Wie man Brustkrebs mit Pflanzenchemikalien bekämpft

In Österreich ist die häufigste Krebstodesursache bei Frauen Brustkrebs.
Können wir durch konsequente Lebensweise vorbeugen?

 

In den Vereinigten Staaten gibt es 180.000 Fälle von Brustkrebs jährlich und 46.000 Todesfälle. Nahezu eine von acht Frauen entwickelt Brustkrebs während ihres Lebens. Wirklich ernüchternd! Aber der Beweis erhärtet sich, dass das, was wir essen wesentlich zur Entwicklung dieser verheerenden Krankheit beiträgt und die Diät spielt wahrscheinlich die entscheidende Rolle in der Vorbeugung und Behandlung. Schauen wir zuerst den Nachweis von Studien in der Bevölkerung an. Laut John Potter, Leiter des Krebsvorbeugung-Forschungsprogrammes-Center in Seattle, Washington sind ziemlich übereinstimmende Angaben, die die Ernährung mit dem Risiko der Krebsentwicklung verbinden.

Viele Studien weisen darauf hin, dass eine Ernährung, die reich an Fleisch, Fett und Milchprodukten ist, das Krebsrisiko einer Person vermehrt, während eine Ernährung mit viel Obst, Gemüse und Vollkorn das Risiko vermindert.

Dr. Key und seine Gruppe folgten den Ernährungsgewohnheiten und Todesraten von 11.000 Vegetariern 17 Jahre lang. Überall war die Todesrate von Vegetariern ungefähr die Hälfte der allgemeinen Bevölkerung. Innerhalb dieser Gruppe war das tägliche Essen frischer Früchte und Gemüse mit einem verminderten Risiko verschiedener Krebsarten verbunden, einschließlich Brustkrebs. Wegen dem starken Zusammenhang zwischen Ernährung und Krebs legen viele Gesundheitsprofis Wert auf den vermehrten Konsum von Früchten und Gemüse, Vollkorn und Hülsenfrüchte, um das Krebsrisiko zu vermindern.
Als Zusatz zu den Vitaminen und Mineralien, die in den Früchten und Gemüse enthalten sind, gibt es auch Pflanzenchemikalien wie Phytosterol, Indole, Flavone und Saponine. Diesen Pflanzenchemikalien wurde biologische Aktivität nachgewiesen, die zu niedrigerem Krebsrisiko beiträgt. Zwei Gruppen von Pflanzenchemikalien - Isoflavonoide und Lignane - funktionieren wie schwache Östrogene, die in einen Wettkampf mit wirksameren Östrogenen treten, um sich dann mit dem Ostrogenempfänger zu verbinden. Das kann Zellwachstum beeinflussen und letztlich Brustkrebs verhindern.
Isoflavonoide werden vor allem gefunden in Sojabohnen und Sojaprodukten wie Tofu, Sojamilch, Miso, Sojamehl, Sojaeiweißkonzentrat und strukturiertem Pflanzeneiweiß. Lignane werden gefunden in Ölsaaten wie Flachs und Sesam.

Viele Studien an Frauen in asiatischen Ländern lassen erkennen, dass, je mehr Sojaprodukte Frauen essen, desto weniger Brustkrebs bekommen sie. In einer Studie von Lee und seiner Gruppe wurden 200 chinesische Frauen aus Singapur mit diagnostiziertem Brustkrebs verglichen mit 420 Frauen, die krebsfrei waren. Das Ergebnis legt nahe dass Frauen vor der Menopause mit einer hohen Zufuhr von tierischem Eiweiß und rotem Fleisch Teilhaber eines höheren Brustkrebsrisikos sind. Ein vermindertes Risiko war verbunden mit einer hohen Zufuhr an mehrfach ungesättigten Fettsäuren, Betakarotin (Vorstufe Vit. A), Sojaeiweiß und Sojaprodukten. Die Forscher entschieden, dass eine Ernährung, die fettarm und hoch an Sojaeiweiß ist, pflanzliche Öle, und Gemüse, das Betakarotin enthält, das Brustkrebsrisiko einer Frau herabsetzen.

Ein bestimmtes Isoflavon, „Genistein" genannt, hat viel versprechende Resultate bei der Verminderung des Brustkrebsrisikos gezeigt wegen seiner antioxydanten Aktivität, die Tumorwachstum verhindert. Zusätzlich hat in einigen Fällen, wo entartetes Gewebe bereits existierte, Genistein ein weiteres Wachstum aufgehalten durch die Verminderung wachstumsfördernder Proteine, die die Zellvermehrung einiger Krebsarten steigern.

Als Antioxydant beseitigt Genistein freie Radikale und beugt so der Zellschädigung vor.

Eine andere Studie, geleitet von Ingram und seiner Gruppe, misst die Einnahme von Pflanzenöstrogenen aus der Urinausscheidung von 288 Frauen. Diese Studie schloss 144 Fälle ein, bei denen Brustkrebs diagnostiziert wurde und 144 entsprechende Kontrollfälle. Die Befunde weisen hin auf eine kräftige Reduktion des Brustkrebsrisikos unter Frauen mit einer hohen Einnahme von Pflanzenöstrogenen, sowohl Isoflavone als auch Lignane.
Übereinstimmend mit Dr. Mark Messima aus dem früheren Nationalen Krebsinstitut „...gibt es mehr Gründe als je, Menschen zu ermutigen, mehr Nahrung auf pflanzlicher Basis und weniger Nahrung auf Fleisch-Basis zu essen." Gegründet auf einen überwältigenden wissenschaftlichen Beweis zugunsten einer pflanzlichen Ernährung legt die „Food- and Drug-Administration" Nachdruck auf das Bedürfnis, den Obst- und Gemüsekonsum zu erhöhen bis zu fünf Portionen täglich. Neben dem höheren Obst- und Gemüseverzehr, reduzierter Fetteinnahme und regelmäßiger körperlicher Aktivität wird das Brustkrebsrisiko weiter reduziert, übereinstimmend mit vielen anderen Studien.

Um das Brustkrebsrisiko herabzusetzen, sollten die folgenden Empfehlungen befolgt werden:

  1. Erreiche und erhalte ein normales Körpergewicht durch körperliche Aktivität wie Laufen, Gartenarbeit, Radfahren mindestens dreimal wöchentlich für mindestens 30 Minuten.
  2. Reduziere die Fetteinnahme bis auf 10-20 % des täglichen Energiebedarfes (Kalorien). Die Fettverwendung sollte Oliven, Avocado, Olivenöl einschließen oder Öle mit wenig mehrfach ungesättigten Fettsäuren.
  3. Eiweiß begrenzen auf 10-20 % der Gesamtenergiezufuhr mit einem Schwerpunkt auf pflanzlichem Eiweiß und Sojaeiweiß.
  4. Kohlenhydrate sollen mindestens 60 % der gesamten täglichen Energiezufuhr ausmachen und sollten eine Vielfalt an Früchten und Gemüse einschließen.


Übersetzt aus „The Journal of Health an Healing", Vol. 22 von Cortiss Hinton BS

"Krebs, Tumore und fieberhafte Erkrankungen werden weitgehend durch das Essen von Fleisch hervorgerufen ..... Fleischnahrung kann kein gutes Blut erzeugen." „Gesundes Leben" E. G. White