Wenn der Kopfschmerz plagt

Kopfschmerz auf natürliche Weise behandeln.

 

Es gibt kaum jemanden, der nicht weiß, wie sehr Kopfschmerz peinigt. Dabei sind 95 % aller Kopfschmerzen seelisch bedingt.

Sie kommen durch eine übermäßige Anspannung der Nackenmuskulatur, der Kopfhaut und des Gesichts zustande. Bei Belastungen spannt man die Muskeln, man „nimmt sich zusammen". Das heißt Zähne zusammenbeißen, Augen zukneifen, Stirne in Falten ziehen, die Muskulatur der Halswirbelsäule anspannen. Wenn diese Muskelanspannung chronisch wird, kommt es zu einem erhöhten Sauerstoffbedarf. Dadurch werden die Gefäße verengt, und die Durchblutung wird beeinträchtigt. Es kommt zu einer Unterversorgung mit Sauerstoff, die Stoffwechselprodukte werden nicht abtransportiert. Dies führt zu Schmerzen, die einem Muskelkater ähnlich sind.

Widerstreitende Gefühle, die „krampfhaft" unter Kontrolle gehalten werden müssen, der innere Konflikt zwischen eigenen Lebenswünschen und der unbefriedigenden Lebenssituation können „Kopfzerbrechen" machen. Aggressive Impulse werden gegen die eigene Person gerichtet, und diese Spannung drückt sich im Dauerkopfschmerz aus.

Kopfschmerzen sind immer ein Warnsymptom des Körpers. Dabei bestehen (siehe oben) fast immer psychosomatische Zusammenhänge. Wenn auch die meisten Kopfschmerzen „nur" auf Funktionsstörungen beruhen, so darf man doch nicht die bekannten körperlichen Faktoren außer acht lassen. Auch eine Reihe von organischen Krankheiten geht mit Kopfschmerz einher.
So verursachen Magen-Darmstörungen (insbesondere Verstopfung oder Durchfall), Leber-Gallen-Leiden, Nierenkrankheiten, Bluthochdruck, Nasennebenhöhlenentzündungen, Überanstrengung der Augen und Gehirntumoren fast immer Kopfschmerzen. Auch Infektionen und hohes Fieber sind von Kopfschmerz begleitet. Wenn organische Krankheiten ausgeschlossen werden können, dann stehen seelische Störungen im Vordergrund.

Verstärkt wird Kopfschmerz auch durch alle Verhaltensweisen, die die Sauerstoffversorgung der Kopfhaut noch zusätzlich beeinträchtigen (z.B. der Aufenthalt in schlecht gelüfteten, verrauchten Räumen).
"Fitmacher" wie Koffein und Nikotin verengen die Gefäße. Die Abbauprodukte nach Alkoholgenuss hemmen ebenfalls den Sauerstofftransport. Auch viele Schmerzmittel beeinträchtigen die Sauerstoffaufnahme des Blutes. Wer zu Kopfschmerz neigt, wird dies besonders bei Wetterwechsel und bei Föhn spüren.

Es gibt eine Kopfschmerzpersönlichkeit, die gekennzeichnet ist durch übermäßiges Leistungsstreben, Intoleranz, unterdrückte Aggressivität, die gleichzeitig verletzlich und gehemmt ist, wenig Selbstvertrauen hat, (Angst vor Konflikten) sowie durch Überkontrolle (perfektionistisch, kleinlich, gespannt) gekennzeichnet ist.

Kopfschmerzformen

Kopfschmerz ist nicht gleich Kopfschmerz. Fachleute unterscheiden zwischen Spannungskopfschmerz, Migräne und Schmerzmittelkopfschmerz.

Wenn die Kopfschmerzen langsam beginnen, immer stärker werden, als starker Druck empfunden werden und sich über Stunden, Tage oder Wochen hinziehen, spricht man von einem SPANNUNGSKOPFSCHMERZ. Er tritt meist nach körperlicher oder seelischer Überlastung auf. Die Belastungen drücken sich auch durch Muskelverspannungen oder sogar Muskelverkrampfungen im Nacken-, Hals- und Schulterbereich aus.

Bei der MIGRÄNE entstehen die Schmerzen durch Labilität der Blutgefäße im Kopfbereich, unter Beteiligung der sog. Neurotransmitter. Die Adern, die zum Gehirn hinführen, werden durch einen verstärkten Blutzufluss gedehnt. Der Kopfschmerz tritt anfallsweise, halbseitig, oft begleitet von Sehstörungen, Übelkeit, Erbrechen und anderen vegetativen Beschwerden auf. Der Anfall kann Stunden bis Tage dauern und ist oft mit einer depressiven oder gereizten Stimmung verbunden. Als Ursachen für Migräne kommt erbliche Belastung in Frage. Auch der Hormonhaushalt spielt bei der Regelung der Gehirndurchblutung eine Rolle. Er kann durch Nahrungsmittel (Allergie), durch das Klima, durch Medikamente und bei Frauen durch den Menstruationszyklus geändert werden.
Auch gibt es einen Zusammenhang zwischen Migräne und der Stärke der körperlichen Abwehrkräfte. Migränepatienten neigen überdurchschnittlich häufig zu Allergien, Entzündungen, Kreislaufstörungen wie Schwindel, Herzklopfen, Kollaps u.a.
Sowohl der Hormonhaushalt als auch die Abwehrkräfte gegen Krankheiten sind sehr stark durch den seelischen Zustand beeinflusst. Migränepatienten wissen aus eigener Erfahrung, dass die Schmerzanfälle im Zusammenhang mit seelischen Belastungen auftreten, z.B. bei Erwartungsängsten. Häufiger taucht die Migräne jedoch nach belastenden Situationen auf, wenn die Spannung nachlässt - die Wochenendmigräne! Hier zeigt sich die vagotone Fehlsteuerung: der Spannungsabfall ist zu steil und geht zu weit, weil der Kreislauf nicht trainiert und anpassungsfähig genug ist, sich wieder einzupendeln. Bei mehr als 60% der Migränepatienten finden sich psychische Auslöser. Belastungssituationen werden nicht auf eine gesunde Weise bewältigt.

Bleibt noch der SCHMERZMITTELKOPFSCHMERZ. Durch langandauernde Einnahme von Kopfschmerzmitteln, besonders wenn sie Phenacetin enthalten, kann es paradoxerweise zu einem Dauerkopfschmerz kommen.

„Vor allem sollte der wahre Charakter der Krankheit bestimmt werden, und dann sollte man verständig daran gehen, die Ursache zu entfernen. Wenn das harmonische Arbeiten des Systems durch Überarbeiten oder andere Unregelmäßigkeiten aus dem Gleichgewicht gekommen ist, so versuche man nicht, die Schwierigkeiten damit auszugleichen, dass man es mit einer Menge giftiger Medizinen belastet." (Aus Der Weg zur Gesundheit E.G.W.)

Die Anwendung der 8 Ärzte

Kopfschmerzen sind keine eigene Krankheit, sondern das Symptom für eine Störung. Daher sollte man seine Ursache suchen und beheben und das Kopfweh nicht einfach durch Schmerzmittel unterdrücken. Viele Medikamente, die den Kopfschmerz bekämpfen, sollen, wirken nachteilig.

Bei häufigem, langandauernden Gebrauch bewirken sie Dauerkopfschmerz und sogar Nierenschädigungen. Hier gilt der Grundsatz: So wenig wie möglich!

Schlechte Gesundheitsgewohnheiten bieten eine Menge Ursachen für den Kopfschmerz. Wer häufig daran leidet, soll seine Gewohnheiten durchforsten und korrigieren.

 

Vorbeugende Maßnahmen


1. Ernährung

  • Vermeiden Sie schwere, üppige Mahlzeiten und ein Zuviel an Protein (Protein-''hangover").
  • Eine vegetarische Ernährung mit viel Obst und Salat ist am besten.
  • Essen Sie nicht spät am Abend (4-5 Std. vor dem Schlafengehen), sonst bleibt die Nahrung im Darm liegen. Die Abbauprodukte können Kopfschmerz verursachen.
  • Essen Sie nicht durcheinander, sondern eine begrenzte Menge an Nahrungsmitteln zu einer Mahlzeit.
  • Vermeiden Sie Milch-Zucker-Kombinationen, sie verursachen Gärung im Darm. Als Ursache für allergisch bedingte Kopfschmerzen kommen Milchprodukte in Frage. Besonders Käse und Schokolade sollten vom Speiseplan gestrichen werden.
  • Auch andere Nahrungsmittel können Unverträglichkeiten bewirken:
  • Schweinefleisch, Fertigprodukte (Fleisch und Fisch), Glutamat, fermentierte Lebensmittel, aber auch Zitrusfrüchte und Nachtschattengewächse.

2. Mäßigkeit

  • Vermeiden Sie alle Genussgifte wie Nikotin, Alkohol, Koffein im Bohnenkaffee, Tee und Colagetränke.
  • Essen Sie nicht zwischen den Mahlzeiten. Halten Sie einen geregelten Stundenplan für Essen, Schlafen, Arbeit etc. ein.
  • Vermeiden Sie langes Fernsehen, um eine Übermüdung der Augen zu verhindern.

3. Bewegung

  • Tägliches Kreislauftraining
  • Frische Luft

Machen Sie täglich Bewegung im Freien, wenigstens eine Stunde. Achten Sie auf gut gelüftete Schlafräume. Der Morgenkopfschmerz ist häufig die Folge von abgestandener Luft. Üben Sie tiefes, volles Atmen bei guter Haltung.

4. Schlaf

Achten Sie darauf, dass Kopf, Genick und Schulter eine entspannte Schlafposition einnehmen. Sie sollen nicht unbedeckt der Zugluft ausgesetzt sein.

5. Bekleidung

Halten Sie die Extremitäten warm, besonders im Winter. Kalte Hände und Füße senden "Alarm" ans Gehirn. Der Blutdruck wird erhöht, das kann zu Kopfschmerzen führen.

Behandlung


Mit den notwendigen Maßnahmen sollte bereits bei den ersten Anzeichen von Kopfweh begonnen werden. Warten Sie nicht bis zum Höhepunkt!

Wasseranwendungen
Wenn die Ursache eine verkrampfte Nackenmuskulatur ist, so hilft eine heiße Kompresse zur Entspannung, ebenso eine vorsichtige Massage der Nackengegend.

Vielfach helfen ableitende Methoden:

Das heiße Fußbad
Wenn die Kopfschmerzen anfangen, ein heißes Bad für Füße und Arme nehmen. Zugleich eine kalte Kompresse auf Stirn oder Nackengegend legen. Dauer: 20 Minuten.
Wenn sich der Kopfschmerz weiter entwickelt, dann wenden Sie die nächste Behandlungsstufe an:
Heiße Kompressen ins Genick, Eiswasserkompressen ins Genick, Eiswasserkompressen auf Gesicht, Schläfen und Stirn. Nach 3 Minuten wechseln: heiße mit kalter und kalte mit heißen Kompressen vertauschen. Wechseln Sie 3 komplette Anwendungen von heiß und kalt. Während der Anwendung am Kopf zugleich ein mäßig heißes Fußbad nehmen.
Wenn Nervosität die Ursache von Kopfschmerzen ist, dann nehmen Sie ein neutrales Bad von 35-36 °C. Danach vorsichtig abtrocknen, für Entspannung sorgen. Trinken Sie Melissen-Tee.
Auch ein langer Spaziergang in flottem Tempo ist hilfreich. Kopf, Nacken, Schultern und Extremitäten sollten dabei warm bedeckt sein. Zusammen mit einer tiefen Atmung kann er helfen, den Blutandrang im Kopf abzuleiten.

Vertrauen in die göttliche Kraft


Vor der Anwendung natürlicher Heilmittel bitten Sie Gott, dass er diese Anwendungen segnen und Ihnen helfen möge.
Da der seelische Faktor eine bedeutende Rolle spielt, muss Seelen-Hygiene betrieben werden (Nachdenken in stiller Stunde).
Kopfschmerz hat oft viel zu tun mit mangelnder Geduld (Selbstkontrolle) und unserem dominanten ICH. Es hat auch viel mit unseren Vorstellungen und Einbildungen zu tun, die zu sehr auf uns selbst gerichtet sind. Biblische Seelsorge kann helfen, seelischen Fehlhaltungen auf die Spur zu kommen und sie auch auf biblische Art und Weise zu lösen.