Veganer essen sicherer

Die einzig sichere Antwort auf die BSE-Bedrohung heißt: Verzicht auf Fleisch und tierische Produkte.

Viele Menschen, besonders Jugendliche haben in den letzten Jahren Konsequenzen gezogen und verzichten auf das Fleisch toter Tiere. Im BSE-Ursprungsland Großbritannien sind Hunderttausende zu Vegetariern geworden.

Die Nachfrage in den Reformhäusern nach fleischlosen Produkten steigt. Es ist heute nicht schwer, ein vollwertiges und wohlschmeckendes Essen ohne Fleisch und Wurst auf den Tisch zu stellen und auch nicht unbedingt teurer.

Vegetarische Alternativen aus dem Reformhaus sind:

  • Vollkorn-, Gemüse- und Sojabratlinge und Bratlingsmischungen (kann auch alles selbst hergestellt werden)
  • vegetarische Fertiggerichte
  • Tofu-Produkte (pur, geräuchert, verarbeitet zu Bratscheiben etc.)
  • Feinkost-Salate
  • Sojawürstchen, Klößchen, Ragout, Wurst auf Soja- und Tofubasis
  • pflanzliche Würz- und Gemüsebrühen, Bouillon
  • pflanzliche Suppen und Saucen (statt Brühe aus Rinderextrakt)
  • Agar-Agar, Guakernmehl und Johannisbrotkernmehl statt Gelatine aus Rinds- und Schweineknochen 

Gesund ohne Fleisch?

In weiten Kreisen der Bevölkerung herrscht Unwissenheit über den Gesundheitswert vegetarischer Ernährung. Es ist kaum bekannt, dass umfangreiche Studien zu diesem Problemkreis vorliegen. Während der achtziger Jahre wurden am Deutschen Bundesgesundheitsamt Berlin, am Deutschen Krebsforschungsinstitut in Heidelberg und an der Universität Gießen Langzeitstudien mit tausend Vegetariern durchgeführt.

Das Ergebnis: 
KEINE MANGELERSCHEINUNGEN, 
Gesundheitszustand bemerkenswert gut, kein Übergewicht, Blutdruck und Blutwerte bestens, Herz- und Kreislaufkrankheiten viel seltener, Herzinfarkt und Krebsrisiko viel geringer, allgemeine Krankheitsanfälligkeit bedeutend geringer als bei Nichtvegetariern. Diese Ergebnisse gelten für Laktovegetarier (Vegetarier, die kein Fleisch und keinen Fisch, wohl aber Milchprodukte zu sich nehmen) ebenso wie für Veganer (die keinerlei tierische Produkte zu sich nehmen), wenn sie bei der Zusammenstellung ihrer rein pflanzlichen Kost auf Vielfalt und Ausgewogenheit achten.
Aus diesen Gründen hat das Komitee für "Verantwortungsvolle Medizin in Amerika" vor einigen Jahren den Beschluss gefasst, Fleisch nicht mehr zu den Grundnahrungsmitteln zu zählen, sondern es als "Genussmittel" einzustufen.

ADAM UND EVA WAREN VEGANER

Die Bibel führt uns in die Anfänge der Menschheit, als Gott nach der Schöpfung dem ersten Menschenpaar seinen Speiseplan verordnete:
Und Gott sprach: Sehet da, ich habe euch gegeben alle PFLANZEN; die Samen bringen, auf der ganzen Erde und alle Bäume mit Früchten, die Samen bringen, zu eurer Speise.

Die Ernährung der ersten Menschen war also rein pflanzlich und sie war ausreichend, denn sonst hätte Gott ja einen Fehler gemacht. Erst nach der Sintflut erlaubte Gott den Menschen das Fleisch reiner Tiere zu essen, eine Art Notverordnung. Mit dem Fleischgenuss sank das hohe Lebensalter der Menschen von 900 auf etwa 120 Jahre ab. Die ersten Krankheiten traten auf. Mit dem Gesundheitszustand der Menschheit ging es bergab, nicht aufwärts.
Wir lesen auch von der neuen Erde, dem Paradies, das nach dieser Welt neu geschaffen wird, dass dort kein Tier mehr ein anderes töten wird, nur um es aufzufressen. Auch der Mensch wird sich wieder so ernähren wie am Anfang.

FÜHRT VEGANERNÄHRUNG ZU MANGELERSCHEINUNGEN ?
Die Volksmeinung besteht darin, dass beim Fehlen tierischer Produkte wichtige Stoffe fehlen könnten. Diskutiert werden vor allem folgende Punkte:

1. Der Vitamin B-12-Mangel. 
Verschiedene Studien zeigen, dass Kleinkinder bei genügender Energieaufnahme und schwangeren Frauen, die einen erhöhten B-12 Bedarf haben, ohne weiteres mit einer veganischen Ernährung gesund leben können. Obwohl das Vitamin B 12 in relativ wenigen pflanzlichen Nahrungsmitteln enthalten ist, kann ein Veganer ausreichend davon aufnehmen, weil der menschliche Körper nicht sehr viel B-12 benötigt. Besser ist es jedenfalls, eine Vitamintablette zusätzlich zu nehmen, als B 12 vom Fleisch zu erhalten, falls der Verdacht auf einen Mangel besteht.

2. Das Eiweiss-Problem. 
Die traditionelle Meinung, dass sich pflanzliche Proteine nur in bestimmten, exakt einzuhaltenden Verhältnissen zu vollwertigen Proteinen kombinieren, wurde durch neuere Forschungsergebnisse relativiert. Eine Kombination verschiedener Proteine bei jeder Mahlzeit ist für den Veganer nicht notwendig, solange eine Variation von proteinreichem Essen über den Tag hinweg eingenommen wird, wie es sich bei einer ausgewogenen Ernährung ergibt.

3. Der Mangel an Mineralien und Spurenelementen 
Vitamin D erhält der Mensch im allgemeinen ausreichend, wenn er sich genügend lange im Freien aufhält. Eisen findet sich bei Veganern in derselben Menge, wenn nicht sogar in größerem Ausmaß als beim durchschnittlichen Fleischesser. KALZIUM nimmt der Veganer generell zwar weniger auf, aber da tierische Proteine die Absorption von Kalzium erschweren, steht dem Körper bei Veganern letztendlich sogar mehr Kalzium zur Verfügung als beim durchschnittlichen Fleischesser. Deshalb kommt es auch bei Fleischessern viel eher zur Osteoporose. Anämien durch Eisenmangel sind bei Kleinkindern, die mit Kuhmilch aufgezogen wurden, im Gegensatz zu vegan aufgezogenen Kindern häufiger.

Einfache Getreide, Früchte und Gemüse haben alle Bestandteile, um gutes Blut zu bilden. Dies kann durch eine Fleischnahrung nie erreicht werden.