Der Tod sitzt im Darm

Wie ist der Gesundheitszustand Ihres Dickdarms?

 

Dr. John H. Kellogg behauptete, dass 90 Prozent der Zivilisationskrankheiten auf die
schlechte Funktion des Dickdarms zurückzuführen seien. Der bekannte Fastendoktor" Franz Xaver Maier, von dem auch der Ausspruch vom „Tod im Darm" stammt, hat ebenfalls in seinen Schriften immer wieder darauf hingewiesen, dass Gesundheit und Wohlbefinden sich nur dann bei einem Menschen einstellen, wenn er auf ein gut funktionierendes Verdauungssystem achtet.

WAS BEDEUTET VERDAUUNG?


Der Mensch lebt nicht primär von dem was er isst, sondern von dem, was sein Verdauungsapparat an verwertbaren Nahrungssubstanzen daraus einnimmt. Verdauen heißt nicht nur, Stuhlgang zu produzieren, sondern die aufgenommene Nahrung mechanisch, chemisch und bakteriell richtig aufzuschließen, sie in brauchbare Körpersubstanzen und Energie umzuwandeln und die unverwertbaren Abfallstoffe rechtzeitig auszuscheiden. Das Gegenteil vom normalen Verdauungsvorgang sind die üblichen krankmachenden Gärungs- und Fäulnisprozesse.
Wie in der Pflanze der nährende Saft von den Wurzeln bis in den höchsten Wipfel strömt, so fließen die nährstoffhaltigen Säfte des Menschen vom Verdauungsapparat bis zu den Entferntesten Zellen. Der Verdauungstätigkeit kommt also eine Schlüsselstellung für den Zustand der Säfte und damit des ganzen Organismus zu.

DER TRANSPORT MUSS KLAPPEN


Ohne einen effizienten, gut arbeitenden Dickdarm bleibt die Nahrung wie ein in Wasser getränkter Holzklotz darin liegen. Sogar die gesündeste Nahrung und die besten Vitamine sind nur wenig wert, wenn sie unverdaut bleiben. Wenn der Dickdarm auf irgendeine Weise blockiert ist, verlangsamt sich der ganze Stoffwechsel. Als Folge des verlangsamten Stoffwechsels verlieren die Nährstoffe ihren Wert und beginnen zu verrotten. Dies verursacht die Anhäufung von giftigen Nebenprodukten, was dann schließlich zum so genannten Malabsorptionssyndrom (mangelhafte Aufnahme von Nährstoffen und deren Folge) führt. Wenn sich im Körper mehr Giftstoffe ansammeln, als er durch die Ausscheidungsorgane eliminieren kann, setzt der Krankheitsprozess ein.
Eine sichere Untersuchung um die Giftigkeit des Darms zu überprüfen ist der „Indican-Test". Es handelt sich dabei um eine Laboruntersuchung des Urins. Als Zwischenlösung kann die folgende Selbstanalyse gute Hinweise dafür geben, ob eine Darmreinigung in Betracht gezogen werden soll.

PERSÖNLICHER FRAGEBOGEN

  • Wie viele Darmentleerungen haben Sie normalerweise pro Tag?
  • Befinden sich im Stuhl unverdaute Nahrungsreste?
  • Wie ist normalerweise die Farbe des Stuhles?
  • Wie viele Stunden dauert es von der Nahrungsaufnahme bis zu deren Ausscheidung?
  • Stuhlmenge und Durchmesser
  • Haben Sie Durchfall
  • Leiden Sie unter Colitis? (Darmentzündung)
  • Benutzen Sie Abführmittel?
  • Fühlen Sie sich schwach nach einer Darmentleerung?
  • Haben Sie Hautprobleme?
  • Leiden Sie unter Flatulenz? (Gasbildung im Darm) oder Aufstoßen?
  • Leiden Sie unter Übersäuerung?
  • Haben Sie Sodbrennen?
  • Ist Ihre Zunge belegt?
  • Haben Sie Mundgeruch oder einen schlechten Geschmack im Mund?
  • Ist der Bauch unnatürlich aufgedunsen?
  • Ist der Harn dunkelgelb?
  • Ist der Rhythmus ihrer Körperfunktionen regelmäßig
  • Sind Sie stimmungslabil oder fühlen Sie sich niedergeschlagen?

Überprüfen Sie anhand des Fragebogens, ob die „Müllabfuhr" Ihres Körpers reibungslos funktioniert. (Die Erklärungen zu diesen Fragen finden Sie im nächsten Beitrag, die Sie dann mit Ihren Antworten vergleichen können).

KÖRPERVERSCHMUTZUNG


Das Immunsystem des Menschen altert schnell, wenn die Zellen in ihrem eigenen Schmutz schwimmen. Ganz unterschiedliche Giftstoffe können in einem toxischen Darm gefunden werden. Einige der Stoffe sind sehr aktiv und können schon in kleinen Mengen zerstörerisch wirken. Giftstoffe im Darm können folgendes verursachen:

  • der Versuch über die Ausscheidung der Haut führt zu Flecken, fahlem Aussehen, Psoriasis (Schuppenflechte), Leberflecken, Runzeln und anderen Hautproblemen.
  • Giftstoffe gelangen über das Blut ins GEHIRN und verursachen dort Müdigkeit, Konzentrationsschwäche, gestörte Hirnfunktion, Launenhaftigkeit und ungute Gesinnung,
  • können die Leber und Milz überschwemmen und alle denkbaren Allergien auslosen
  • können sich in der Bauchspeicheldrüse festsetzen und dort Unterzuckerung oder Diabetes hervorrufen
  • können die Nervenzentren des Körpers angreifen
  • können in den Fettzelten abgelagert werden und eine nie endende Gewichtszunahme verursachen
  • können das Immunsystem so überlasten, dass Müdigkeit und Erschöpfung zum Dauerzustand werden


Wenn der Dickdarm so verkrustet ist, dass er die tödlichen Abfallstoffe nicht mehr rechtzeitig eliminieren kann, werden Unmengen an Lebensenergie ausgegeben, um vor einer tödlichen Selbstvergiftung zu bewahren. Die meisten Menschen sind sich nicht bewusst, wie viel Energie für die Verdauung und Ausscheidung benötigt wird. Die meisten Menschen erleben eine große Zunahme an Energie, wenn ihr Dickdarm einmal richtig gereinigt ist. Dies deshalb, weil die Energie, die zuvor benötigt wurde um den Körper vor den Anngriffen der Giftstoffe zu schützen, jetzt frei wurden für ein Leben in Fülle.

„Ich danke dir dafür, dass ich wunderbar gemacht bin." Psalm139

 

Obstipation ist der medizinische Fachausdruck für ein heimliches Leiden.

Verstopfung ist ein häufiger Verursacher von Darmbeschwerden, sie kann Wohlgefühl und Lebensqualität stark beeinträchtigen. Von Verstopfung spricht man, wenn täglich nicht mindestens eine Entleerung erfolgt, ideal wäre nach jeder Mahlzeit. Die gefährlichste Form ist unvollständige Entleerung, weil der Betroffene nicht merkt, dass er verstopft ist.
Die Hauptgründe für Verstopfung sind in unserer modernen Lebensweise zu finden: Bewegungsmangel, sitzende Beschäftigung, ballaststoffarme Ernährung. Aber auch Dauerstress lahmt den Darm. Chronisch Verstopfung ist oft ein Alarmsignal der Seele, zum Beispiel bei einer depressiven Grundhaltung. Laut Statistik klagen rund 300 Prozent mehr Frauen als Männer über Verstopfung.

SELBSTANALYSE - ist die Verdauung in Ordnung?

  1. Der Durchmesser des Dickdarms ist ungefähr 5 cm. Dünnerer Stuhl weist darauf hin, dass der Darm durch anhaltenden Stress oder Ansammlung von unausgeschiedenen Abfallschichten verengt ist. Größere Durchmesser deuten darauf hin, dass es der Darmmuskulatur an Spannung fehlt, vielleicht als Folge von Bewegungsmangel, mangelnder Mineralstoffaufnahme oder zuwenig Ballaststoffe in der Nahrung.
  2. Ein gesunder Darm produziert Stuhlgang ohne Zeichen von unverdauter Nahrung.
  3. Der Stuhl sollte ungefähr aus 95 - 98 Prozent toten Bakterien und 2 - 5 Prozent unverdauter Faserstoffen bestehen. Tote Bakterien sind hellbraun, ein gesunder Stuhl ist somit ebenfalls hellbraun. Andere Farben deuten auf unverdaute Nahrung oder in einigen Fällen auf Blut hin. Ungewöhnliche Färbung kann auch als Folge von Medikamenten, einzelnen Nahrungsmitteln oder Vitaminzugabe auftreten.
  4. Nahrung sollte mit einer einigermaßen regelmäßigen Geschwindigkeit durch den Körper gehen. Bei einem gesunden Darm dauert es zwischen 24 und 35 Stunden.
  5. Die Länge des Stuhls sollte der Länge eines gesunden, sauberen Darmsegmentes entsprechen, das sind ungefähr 30 cm. Kurzer, ballenförmiger Stuhl entsteht bei Verstopfung und zu geringem Feuchtigkeitsgehalt.
  6. Die gesunde Zersetzung der Nahrung im Dickdarm ist eine Hauptwärmequelle für den Körper. Die Innentemperatur eines gesunden Dickdarmes beträgt ungefähr 40" C. Dies erlaubt dem Darm als eine Art Heizkörper zu dienen. Eine häufige Ursache für kalte Hände und Füße ist chronische Verstopfung. Der Dickdarm arbeitet zu langsam und kann nicht genügend Wärme produzieren.
  7. Schleim im Stuhl kann Verschiedenes bedeuten: z.B. Entzündungen und Reizungen.
  8. Durchfall kann Zeichen einer großen Blockade oder einer unausgeglichenen Darmflora sein.
  9. Kolitis hat mehrere Ursachen, unter anderem durch angestauten, faulenden Darminhalt.
  10. Chemische ABFÜHRMITTEL wirken auf die Dauer nicht. Sie schwächen die Muskulatur der Darmwand. Ständiger Gebrauch führt zu Gewöhnung. Die häufigsten Nebenwirkungen der Abführmittel werden durch den hohen Salz- und Wasserverlust ausgelöst. Dabei führt vor allem der Kaliummangel zu gesundheitlichen Störungen. Die Symptome sind Müdigkeit, Muskelschwäche und Schlappheit, niedriger Blutdruck und eine Steigerung der Herzfrequenz, Harnwegsinfekte, Appetitlosigkeit, aber auch Darmträgheit. Hier schließt sich der Teufelskreis.
  11. Schwächegefühl nach einer Darmentleerung ist oft ein Hinweis auf einen verstopften Dickdarm. Giftstoffe werden im Körper zurückgestaut und suchen sich einen anderen Ausscheidungsweg. Dies kann die Ursache von Hautproblemen sein.
  12. Darmgase sind ein Zeichen von Fäulnis. Flatulenz kann entstehen durch Ernährungsfehler (blähende Speisen, Zusammensetzungen, die sich nicht vertragen wie Milch/Zucker oder Obst/Gemüse). Es können sich dahinter auch ernsthafte Erkrankungen wie chronisch entzündliche Darmerkrankung oder Nahrungsmittelunverträglichkeiten verbergen.
  13. Sodbrennen ist eine Form von Verdauungsproblemen, die in der Regel mit einem verschmutzten Darm in Verbindung gebracht werden kann. Wird der Darm gereinigt, verschwindet auch das Sodbrennen.
  14. Schwierigkeiten beim Abnehmen können häufig auf einen schlecht funktionierenden Darm zurückgeführt werden. Wenn der Dickdarm ineffizient wird, werden die Zellen des Körpers zur Ablagedeponie von Abfallstoffen. Die Verdauung und der Stoffwechsel sind verlangsamt. Fast alles, was gegessen wird, bleibt im Körper in Form von Fett und Abbauprodukten aufbewahrt. Auf Grund von Untersuchungen der staatlichen Schulen für Chiropraktik (USA) können Übergewichtige 20-30 kg Abfall mit sich herumtragen.
  15. Eine belegte Zunge kann ein Zeichen von Selbstvergiftung sein.
  16. Ein aufgeblähter Bauch deutet auf einen geblähten Darm hin.
  17. Der schlechte Geschmack im Mund wird durch Verwesung im Darm verursacht.
  18. Hämorrhoiden entstehen bei Verstopfung durch den großen Druck auf den Mastdarm.
  19. Gemütsschwankungen, Launenhaftigkeit und Depression sind oft das Ergebnis von Nährstoffmangel und hohen Giftstoffkonzentrationen.
  20. Energiemangel ist oft das Ergebnis eines Vergiftungszustandes. Die Lebensenergie des Körpers wird ausgegeben, um Giftstoffe zu neutralisieren und auszuscheiden. Bei ausgeprägten Vergiftungen bleibt nur wenig Energie für Muskel und Denkarbeit übrig.

„Sind diese Krankheiten des Menschengeschlechts eine Heimsuchung der göttlichen Vorsehung? Nein, sie existieren, weil die Leute GEGEN seine (Gottes) Vorsehung handeln und immer weiter fortfahren, seine Gesetze zu missachten."
Aus „Gesundes Leben" von E.G. Withe

 

Essen Sie viel Vollkornprodukte und Rohkost.

Sie enthalten ausreichend Ballaststoffe. Eine Umstellung auf ballaststoffreiche Ernährung muss schrittweise erfolgen. Wenn eine übermäßige Ballaststoffzufuhr plötzlich erfolgt, kann sie das Gegenteil bewirken.

Folgende Hausmittel können bei leichter Verstopfung angewandt werden:

Leinsamen - 1 EL geschroteter Leinsamen über Nacht in Flüssigkeit einweichen. Morgens ins Frühstücksmüsli geben.

Dörrzwetschken oder Feigen - Drei bis fünf Stück vor dem Schlafengehen in Wasser einweichen und zum Frühstück essen.

Kleie - 1 EL zehn Minuten in 1/4 l Fruchtsaft vor der Einnahme quellen lassen. Kleie sollte niemals ohne reichliche Flüssigkeitszufuhr eingenommen werden.

Was hilft noch?

  • Tägliches Gehen mit erhobenem Kopf, tief durchatmen.
  • Wasser trinken, bis der Harn hell ist.
  • Klistier mit kühlem Wasser um Drang auszulösen.
  • In allem Regelmäßigkeit einhalten: regelmäßige Entleerungszeiten, am besten beim Aufstehen oder innerhalb einer Stunde nach dem Frühstück.
  • Bei Bedarf (nicht regelmäßig) abführende Kräutertee trinken (z.B. Sennesblätter).
  • 4 - 6 Oliven zu jeder Mahlzeit essen.
  • Keine beengende Kleidung, Gürtel etc. tragen.

Meiden Sie bei Verstopfung blähende Nahrungsmittel:

  • alle Kohlarten
  • Hülsenfrüchte
  • unreifes Obst
  • frisches Brot
  • Zucker- & Mehlspeisen
  • kohlensäurehaltige Produkte
  • unpassende Nahrungsmittelkombinationen wie Obst und Gemüse, Milch / Eier / Zucker
  • Das Reinigungs- und Entgiftungsprogramm

Ein Reinigungs- und Fastenprogramm kann 2 - 3mal pro Jahr durchgeführt werden. Es ist der einfachste und billigste Weg, den Körper zu entgiften.

Vorbereitung

Am Vortag des Programmbeginns zum Frühstück rohe Früchte essen, am Mittag rohes und gedämpftes Gemüse und am Abend eventuell nochmals Früchte oder Gemüsebrühe. Vor dem Zubettgehen sollten Sie zur Faserreinigung Pflaumensaft einnehmen.

Tagesablauf

Nach dem Aufstehen eines der folgenden Mittel zur Darmreinigung einnehmen oder durchführen:

  • Darmspülung (sofern keine ärztliche Gegenanzeige besteht)
  • Einlauf
  • Trinken Sie innerhalb von 15 Minuten 0.6 dl Meerwasser (Biomaris) in 1 L warmem Wasser aufgelöst. Man kann statt dessen auch 1 - 2 EL Meersalz in 200 ml Fruchtsaft auflösen und trinken. Die Darmentleerung sollte innerhalb von 30 Minuten erfolgen.
  • Faserreinigung aus Frischgepressten Säften: Pflaumensaft, Gurkensaft, Orangensaft oder Kräutertee (Aloe vera).

Rezept für Kaliumbrühe

Eine Tasse rohe Haferflocken mit drei Tassen Wasser vermischen und die Flüssigkeit abgießen. Diese Flüssigkeit wird als Basis zum Kochen des folgenden, in große Stücke geschnittenen Gemüses verwendet: 1 Kartoffel, 2 Streifen Stangensellerie, 1 kleine Zwiebel, 3 Karotten und eine Handvoll Petersilie.
Kochen Sie das Gemüse solange bis es weiche ist. Nun wird die Flüssigkeit abgegossen und getrunken. Die Kaliumbrühe soll nicht mit Salz gewürzt werden.

Uhrzeit Mahlzeit

7.00
Faserreinigung mit Fruchtsaft

8.00
Fasten oder Rohkost - Fruchtteller (keine Trockenfrüchte,
keine Banane)

10.00
Zitronenwasser: Saft von zwei Zitronen in 1 L Wasser geben

11.00
Gemüsesaft aus: Karotten, Sellerie, rote Rübe, Petersilie,
Spinat, Kohl, Gurke, ca. 300 ml zubereiten und trinken

12.00
Fasten oder Rohkostteller - Salat oder Kaliumbrühe

14.00
Faserreinigung mit Fruchtsaft

15.00
Zitronenwasser wie oben

17.00
Gemüsesaft wie oben, oder eine andere Zusammenstellung

18.00
Fasten oder Früchte oder Kaliumbrühe

20.00
Faserreinigung mit Fruchtsaft

 


Nach dem Reinigungsprogramm

Die ersten zwei Tage nach dem Programm sollten zum Frühstück rohes Obst, zu Mittag rohes Obst oder gedämpftes Gemüse und eventuell am Abend Früchte oder eine Kaliumbrühe eingenommen werden. Erst ab dem dritten Tag kann mit einer normalen vegetarischen Ernährung fortgesetzt werden.
Ein zu schnelles Übergehen auf eine Normalkost kann große Verdauungsprobleme bringen, vor allem, wenn gefastet wurde. Nach einem Fasten- und Reinigungsprogramm sollte auf jeden Fall mit einer leichten, stufenförmigen Aufbaukost begonnen werden. Nach einem gelungenen Programm sollten Sie sich wohl fühlen!