Trauer begleiten

Für Menschen, die schmerzliche Verluste zu beklagen haben

 

Der Tod

Wohl keiner hört dies Wort recht gern ein jeder wünscht den Tod sich fern.
So geht es jedem - dir wie mir doch klopft der Tod an jede Tür.

Oft kommt der Tod auf leisen Sohlen, um sich die Seele abzuholen.
Mit dem Tode ringt der Nächste wieder bis er streckt die schwachen Glieder.

Ein anderer seufzt am Sterbebette: „Ach, ein zweites Leben wenn ich hätte !“
So geht es jedem - dir wie mir der Tod, er klopft an jede Tür.

Doch wann und wo, ob spät, ob bald der Tod, er kommt für Jung und Alt.
Warst du bedacht mit vielen Würden oder gebeugt von großen Bürden,
Warst du auch arm, vielleicht ganz reich, im Tode sind sie alle gleich.

Doch wer gezeichnet, matt und hager in schwerer Krankheit liegt am Lager
Der ist zum Sterben längst bereit, und sehnt sich nach der Ewigkeit -

Der sein Leben dem Herrn geweiht.

So geht es jedem — dir wie mir, der Tod, er klopft an jede Tür.

Karl Leutgeweger

Verluste machen verständnisvoll und einfühlsam

Ich hatte mein Leben lang mit Anfechtungen zu tun. Das hat mich nachgiebiger und einfühlsamer werden lassen. In dem Maße, wie Mitgefühl und Liebe mein Herz erfüllten, wurde alle Bitterkeit vertrieben. Ich hatte schwere Verluste hinzunehmen und oft unter Krankheit und Schmerzen zu leiden; aber das alles brachte mir auch köstliche Offenbarungen der Gegenwart meines Heilandes. Ich lernte dadurch, mehr und mehr auf die himmlische Herrlichkeit zu schauen und empfing einen Eindruck von dem, was uns in der Welt Gottes erwartet. Immer wenn es um mich herum ganz finster wurde, schien sich ein Spalt am Himmel zu öffnen, durch den einige Lichtstrahlen vom Thron Gottes in die Dunkelheit meines Lebens fielen. Gott will nicht, dass uns die Sorgen erdrücken und unsere Herzen vom Kummer zerbrochen werden. Wir sollen auf ihn schauen und den Regenbogen der Verheißung erkennen, der über uns leuchtet. Und wenn Gottes Gnadenstrahl uns getroffen hat, sollten wir das empfangene Licht weitergeben.

Unser Heiland steht uns immer zur Seite, nur sehen wir ihn oft nicht, weil unsere Augen voller Tränen sind. Er lässt unser Hand nicht los, wenn wir uns nur nah genug zu ihm halten und seiner Führung vertrauen. Indem er uns Trost und Frieden schenkt, will der Herr uns immer näher an sein Herz ziehen. Das lässt uns froh sein.

 „Ich bin die Auferstehung und das Leben.

Wer an mich glaubt, der wird leben,

auch wenn er stirbt;

Und wer da lebt und glaubt an mich,

der wird nimmermehr sterben!

Glaubst du das ?

Joh.11,25 + 26

Liebe(r)  xxxxxxxx!

Wir empfinden tiefes Mitgefühl mit Dir über den Verlust, den Du zu beklagen hast. Ich weiß aus eigener Erfahrung, was es bedeutet, den Weg als Witwe allein weitergehen zu müssen. Wie schwer lasten in dieser Welt Sorgen und Kümmernisse auf uns! Wie oft gibt es Anlass zum Weinen! Da ist es ganz gewiss nicht angebracht, Leidgeprüften zu sagen: „Weine nicht; Gläubige sollten nicht trauern!“. Auf diese Weise kann man niemanden trösten, zumal Weinen wirklich keine Sünde ist. Auch wenn jemand jahrelang dahin siechte oder von Schmerzen gepeinigt war, so dass der Tod ihn geradezu erlöste, werden Tränen fließen.

Eines Tages müssen alle sterben, die uns lieb sind; ihr Lebensbericht wird dann abgeschlossen. Das Sterben ist zweifellos ein schwer wiegender Eingriff in unser Dasein. Dennoch sollten wir nicht übersehen, dass es wichtiger ist, sich mit dem Leben zu befassen, als mit dem Tod. Jeder Tag, den wir erleben, stellt uns vor Aufgaben, die erfüllt werden müssen. Was immer wir auch tun, wir beeinflussen dadurch die Menschen, mit denen wir zusammenkommen. Deshalb sollten wir uns von Jesus Christus trösten lassen. Kein menschliches Leid geht an seinem mitfühlenden Herzen unbeachtet vorüber... Halte Dich an diese Kraftquelle.

 

„Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, der wird leben, auch wenn er stirbt;

Und wer da lebt und glaubt an mich, der wird nimmermehr sterben! Glaubst du das ?  Joh.11, 25. 26.