt worden. … Es muss an der Sprengkraft des Themas liegen, dass es nicht an die Öffentlichkeit darf. Es ist, wie wenn es jemandem schaden könnte, sich über seine Herkunft und demzufolge über den Schöpfer, Gedanken zu machen.“ [55] 

Schmuddel-Sex und tödliche Gewalt dürfen weiterhin ungefiltert in die Wohnstuben flimmern. Der Hinweis, dass wir einen göttlichen Schöpfer haben, wird in Deutschland bereits zensiert.

Der Missionsauftrag des Heilands


„Darum gehet nun zu allen Völkern der Erde und macht die Menschen zu meinen Jüngern und Jüngerinnen. Tauft sie im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, und lehrt sie alles zu befolgen, was ich euch aufgetragen habe." Matth. 28, 19 + 20. „Ihr seid das Salz der Erde." Matth. 5, 13. „Ihr seid das Licht für die Welt". Matth. 5, 14.

Durch die Neue Toleranz wird die Ausführung dieser Aufgabe als „intolerant“ gebrandmarkt. Verkündiger der christlichen Botschaft werden ausgegrenzt und verfolgt. Holthaus, ein gläubiger Christ, stellt ernüchtert fest: „Der Einfluss des Christentums auf unsere Gesellschaft nimmt ständig ab. Die jahrhundertealte enge Beziehung zwischen Christentum und Kultur, wie sie sich in allen Bereichen des Lebens ausdrückte, geht ihrem Ende entgegen.“ [56] Holthaus zitiert den Politologen Samuel Huntington: Im nächsten Jahrtausend bestimmen sieben Kulturkreise die Weltpolitik: „die sinische, die japanische, die hinduistische, die islamische, die afrikanische, die westliche und die lateinamerikanische Kultur“. [57] Dr. Holthaus folgert schließlich: „Von einer christlichen Kultur ist hier nicht die Rede, schlimmer noch, sie wird mit der ‚westlichen Kultur‘ gleichgesetzt, ist quasi in ihr aufgegangen und von ihr aufgesogen worden. Seine Werte verschwinden. Das christliche Abendland scheint passè. Biblisches Christentum spielt offensichtlich keine Rolle mehr.“ [58] 

„Denkt an das, was ich euch gesagt habe: Kein Diener ist größer als sein Herr. Haben sie mich verfolgt, werden sie auch euch verfolgen." Joh. 15, 20. Bereits heute findet der vielleicht entscheidende Angriff Satans statt. Der Generalangriff auf das Christentum: Der christlichen Religion soll widerstanden werden.

Ausblick


Diese hier beschriebene Gefahr kommt von einer ganz anderen Seite als wir bisher vermuteten. Die hier skizzierte und bereits vorhandene ‚Neue Toleranz‘ greift keine einzelne Gruppe oder Organisation an. Hier plant Satan alle aufrichtigen Christen, unabhängig von der Zugehörigkeit zu einer Kirche oder Gemeinschaft, zu unterdrücken und aus der Gesellschaft auszugrenzen. 

Das ist das große Ziel unseres Gegenspielers: Die Verbreitung des Evangeliums von Jesus Christus zu verhindern. Denn: „Denn Christus ist mein Leben...“ Phil. 1, 21. „Ich bin der Weg, denn ich bin die Wahrheit und das Leben. Einen anderen Weg zum Vater gibt es nicht!" Joh. 14, 6. „Ich bin der Weinstock, und ihr seid die Reben. Wer mit mir verbunden bleibt, so wie ich mit ihm, bringt reiche Frucht. Denn ohne mich könnt ihr nichts ausrichten.“ Joh. 15, 5. „Jesus Christus und sonst niemand kann die Rettung bringen. Auf der ganzen Welt hat Gott keinen anderen Namen bekannt gemacht, durch den wir gerettet werden könnten.“ Apg. 4, 12. Zusammengefasst können wir ausdrücken: Nur mit Jesus gibt es eine Chance. Nur mit Jesus habe ich die Möglichkeit gerettet zu werden. Nur mit Jesus gehe ich nicht verloren, denn Jesus ist der Mittelpunkt des Evangeliums.

Diese Botschaft vom Leben durch Christus, von der Hilfe durch Christus, von der Rettung durch Christus, soll nicht verkündigt werden und ins Abseits gestellt werden. 

Dieses exklusive Vorrecht, einen persönlichen Erlöser zu haben, wird bagatellisiert und mit anderen Religionsideen auf eine Stufe gestellt. Es soll in den Hintergrund gedrängt und vergessen gemacht werden. Dies ist das erklärte Ziel Satans. Denn ohne die Annahme des Opfer Jesu Christi am Kreuz von Golgatha hätte der Gegenspieler gewonnen. Wer Jesu Opfer nicht annimmt geht verloren.

„1993 trafen sich nach 100 Jahren wieder Vertreter vieler Religionen zu einem ‚Weltparlament der Religionen‘. … Der Katholik [Dr. Paul] Knitter propagiert: Angesichts der bedrohlichen Weltsituation sei eine globale Weltordnung vonnöten, die nicht durch Missionsarbeit gestört werden dürfe.“[59] 

Diese Aussage läuft dem biblischen Missionsauftrag genau entgegen. Die Frohe Botschaft von Jesus Christus soll nicht mehr verkündigt werden dürfen. Das lebengebende, ewige Evangelium soll der Menschheit vorenthalten werden. Erfüllt sich nicht damit die seinen Jüngern gestellte Frage: „Aber wird der Menschensohn, wenn er kommt, auf der Erde überhaupt noch Menschen finden, die in Treue auf ihn warten?“ Lukas 18, 8.

Der Missionar Ralph Shallis, welcher viele Jahre in Algerien unter Muslimen arbeitete, schreibt in seinem Buch ‚Lebendige Zellen‘: „Ich glaube an die Möglichkeit einer weltweiten Verfolgung, welche listiger, unerbittlicher, ausgeklügelter und grausamer sein wird als alle Verfolgungen der Kirchengeschichte seit den Zeiten der Apostel. Nach der Zerschlagung unserer großartigen Organisationen bleiben uns nur Christus und sein Wort. Je mehr wir heute diese Realität ausleben, desto besser sind wir für die schwierigen Zeiten gerüstet.“ [60] 

„Die Person Jesu Christi hat ihre Anziehungskraft nicht verloren; die Bibel ist nicht veraltet, ganz im Gegenteil: Jede Generation wird neu von ihren Wahrheiten ergriffen, denn Christus ist jene Realität, welche Antworten auf alle Sehnsüchte und Ängste jedes Menschen bereit hält. Nur macht unsere Art, Christus der Welt darzustellen, ihn unverstehbar, ja, sogar unsichtbar. Wir verdunkeln seine Klarheit durch zweitrangige Dinge. Es ist Zeit, dass wir unsere Art zu evangelisieren überdenken, dass wir die Gemeinde überdenken, die Zukunft überdenken und dabei unsere Meinungen durch den Schmelztiegel des Wortes Gottes gehen lassen.“ [61] 

„Dieser Jesus ist der Stein, der von euch, den Bauleuten, verschmäht wird; der ist zum Eckstein geworden. Und in keinem anderen ist die Rettung; denn es ist auch kein anderer Name unter dem Himmel, der den Menschen gegeben worden ist, in welchem wir gerettet werden müssen.“ Apg. 4, 11 - 12. (Konkordante Übersetzung)

„Das alles aber kommt von Gott. Obwohl ich sein Feind war, hat er sich durch Christus mit mir ausgesöhnt und mir den Auftrag gegeben, seine Versöhnungsbotschaft zu verbreiten. So lautet diese Botschaft: In Christus hat Gott selbst gehandelt und hat die Menschen mit sich versöhnt. Er hat ihnen ihre Verfehlungen vergeben und rechnet sie ihnen nicht an. Diese Versöhnungsbotschaft lässt er unter uns verkündigen. Uns Aposteln hat Christus den Auftrag und die Vollmacht gegeben, diese Botschaft überall bekannt zu machen. Ja, Gott selbst ist es, der durch uns die Menschen ruft.“ 2.Kor. 5, 18 - 20.

Dies ist eine weitere Form des Missionsauftrags, welcher für uns nach wie vor gültig ist. Die Verheissung Gottes ist ebenfalls weiterhin gültig: „Die Einsichtigen werden leuchten wie der taghelle Himmel und alle, die anderen den rechten Weg gezeigt haben, werden glänzen wie die Sterne für ewige Zeiten.“ Daniel 12, 3. 

Wir stehen nie alleine. Gott verlässt seine Boten nicht. Er hat ihnen eine ewige Verheißung gegeben: „Und das sollt ihr wissen: Ich bin immer bei euch, jeden Tag, bis zum Ende der Welt." Matth. 28, 20. Ein anderes Versprechen gab der Herr dem Propheten Jeremia. Er mußte dem Volke die Warnungsbotschaft verkündigen. Eine Nachricht, welche das Volk gar nicht gerne hörte. Deshalb war Jeremia mit seiner Botschaft nicht beliebt. Aber hier finden wir eine sehr interessante Parallele: „Du wirst diesem Volk wie einer Mauer gegenüber stehen. Sie werden gegen dich anrennen, aber sie können dich nicht bezwingen. Denn ich stehe dir zur Seite, ich schütze dich. Ich, der Herr.“ Jer.15, 20. 

Vielleicht gilt dies auch bald für uns! Sollte diese neue Toleranz weiter Boden gewinnen, und dies ist tatsächlich anzunehmen, dann werden bald alle Menschen den wirklichen Christen wie eine Mauer gegenüber stehen. Dann gilt diese Verheißung den verbliebenen ernsten und aufrichtigen Menschen, den wahren Christen: ‚Ich schütze dich. Ich der Herr.‘

Quellenhinweise:

Holthaus Stephan, Trends 2000, Brunnen Verlag, Basel, 1998. S. 8
Holthaus, Stephan, Madame Blavatsky und die Theosophische Gesellschaft, Schwengeler Verlag; Berneck, Schweiz, 1990. S. 24
Hinrichs, Regina, Dr. Ihr werdet sein wie Gott, 1998, Verlag Franz Schmitt, Postfach 1831, 53708 Siegburg, S. 48
Josh McDowell - Bob Hostetler, Die neue Toleranz, CLV Bielefeld, 1999, Orginaltitel: The New Tolerance, Tyndale House Publishers, 1998, S. 11.
Ebd. S. 11
Ebd. S. 12
Ebd. S. 51
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Ebd. S. 28
Readers Digest Universallexikon 
Websters Wörterbuch, zitiert in „Die neue Toleranz“, S. 18
Die neue Toleranz S. 21
Ebd. S. 21
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Holthaus, Trends 2000, S. 46
Ebd. S. 48 
Die neue Toleranz S. 22
Holthaus, Trends 2000, S. 47
Ebd. S. 48
Topic Januar 1999
Holthaus, Trends 2000, S. 48
Die neue Toleranz, S. 43
Ebd. S. 42
Ebd. S. 44
Ebd. S. 123
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Holthaus, Trends 2000, S. 26
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Holthaus, Trends 2000, S. 35
Dave Hunt, Globaler Frieden und der Aufstieg des Antichristen, S.285.
Die neue Toleranz S. 40
Ebd. S. 42
Hinrichs S. 95
Die neue Toleranz S. 43
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Topic Februar 1999
Zeitspiegel, Heft 64, S.5 f.
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Topic März 1998
Topic November 1998.
Topic Oktober 1998
Topic Oktober 1998
Erneuerung und Abwehr, Mai 1999, S. 25 f.
Topic Oktober 1998
Erneuerung und Abwehr, Mai 1999, S. 26
Die neue Toleranz S. 47
Erneuerung und Abwehr, Mai 1999 S. 24
Zitiert nach: News of Interest 04-26-99 in www.hebroots.org
Hinrichs, Ihr werdet sein wie Gott,S. 35
Die neue Toleranz S. 145
Ebd. S. 145
Ulrich Beck, Risikogesellschaft S. 271, zitiert in Holthaus, Trends 2000, S. 47. 
factum Juni 1999 S. 20 f
Holthaus Trends 2000, S. 15
Ebd. S. 8
Ebd. S. 8
Holthaus Trends 2000, S. 39
factum Mai 1999, S. 47
factum Mai 1999, S. 46

Alle Bibeltexte, soweit nicht besonders vermerkt: Die Gute Nachricht

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Kommentare: Die Quellenangabe [10] ist falsch.